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Fr. 12.12.25

Wolfgang Schaffer | 1953 - 2025

Am 8. Dezember 2025 ist Architekt Dipl.-Ing. Wolfgang Schaffer, bis 2022 Dombaumeister der Diözese Linz, im 73. Lebensjahr verstorben. Schaffer verantwortete bis zuletzt prägende Projekte wie die Turmhelmsanierung und die Neugestaltung des Altarraums im Mariendom.

 

Wolfgang Schaffer, geboren 1953, studierte Architektur an der TU Wien. 1989 gründete er sein eigenes Architekturbüro mit Schwerpunkt auf Um- und Zubauten (aber auch Neubau von Wohn- und Bürobauten). Von 2001 bis 2015 wirkte er zusätzlich als Baureferent der Diözesanfinanzkammer Linz. In dieser Funktion verantwortete er den Um-, Zu- und Neubau von zahlreichen Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhöfen in ganz Oberösterreich. Als letzten Kirchenbau in Oberösterreich plante und errichtete Schaffer als Leiter des Baureferats gemeinsam mit Architekt Dipl.-Ing. Alfred Sturm das Seelsorgezentrum Lichtenberg.

 

2005 wurde Wolfgang Schaffer vom damaligen Bischof Maximilian Aichern zum Dombaumeister am Linzer Mariendom berufen. Dieses Amt übte er mit großer fachlicher Sorgfalt und langfristiger Perspektive aus. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet. Zudem war er in der Lehre im Bereich Architektur und Denkmalpflege engagiert.

 

Von der Eremitenstube bis zum neuen Domcenter

 

Eines der ersten größeren Projekte von Wolfgang Schaffer war 2009 die Errichtung der Eremitenstube für das Kulturhauptstadtjahr. Auf Initiative von Hubert Nitsch, dem damaligen Leiter des Kunstreferates der Diözese Linz, wurde in 65 Metern Höhe eine Infrastruktur geschaffen, in die sich Interessierte jeweils für eine Woche zurückziehen können. Auf dieses Projekt, das über die Grenzen von Oberösterreich hinaus bekannt ist und sich bis heute großer Beliebtheit erfreut, war Schaffer sehr stolz.

 

Zu den vielen von Wolfgang Schaffer begleiteten Projekten zählte auch die Neugestaltung des Altarraums 2017. „Das Spannende an diesem Jahrhundertprojekt war es, die Anforderungen der Liturgie mit den baulichen Maßnahmen in Einklang zu bringen und Kunst und Architektur zu verbinden“, sagte Schaffer einmal selbst. Er zeichnete darüber hinaus für die Turmhelmsanierung, die 2021 fertiggestellt wurde, verantwortlich.

 

Ein sehr interessantes Projekt war für Dombaumeister Schaffer auch die Restaurierung und in der Folge die Digitalisierung der wertvollen Osterrieder-Krippe im Mariendom. „Durch diese neuen Technologien kann die Krippe nicht nur für die Zukunft dokumentiert und als theologisches, kultur- und kunsthistorisches Kulturgut gesichert werden, sondern bietet uns auch die einzigartige Möglichkeit, den Menschen die Geschichte der Figuren zugänglich und erlebbar zu machen“, sagte Wolfgang Schaffer damals.

 

Das letzte Projekt, das Wolfgang Schaffer initiierte, war das neue Domcenter, das als architektonische Ergänzung des Mariendoms zum hundertjährigen Weihejubiläum errichtet wurde. Der Anbau dockt als barrierefreier Zugang an der Ostseite des Doms an und belebt den Domplatz als neuer Anziehungspunkt. Ende November wurde das Bauwerk von der Zentralvereinigung der Architektinnen und Architekten Österreichs (ZV) mit dem Bauherr:innenpreis 2025 ausgezeichnet.

