Pfarre Steyr-Münichholz
Beginn im 2. Weltkrieg
Die Geschichte des Stadtteiles Steyr-Münichholz begann 1938 - 39. Um die vielen Arbeitskräfte der Rüstungsindustrie unterbringen zu können, errichtete man hier die ersten Wohnblocks. Pfarrer Josef Meindl von der Jesuitenkirche begann hier 1941 geheim mit der Seelsorge unter den Menschen aus den verschiedensten Ländern Europas, darunter waren auch KZ-Häftlinge in einem Nebenlager von Mauthausen.
Mit viel Eifer hatte sich die katholische Bevölkerung von Münichholz im Herbst 1945 an den Bau einer Kirche gemacht, scheiterte aber am schlechten Baumaterial. So wurde im Sommer 1946 noch einmal begonnen; diese "alte Kirche" wurde im Dezember 1946 bei klirrender Kälte eingeweiht - für Pfarrer Josef Meindl war dies die Krönung seiner Mühen in diesem Stadtteil. Die Seelsorge danach übernahm die Ordensgemeinschaft der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria.
1964 wurde der Grundstein zum Bau der neuen Christkönigskirche gelegt, denn die Notkirche hatte sich als zu klein erwiesen. Dieses Gotteshaus mit nahezu 700 Sitzplätzen zählte damals zu den größten Kirchen, die nach dem Krieg in Österreich gebaut wurden. Pfarrer Alois Blumör hatte mit viel Einsatz den Bau der Kirche begleitet.
Die architektonische Konzeption ist auf die wesentliche Funktion für den Gottesdienst zugeschnitten, auf Farbgebung wurde weithin verzichtet. Den einzigen Kontrast zum grauen Sichtbeton bilden die plastische, in warmem Naturton gehaltene Holzdecke und die Bänke. Der 41 m hohe separat stehende Kirchturm ist zu einem Wahrzeichen des Stadtteils Münichholz geworden.
Über die Pfarre
Quellen: