Monday 26. August 2019

Heute jährt sich der Todestag von Papa Gruber zum 68. Mal

Zum Gedenken an Dr. Johann Gruber, Märtyrer des KZ Gusen, der am 7. April 1944 ermordet wurde, wurde von Kohelet3 ein eigenes Konzert komponiert. 

Der Papa Gruber Platz heute. © Diözese Linz

 

Die Uraufführung ist am 8. April 2011 um 19.30 Uhr in St. Georgen/Gusen. Dr. Johann Gruber wurde am Karfreitag, dem 7. April 1944 im Konzentrationslager Gusen grausam ermordet, sein Todestag jährt sich heuer zum 68. Mal. Er wird von den Überlebenden als „Engel von Gusen“ verehrt. Seine Güte, seine Widerständigkeit, sein gewitzter Humor, sein ernsthaftes Engagement bis zum Tod, seine Liebe zu den Benachteiligten, aber auch seine Klarheit und Zivilcorage, sind mehr denn je ein lebendiges Vorbild.

 

Die bekannte Musikgruppe Kohelet3 hat ein eigenes Gedenkkonzert für Papa Gruber gestaltet, das am Freitag, dem 8. April 2011 um 19.30 in St. Georgen/Gusen seine Uraufführung erfahren wird. Die Besucher/innen des Konzertes erwartet ein Abend mit kraftvoller Musik im Gedenken an einen unvergesslichen Menschen. Es soll ein Erinnern „mit allen Sinnen“ werden: Daher wird auch die legendäre Gruber-Suppe serviert.

 

 

Kunstprojekt im Gedenken an Johann Gruber & Opfer der NS-Zeit

 

Bei einem geplanten Kunstprojekt soll es darum gehen, die positive Lichtgestalt Gruber, seine Haltung und seinen Einsatz für die Menschen zu veranschaulichen. Bald werden die Erfahrungen der Holocaust-Überlebenden nicht mehr von ihnen selbst kommuniziert werden können, sondern in unserem Gedächtnis aufgehoben sein müssen. Umso wichtiger erscheint es, mit der Geschichte aktiv und offen zu arbeiten, konkrete Orte und Personen und die Erinnerung an ihr Handeln ins Bewusstsein zu holen, und dem Verdrängen über Generationen hinweg entgegen zu wirken. 

 

Illustration aus dem Jahr 1959 aus einem französischen Artikel über Papa Gruber. © Diözese Linz


Der Weg dorthin soll gemeinsam gestaltet werden und in einem offenen Diskussionsprozess möglichst viele Teile der Bevölkerung sowohl von St. Georgen, Langenstein, Gusen und Luftenberg mit einbeziehen. Erste Gespräche wurden bereits geführt, viel Informationsarbeit wird noch zu leisten sein. Frau Mag.a Dagmar Höss, eine St. Georgener Künstlerin, die Erfahrung in der Gedenk-Kunst hat, wird das Projekt als Kuratorin unterstützen.
Den Reinerlös des Konzertes wird für dieses Kunstprojekt verwendet.


www.pfarre-stgeorgen-gusen.at

 

(ic)

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