Wednesday 19. June 2019

Liturgische Texte zum Jägerstätter-Gedenktag am 21. Mai

Seliger Franz Jägerstätter, Familienvater und Märtyrer

 

Diözese Linz: (g)
Franz Jägerstätter, am 20. Mai 1907 in St. Radegund, Oberösterreich, geboren, lehnte aus Gewissensgründen jede Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus ab. Als er am 23. Februar 1943 endgültig zur Wehrmacht nach Enns einberufen worden war, erklärte er vor der zuständigen Behörde offen, dass er aufgrund seiner christlichen Glaubensüberzeugung und des Gebotes der Gottes- und Nächstenliebe den Kriegsdienst ablehne, da „man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen". Daher wurde er wegen Wehrdienstverweigerung am 2. März nach Linz ins Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis überstellt und am 4. Mai nach Berlin-Tegel verlegt. Am 6. Juli 1943 verurteilte ihn das Reichsgericht in Berlin-Charlottenburg zum Tode wegen Zersetzung der Wehrkraft. Am 9. August 1943 wurde er in Brandenburg an der Havel enthauptet. Sein Gedenktag, der 21. Mai, ist sein Tauftag. Die Seligsprechung erfolgte am 26. Oktober 2007 in Linz.

 

Tagesgebet: Lasset uns beten.
Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast dem seligen Märtyrer Franz Jägerstätter die Kraft gegeben,
bis in den Tod für den Glauben einzutreten.
Gewähre uns auf seine Fürsprache,
dir mit ungeteiltem Herzen entgegenzugehen, der du allein unser Leben
und unser Heil bist.
Durch unseren Herrn Jesus Christus.

 

Gabengebet: Lasset uns beten.
Allmächtiger Gott,
wir bringen diese Gaben dar
am Gedenktag des seligen Franz,
den weder Verfolgung noch Tod
von der Einheit deiner Kirche trennen konnten. Erhalte auch uns in dieser Treue.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Commune-Texte für einen Märtyrer (außerhalb der Osterzeit), S. 906

Schlussgebet: Lasset uns beten.
Herr, unser Gott,
stärke uns durch die empfangenen Gaben,
wie du deinen seligen Märtyrer Franz gestärkt hast,
damit in deinem Dienst auch unser Glaube wachse
und sich im Leiden bewähre.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Commune-Texte für einen Märtyrer (außerhalb der Osterzeit), S. 905

 

L: Röm 8,31b-39 (ML V 583)
Ev: Mt 5,1-12a (ML V 259)

Lesung: Der Brief an die Römer, Kapitel 8
Die Gewissheit der Glaubenden
31 Was ergibt sich nun, wenn wir das alles bedenken? Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
32 Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
33 Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht.
34 Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.
35 Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
36 In der Schrift steht: Um deinetwillen sind wir den ganzen Tag dem Tod ausgesetzt; wir werden behandelt wie Schafe, die man zum Schlachten bestimmt hat.
37 Doch all das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.
38 Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten
39 der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Evangelium: Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5
1 Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
2 Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Die Seligpreisungen
3 Er sagte:Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
4 Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden.
5 Selig, die keine Gewalt anwenden; / denn sie werden das Land erben.
6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden satt werden.
7 Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden.
8 Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen.
9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
10 Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
11 Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt. 

 


 

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