Wednesday 13. November 2019

Mariä Empfängnis

Maria-Empfängnisdom in Farbe getaucht.

Im Mittelpunkt des Feiertages am 8. Dezember steht die Mutter von Jesus - neun Monate vor dem Fest Mariä Geburt wird die Besonderheit Mariens gefeiert.

Maria - die Begnadete

Nach christlicher Überzeugung wurde der Schuldkreislauf der Welt durch Jesus unterbrochen. Diese Unterbrechung beginnt allerdings schon mit einer Frau namens Maria und dem Satz "Du bist begnadet", das heißt: besonders berufen und erwählt, den Messias auf die Welt zu bringen.

 

Ohne Erbsünde

Seit der Antike wurde diese Gnade Mariens als Freiheit von Sünde gedeutet. Im Mittelalter stellten sich Theologen die Frage, ob Maria schon vom Augenblick der Empfängnis an, oder erst mit dem Gruß des Engels von der Erbsünde befreit war. Papst Pius IX. entschied diesen Streit 1854 mit dem Dogma „der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria.“ Das bedeutet, dass Maria unversehrt, ohne Makel der Erbsünde von ihrer Mutter empfangen und geboren wurde. 

 

Mit Erbsünde ist gemeint, dass der Mensch nicht nur persönlich sündigt, sondern dass er unter vielen Bedingungen lebt, die seine Entscheidungen beeinflussen. „Sündigen“ ist damit in einem großen Zusammenhang zu sehen. Es meint nicht in erster Linie, etwas ethisch „Verbotenes“ zu tun, sondern in Angst um sich selbst zu leben, anstatt ganz Gott zu vertrauen.

 

Ein Feiertag zum Durchatmen

Die Katholische Kirche in Oberösterreich setzt sich seit Jahren immer wieder für diesen Feiertag ein. Bischof Schwarz betont in diesem Zusammenhang, dass vor allem den Familien eine Zeit der Ruhe und des Durchatmens gegönnt sei.

 

Der Marienfeiertag hat eine besondere Bedeutung für Österreich. Er wurde im 17. Jahrhundert zum Dank für die Errettung Wiens von der Katastrophe des 30-jährigen Krieges als Staatsfeiertag eingeführt und nach der Aufhebung durch den Nationalsozialismus durch ein Volksbegehren nach dem 2. Weltkrieg wieder hergestellt.

 

Quellenangabe:
Katholische Kirche in Oberösterreich (Hrsg.) (o.A.): aufdanken - Gott in der Zeit des Menschen. Linz: Eigenverlag. URL: www.aufdanken.at [Stand: 06/2014]
(mh)
 
Downloads:
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Zum Nachdenken
Lichtquelle. © Roland Lengauer

 

Das Kirchenjahr mit seiner immer erneuten Vergegenwärtigung und Darstellung des Lebens Christi ist das größte Kunstwerk der Menschen; und Gott hat sich dazu bekannt und gewährt es Jahr für Jahr, schenkt es in immer neuem Licht, als begegnete es einem zum ersten Mal.

(Jochen Klepper)

aus dem Behelfsdienst
Farben und Symbole
Fastenbild in der Pfarrkirche Schiedlberg

Fastentuch

Fastentücher entstanden etwa um das Jahr 1000 im Gebiet nördlich der Alpen und dienten im Mittelalter zur Verhüllung des gesamten Altarraumes.

Asche

Asche

Zeichen der Vergänglichkeit

Rote Rose.

Rot

Farbe des Blutes und des Feuers

Die Farbe Rot als Farbe des Blutes (als Zeichen der Märtyrer) und als Farbe des Feuers (Zeichen des Heiligen Geistes) wird am Palmsonntag, am Karfreitag, an Pfingsten sowie an Märtyrerfesten getragen.

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