Unser Kind wird gefirmt – Impulse für Eltern und Bezugspersonen
Der:die Jugendliche im Mittelpunkt
An diesem Tag steht Ihr Kind im Mittelpunkt. Manche Jugendliche haben klare Vorstellungen, andere brauchen Unterstützung bei Fragen wie:
- Wen möchte ich einladen?
- Wo und wie möchte ich feiern?
- Mit wem möchte ich diesen Tag verbringen?
Begleiten Sie Ihr Kind dabei, den eigenen Weg für diesen Tag zu finden. Hilfreich ist es, die eigenen Wünsche zurückzustellen und gut hinzuhören, was Ihrem Kind wichtig ist.
Wenn Eltern getrennt leben
Gerade bei getrenntlebenden Eltern braucht es oft besondere Aufmerksamkeit in der Planung.
Viele Jugendliche wünschen sich, dass beide Elternteile an diesem wichtigen Tag dabei sind. Wenn das möglich ist, kann das ein wertvolles Zeichen der Unterstützung sein.
Gleichzeitig gilt: Nicht jede Situation lässt ein gemeinsames Feiern zu. Wenn Verletzungen, Konflikte oder Spannungen sehr präsent sind, kann es sinnvoller sein, andere Wege zu wählen.
Mögliche Lösungen:
- gemeinsamer Gottesdienst, getrennte Feiern danach
- Feiern an unterschiedlichen Tagen
- Aufteilung des Tages
Zum Beispiel:
Ihr Kind feiert am Tag der Firmung im Kreis der Familie, in der es lebt, und verbringt einen anderen Zeitpunkt mit dem getrennt lebenden Elternteil und dessen Familie.
Wichtig ist, eine Lösung zu finden, die Ihr Kind entlastet – und nicht zusätzlich unter Druck setzt.
Gut abstimmen und Klarheit schaffen
Unabhängig von der gewählten Form hilft eine gute Vorbereitung:
- Sprechen Sie frühzeitig über den Ablauf des Tages
- Klären Sie, wer eingeladen wird
- Verteilen Sie Aufgaben (Organisation, Essen, Ort etc.)
Informieren Sie auch Verwandte über die geplante Gestaltung. So wissen alle Gäste, was sie erwartet, und Missverständnisse können vermieden werden.
Rolle der Pfarrgemeinde
Viele Pfarrgemeinden reservieren Plätze für die Familien der Firmlinge und begleiten die Vorbereitung.
Nutzen Sie die Gelegenheit,
- beim Elterninfoabend
- bei Vorbereitungstreffen
- oder im persönlichen Gespräch
offene Fragen anzusprechen – besonders auch im Hinblick auf unterschiedliche Familiensituationen.
Rolle von Pat:innen
Die Person, die sich Ihr Kind als Pate bzw. als Patin ausgewählt hat, begleitet es auf seinem Glaubensweg und ist eine wichtige Bezugsperson rund um die Firmung. Auch die Gestaltung eines gemeinsamen Ausflugs wird häufig von ihr mitgetragen – in Absprache mit Ihrem Kind.
Unterstützung nutzen
Wenn die Situation herausfordernd ist, kann es entlastend sein, Unterstützung in Anspruch zu nehmen:
- Gespräche mit Seelsorger:innen
- Familienberatung (Mehr Infos dazu finden Sie unter www.beziehungleben.at)
- Austausch mit anderen Eltern
Fazit
Es gibt nicht die eine richtige Lösung. Familien sind vielfältig – und so dürfen es auch die Feiern der Firmung sein.
Entscheidend ist, dass Ihr Kind sich an diesem Tag gesehen, unterstützt und gefeiert fühlt – und diesen wichtigen Schritt als stärkend erleben kann.