Monday 26. August 2019

Neues Jägerstätter-Buch

Es eröffnet bisher unbekannte Einblicke in dessen Gewissensbildung

Ein neues Buch von Dr. Thomas Schlager-Weidinger beschäftigt sich mit der Gewissensbildung des Seligen Franz Jägerstätter, der 1943 vom Nationalsozialistischen Regime enthauptet wurde. In Glauben und Leben von Franz Jägerstätter spielt das Gewissen eine große Rolle.
Bei der Buchpräsentation am 26.10.2010, dem dritten Jahrestag der Seligsprechung wird nun eine weitere wissenschaftliche Arbeit zu Franz Jägerstätter veröffentlicht.


Herzliche Einladung zur Buchpräsentation am 26.10. um 17.00 Uhr im Wohnheim für Studierende Franz Jägerstätter der Katholischen Hochschulgemeinde in Linz, Mengerstraße 23, im Beisein der Familie Jägerstätter, VertreterInnen der Diözese Linz sowie Landeshauptmann Josef Pühringer.

 

'...und wenn es gleich das Leben kostet' - Franz Jägerstätter und sein Gewiessen. © Thomas Schlager-WeidingerDie Publikation von Schlager-Weidinger fokussiert das Gewissen Jägerstätters, vor allem dessen Bildung und Bewährung. Der Autor analysiert hierzu erstmal die bisher noch unbekannten 37 erhalten gebliebenen Kleinschriften aus dem persönlichen Nachlass des Radegunder Bauern, die Jägerstätter neben anderen Büchern in der Zeit seines intensiven Ringens gelesen hat. Diese Lektüre ermöglicht Rückschlüsse darauf, welche Inhalte auf Jägerstätters Gewissen bildend gewirkt haben können. Einige Motive lassen sich in den reichhaltigen und differenzierten schriftlichen Aufzeichnungen Jägerstätters wieder finden. Das neue Buch geht auch der Frage nach, welche Faktoren ausschlaggebend waren, damit Jägerstätter zu einer außergewöhnlichen sittlichen Sensibilität und Konsequenz fähig war. Hierbei vermittelt der Autor einen guten Einblick in die Gewissenslehre.

 

Das neue Buch vermittelt Jägerstätter als Menschen, der nicht stur und ohne Rücksicht auf seine Familie, seine Sache „durchgezogen“ hat, sondern lesend, schreibend, diskutierend und betend um eine Lösung gerungen hat. Anders als in der breiten Öffentlichkeit immer noch angenommen wird, hatte sich Jägerstätter zu einem Kompromiss durchgekämpft und seine Bereitschaft zum Sanitätsdienst in der Deutschen Wehrmacht öffentlich und innerfamiliär kundgetan. Dies war ihm jedoch aufgrund der Dynamik der Ereignisse nicht mehr möglich.

 

 

Thomas Schlager-Weidinger, "... und wenn es gleich das Leben kostet" - Franz Jägerstätter und sein Gewissen, Wagner Verlag, Linz 2010 (ISBN: 978-3-902330-51-2); € 17

 

(Schlager-Weidinger, gec)

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