Freitag 20. Oktober 2017

Wo Menschen ihr Herz hinein legen: Lange Nacht der Kirchen

Tanzen im Garten und Brot backen. Pilgerwege erkunden und sakrale Räume entdecken. Das bot die Lange Nacht der Kirchen am Freitag, 9. Juni im Haus der Frau.

Die Linzer Tanzpädagogin Claudia Pfeiffer leitete den freien Tanz im Garten vom Haus der Frau bei wunderbarem Wetter und später auch das Steppen zu Spirituals an. Mag. Robert Kettl, Theologe und Bäcker lehrte die Kunst des Brot- und Weckerlbackens. Sie schmeckten köstlich!

 

Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau
Lange Nacht der Kirchen 2017 im Haus der Frau

 

Viele Menschen holten sich beim "Netzwerk Pilgerwege" Informationen zu den Pilgerwegen in Oberösterreich.

Im Linzer Mariendom fand eine Podiumsdiskussion zu Sakralen Räumen statt, die unter anderem vom Haus der Frau organisiert wurde.

 

Linzer Mariendom / Lange Nacht der Kirchen 2017


Kirchen sind Orte, wo Menschen ihr Herz hinein legen

 

Was sind die Kathedralen der Moderne? Welche Bedeutung haben sakrale Räume heute? Das diskutierte eine prominent besetze Runde im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 9. Juni 2017.  Mag.a Gabriele Eder-Cakl, Leiterin des Haus der Frau moderierte dieses Quartalsgespräch anlässlich einer Theologisch-Praktischen Quartalschrift zum Thema.

 

Kirchen sind für Bischof Dr. Manfred Scheuer besondere Orte, weil in diese Gebäude Menschen ihr Herz hineinlegen – von der Hochzeit bis zum Gebet zu Gott mitten im Leben mit all seinen Abgründen. Räume werden geprägt von dem, was Menschen dort tun. So sind beispielsweise auch Pilgerwege geprägte Orte, weil sich dort das Glück, die Sehnsüchte und Nöte der Menschen verleiblichen.

 

Univ. Prof. Anna Minta erklärte, dass nur die Bedeutungszuschreibung ein Gebäude zu einem sakralen Ort werden lässt. Licht, Kunst und Architektur sind Hilfsmittel. „Die Herausforderung für die Kirche ist mehr zu bieten als den Einkaufsrausch im Shoppingcenter oder das Event im Fußballstadion. Kirche muss mehr leisten als eine mystische Atmosphäre“. Das ist für die Architekturprofessorin der Schritt ins Transzendente.

 

Diese Botschaft des Raumes betonte auch Dompfarrer Dr. Maximilian Strasser am Beispiel des Mariendoms: die gotische Architektur zieht hinaus und nach vorne. Die flächenmäßig größte Kirche Österreichs ist nie so schön wie in der Osternacht, wenn sie von 500 Kerzen erhellt ist.

 

Dr.in Martina Gelsinger erlebt Kirchen als stimmig, wenn Geschichte und Gegenwart ein harmonisches Ganzes ergeben. Sie sind Orte, wo Glaube gelebt wird. Darum sind Neugestaltungen von Sakralräumen auch immer Impulse für die Pastoral, oft gemeinschaftsstiftend und identitätsbildend. Als Kunsträume bieten Kirchen eine Anriebsfläche zur Gesellschaft.

 

Kirchen sind für Bischof Dr. Manfred Scheuer kein geschlossenes System, sondern sind „offen für den größeren Gott und offen für den kleineren Gott, der sich in den Ärmsten und Geringsten verbirgt“. Die Logik des Glaubens ist keine Markt- sondern eine Beziehungslogik, so Scheuer. Kirchenräume dürfen aber nicht nur Gemeinschaft vermitteln, sondern sollen auch den Einzelnen spüren lassen: „Ich bin wer“.

 

Zuletzt stellt Dompfarrer Dr. Maximilian Strasser die geplante Neugestaltung des Innenraums des Linzer Mariendoms vor. Die Wegkirche, die einlädt von hinten nach vorne zu gehen, bekommt einen Versammlungsort als Kreis.  Für Strasser schaffen die geplanten Umbauten eine „Balance von Wort und Sakrament um eine offene Mitte – eine Offenheit für das, wovon der Mensch betroffen ist“.
 
(gec, ame)

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