 

Den Dom gut an die nächste Generation weitergeben

 

Seinen Nachfolger Michael Hager bezog Wolfgang Schaffer bereits in den Monaten vor der geplanten Übergabe Ende 2022 in die Aufgaben des Dombaumeisters ein. Schaffer übergab Hager als Projekte die 2021 begonnene Restaurierung der Gemäldefenster sowie die Restaurierung der Altäre und Mosaike im Kapellenkranz, dem ältesten Teil des Mariendoms. „Wir haben den Mariendom von unseren Vorgängern bekommen und unsere Aufgabe ist es, auf ihn aufzupassen und ihn wieder gut an die nächste Generation weiterzugeben“, fasste Wolfgang Schaffer damals seine Aufgabe als Dombaumeister zusammen.

 

Zusammen mit seiner Gattin Margit, mit der er zwei Kinder hat, plante er seinen wohlverdienten Ruhestand. Kurz bevor er ihn antreten konnte, nahm ihm ein medizinischer Notfall die Möglichkeit, diesen Lebensabschnitt selbstbestimmt und nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Am 8. Dezember 2025 verstarb Wolfgang Schaffer nach längerer Krankheit im 73. Lebensjahr. Selbst sein Todestag verbindet ihn mit „seinem“ Mariendom: Am 8. Dezember feiert der Mariä-Empfängnis-Dom sein Patrozinium.

 

Das Requiem für den Verstorbenen feiert Bischof Manfred Scheuer am Samstag, 20. Dezember 2025 um 10 Uhr im Linzer Mariendom. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

 

Wolfgang Schaffer, Dombaumeister i.R.

„Wolfgang Schaffer hat vom Gesamtkunstwerk her gedacht und gehandelt“

 

Bischof Manfred Scheuer erinnert sich dankbar an den Verstorbenen: „Ich durfte Wolfgang Schaffer gleich nach meinem Amtsantritt im Jänner 2016 kennen und schätzen lernen. Er war Dombaumeister, hat aber immer vom Gesamtkunstwerk her gedacht und gehandelt: Dazu gehören Architektur und Baukunst, Liturgie und Musik, Glaube und Kultur, Arbeit und Wirtschaft. Es war zunächst vor allem die Neugestaltung des Altarraumes im Mariendom im Jahr 2017, ein Jahrhundertprojekt, das die Anforderungen der Liturgie mit den baulichen Maßnahmen in Einklang zu bringen und Kunst und Architektur zu verbinden hatte. Und dann stand die Domrenovierung insgesamt an, spektakulär die 2021 fertiggestellte Turmhelmsanierung. Da war Wolfgang Schaffer mit mir einige Male gemeinsam auf der Turmspitze, um zum Beispiel Zeitzeugnisse in der Kugel unterhalb des Turmkreuzes unterzubringen. Großartig auch die Restaurierung und in Folge Digitalisierung der wertvollen Krippe im Dom.

Wolfgang Schaffer hat den Mariendom als großes Erbe und als Auftrag verstanden. Er hat mit einem großen Respekt vor den Leistungen vergangener Generationen gehandelt, wollte gut auf den Dom aufpassen und ihn wieder gut an die nächste Generation weitergeben. Aber auch unsere gegenwärtige Generation sollte sich mit ihren Lebens- und Glaubenserfahrungen in den Mariendom einschreiben. So hat Wolfgang Schaffer entscheidend dazu beigetragen, dass der Mariendom ein lebendiger Ort des Glaubens, der Spiritualität und der Hoffnung ist. Dass der Mariendom Bischofskirche, Landes- und Stadtkirche, ein Ort für Musik, Kunst und Kultur, mit einer großen Anziehungskraft für Pilger und Touristen ist, das ist wesentlich auch ein Verdienst von Wolfgang Schaffer. Ich sage ihm ein großes DANKE, Vergelt’s Gott. Möge ihm Gott den Himmel schenken, auf den der Dom mit all seinen Facetten verweist.“

 

