Vorhang auf für “Ruth”
Mit dem Musical „Ruth“ teilt das gut 100-köpfige, junge Team eine hoffnungsvolle biblische Erzählung von Höhen, Tiefen und einer jungen Frau, die nicht aufgibt. Die sogenannten KISIs präsentierten ein Zusammenspiel von Schauspiel, Tanz, Gesang und Ton- und Lichttechnik.
„Ihr habt uns verzaubert, danke.“, verabschiedete sich eine Besucherin beim Händeschütteln mit den Darstellern. Das Publikum erlebte mit, wie Ruth durch eine jüdische Flüchtlingsfamilie eine neue Weltanschauung mit einem so anderen Gott kennenlernt. Ihre Sehnsucht nach diesem Unbekannten lässt sie durch alle Reihen des Publikums klingen. So zieht sie trotz schwerer Schicksalsschläge mit der verwitweten Naomi nach Betlehem zu einem fremden Volk mit fremdem Gott, den man dort als „guten Hirten“, dem Gott, der sich den Menschen zuwendet, kennt. Im jüdischen Betlehem kämpft die besitzlose Ruth als Ausländerin um ihr Glück und findet es.
Nicht umsonst trägt das Stück den Beinamen „Familienmusical“, denn die Autorin und Komponistin Birgit Minichmayr hat mit ihren heiteren und treffenden Episoden einen lebhaften Draht zu Groß und Klein; sei es ein Enkel, der seinen Großvater zum Erzählen einer Geschichte überredet; sei es das Loslassen der Eltern, wenn ihre Kinder das Nest verlassen oder der verliebte Traum vom Leben in Freude und Glück.
Mit großem Einsatz stehen die Mitwirkenden vom in Altmünster am Traunsee gegründeten Verein „KISI – God’s singing kids“ hinter der Botschaft vom „guten Hirten. Jung und Alt sind neben Schule, Studium und Beruf jedes zweite Wochenende mit dabei.
Damit dieses Abend in Ried stadtfinden konnte, stand ein buntes Team hinter der Organisation der Aufführung. In Kooperation mit dem Projekt Glaubenskommunikation im Dekanat Ried unter der Leitung von Helene Geßwagner setzte sich ein Gruppe von Menschen aus der Katholischen und Methodistischen Kirche für das Familienmusical ein.