Wednesday 28. July 2021

Gedenkgottesdienst für Jägerstätter in Innsbruck

Einen Gottesdienst im Gedenken an Franz Jägerstätter feiert Bischof Manfred Scheuer am Freitag, 20. Mai um 19 Uhr in der Innsbrucker Jesuitenkirche. 

Mitgestaltet wird die Messfeier von der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, österr. Vorsitzender ist der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer.

 

Scheuer selbst hat eine sehr persönliche Verbindung zu Franz Jägerstätter. Im Jahr 1997 hat die Diözese Linz den Seligsprechungsprozess für Franz Jägerstätter eingeleitet. Scheuer hat diesen Prozess damals als Postulator geführt und 2001 abgeschlossen.


Anm.: Ein Postulator ist in der römisch-katholischen Kirche ein offizieller Vertreter Dieser sammelt in einem Seligsprechungs- oder Heiligsprechungsprozess biographische Informationen, Schriften des möglichen Seligen oder Heiligen sowie schriftliche und mündliche Zeugnisse von Zeitgenossen.
Ein weiterer Bezug ergibt sich zur Diözese Innsbruck schon in wenigen Tagen. Am Montag, 13. Juni 2011 wird bei der Altarweihe in Pinswang eine Jägerstätter-Reliquie eingesetzt.

 

 

Zur Person


Franz Jägerstätter aus St. Radegund in Oberösterreich hat während des Zweiten Weltkrieges den Kriegsdienst verweigert. Dafür wurde er wegen Wehrkr
aftzersetzung verurteilt und am 9. August 1943 in Brandenburg an der Havel enthauptet. 

 

Im Jahr 2005 wurde das Martyrium von Franz Jägerstätter offiziell vom Vatikan anerkannt. Bedeutsam dafür waren vor allem die wissenschaftlichen Arbeiten von Bischof Manfred Scheuer zum Martyrium Jägerstätters. In einer Predigt bezeichnete Bischof Scheuer Franz Jägerstätter als einen „einsamen Zeugen des Gewissens. Ein Prophet mit Weitblick und Durchblick“. Als Zeuge des Glaubens und der Gerechtigkeit und mit seiner großen Liebe zur Eucharistie sei Jägerstätter ein Geschenk für das österreichische Volk, aber auch ein Geschenk für die ganze Kirche.


Am 6. Juli 2007 hat der Vatikan die Seligsprechung bekanntgegeben. Die offizielle Feier der Seligsprechung erfolgte am 26. Oktober  2007 mit einem Festgottesdienst im Mariendom von Linz.


Als liturgischer Gedenktag wurde der 21. Mai, sein Tauftag, festgesetzt, da sein Todestag (9. August) mit dem Gedenktag der hl. Edith Stein zusammenfiel.

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