Auch Dompropst Wilhelm Vieböck würdigt das Wirken von Wolfgang Schaffer: „Über viele Jahre hat Wolfgang Schaffer die Baumaßnahmen in der ganzen Diözese verantwortet und mitgestaltet. Besonders hat er den Mariendom liebgewonnen und geprägt. Im Vorfeld zur Kulturhauptstadt Linz09 hat er das Umfeld des Doms zur Stadt geöffnet und die Eremitenstube eingerichtet. Später hat er die Altarraum-Neugestaltung begleitet und die große Restaurierung von Turm, Strebepfeilern, Fenstern, Kapellenkranz und Krippe geleitet bzw. auf den Weg gebracht. Nach seiner Krankheit ist jetzt für Wolfgang Schaffer die Zeit gekommen, sich von seinem Dom zu verabschieden – und wir verabschieden uns in Dankbarkeit von ihm.“

 

„Ein begnadeter Architekt und ein Mensch mit Herz und Humor“

 

Reinhold Prinz, Ökonom der Diözese Linz und früherer Finanzkammerdirektor, über den Verstorbenen: „Mit großer Dankbarkeit und tiefem Respekt nehmen wir Abschied von Wolfgang Schaffer. Er war nicht nur ein begnadeter Architekt, sondern auch ein Mensch mit Herz und Humor. Seine Leidenschaft für die kirchliche Architektur prägte sein Wirken – insbesondere als Dombaumeister des Linzer Mariendoms, dem er sich mit Hingabe widmete. Wolfgang Schaffer hatte ein besonderes Talent: Mit seinen schnellen Karikaturen und Skizzen brachte er Ideen zum Leben. Diese Kreativität führte oft zu unkomplizierten und praktikablen Lösungen für unseren pfarrlichen Bereich. Er war ein Mann der Tat, der stets ein offenes Ohr hatte, sich auf sein Gegenüber einlassen konnte und durch Verlässlichkeit und Freundlichkeit überzeugte. Sein Wirken war geprägt von Offenheit, Humor und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein. Mit seiner Arbeit hat er bleibende Spuren hinterlassen – nicht nur in der Architektur, sondern auch in den Herzen der Menschen, die ihn kannten. Wir werden ihn als inspirierenden Architekten, treuen Wegbegleiter und warmherzigen Menschen in Erinnerung behalten.“

 

„Wolfgang Schaffer hat den Dom erhellt“

 

Der emeritierte Dompfarrer Maximilian Strasser würdigt den Verstorbenen: „Wolfgang Schaffer hat den Dom erhellt. Sein erstes großes Werk war die Architekturbeleuchtung im Innenraum, die Beleuchtung der Gewölbe und der Bögen im Dom. Wolfgang Schaffer hat – als weiteres großes Projekt – die neue Altarraumgestaltung geleitet, den Wettbewerb hat er gemeinsam mit Hubert Nitsch initiiert. Er hat darauf geschaut, dass das Projekt gut umgesetzt wird, und hat dabei eine wirklich große, vor allem organisatorische und logistische Leistung vollbracht. Und auch die große Turmhelmsanierung sehe ich stark in Zusammenhang mit ‚Lichtbringen‘, weil der Domturm seitdem wieder strahlt. Ein weiteres Projekt war die Restaurierung der Krypta – heller Boden statt des alten, dunklen Bodens – und die sehr umsichtige und sorgsame Restaurierung der Krippe. Er hat auf vielfältige Weise Licht in den Dom gebracht.“

 

Auch Domhüttenmeister Gerhard Fraundorfer blickt dankbar auf die Zusammenarbeit mit Wolfgang Schaffer zurück: „Wolfgang Schaffer war für uns Steinmetze in der Dombauhütte ein kollegialer Dombaumeister auf Augenhöhe – und für mich auch ein Freund, mit dem man seine Arbeit bespricht. Wir hatten viele persönliche Momente, die mir in Erinnerung bleiben werden.“

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Mariendom Linz


Domplatz 1
4020 Linz
Telefon: 0732/946100
domcenter@dioezese-linz.at
https://www.mariendom.at

Öffnungszeiten des Mariendoms

Montag bis Samstag: 7.30 bis 19.00 Uhr 

Sonn- und Feiertage: 8.00 bis 19.15 Uhr 

 

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4020 Linz
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