Etwas Neues bricht an
Für uns Christ:innen beginnt ein Versprechen Wirk-lichkeit zu werden.
Gott hält seine Zusage zu uns Menschen – bis zum Letzten und Äußersten.
Anders vielleicht als erwartet, bestätigt er sein „Ich-bin-der-ich-bin-da“.
Ein Kind wird geboren und etwas ganz Neues bricht an. Dieses Kind wird unser Leben teilen. Es ist ganz Mensch: es schreit, es braucht Hilfe, es wird krank, jemand muss die Windel wechseln, es braucht Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, Zuneigung, Geborgenheit, jemanden, der bei den ersten Gehversuchen die kleine Hand sicher hält.
Wie sieht´s mit uns Menschen aus? In der Familie? In unserer Gemeinschaft?
Nicht jedes Kind ist von Anfang an gewünscht.
Manchmal ist dieses neue Leben von Beginn an heiß ersehnt oder es ist einfach „passiert“ oder vielleicht auch ungewollt.
Jedes frischgebackene Elternpaar kennt das: Erst die Nachricht (mit allen Freuden oder auch Sorgen), dann hoffentlich irgendwann die Vorfreude, dann ist es endlich so weit und dann? Alltag!
Jetzt schreit das Baby schon wieder!
Was hat es nur? Hunger, Bauchweh, Windel voll, gar krank?
Schlafentzug, Überforderung, Unsicherheit, kaum Zeit für die Partnerschaft oder freundschaftliche Beziehungen. Wann schläft es endlich?
Aus Liebe nehmen Eltern in Kauf, dass nichts mehr so läuft, wie geplant und wachsen dabei für ihr Kind über sich selbst hinaus. Ein Für-Einander entsteht.
Wir, als Menschen im Dekanat Pettenbach gehen auf Weihnachten zu und damit auch auf das Konkret - Werden des Neuen. Unsere Gemeinschaft verändert sich – die Pfarre Almtal wird mit 01.01.2026 Wirk-lichkeit. Auch im Fall dieser Entbindung werden sich manche denken: „heiß ersehnt“, „ist so passiert“ oder „ungewollt – was mach ich bloß“
Und: „Oh Gott – wer wird die Windel wechseln?“
Dieses Baby „Pfarre Almtal“ kann auch herausfordernd sein.
Etwas Neues bricht an. Es bringt Unsicherheit, Sorge, vielleicht auch Schlafentzug. Es verursacht Arbeit, es braucht die Hilfe von „Bezugspersonen“, es fordert und überfordert oft auch! Dieses „Baby“ ist oft, genau wie ein echtes Kind, kein Wunschkonzert.
Etwas Neues bricht an. Es bringt Sinn, Zukunft, Perspektivenwechsel – Prioritäten ändern sich: Aus einem Nebeneinander oder Miteinander kann ein Füreinander wachsen und wir werden darin mehr, als wir vorher waren.
Aus Liebe ist Gott Mensch geworden.
Aus Liebe war ER sich nicht zu schade, alles Menschliche – auch die volle Windel und das Kreuz in Kauf zu nehmen.
In Seiner Liebe kann aus unserem Miteinander ein Füreinander werden. In dieser Liebe kann Gott Mensch werden – mitten unter uns, mitten in der Pfarre Almtal und dann werden wir dieses Kind schon schaukeln!
Gesegnete Weihnachten!
Eure Maria (design. Pastoralvorständin Pfarre Almtal)