Mo. 23.03.26
Ostern aus Bad Hall live erleben
ORF OÖ und ORF III übertragen die Feier der Heiligen Tage aus der Stadtpfarrkirche
Bad Hall in Oberösterreich ist ein traditionsreicher Kurort im Alpenvorland. Geprägt von seiner Geschichte als Kurstadt, verbindet Bad Hall gepflegte Architektur, großzügige Parkanlagen und eine ruhige Atmosphäre. In unmittelbarer Nähe zum Benediktiner Stift Kremsmünster gelegen ist Bad Hall eine von 16 katholischen Pfarrgemeinden der Pfarre Tassilo-Kremsmünster.
Im Zentrum von Bad Hall steht die neugotische Stadtpfarrkirche zum Welterlöser. Als markantes Bauwerk des 19. Jahrhunderts, steht sie als offene Kirche für Einheimische und Gäste gleichermaßen zur Verfügung. Gerade in einem Kurort wie Bad Hall sind die Angebote für Gäste und Touristen von Bedeutung: Die Pfarrkirche ist tagsüber bewusst zugänglich – als Raum zum „Aufatmen“, wie sie oft beschrieben wird.
Seelsorglich setzt die Pfarrgemeinde auf ein lebendiges Miteinander: Für die ca. 3000 Katholiken starke Pfarrgemeinde trägt ein engagiertes Seelsorgeteam gemeinsam mit den Seelsorger*innen und dem Pfarrgemeinderat Verantwortung für das kirchliche Leben vor Ort. Die Altenseelsorge, Pilger und Innovationsschwerpunkte der hauptamtlichen Kolleg*innen bereichern die vielzähligen Angebote.
Besondere Schwerpunkte zeigen sich auch in vielfältigen Angeboten: Spirituelle Formate wie „Spiriwalks“, thematisch gestaltete Wege durch den Kurpark oder Bibel-Gesprächs Abende, kreativ gestaltete Wort-Gottes-Feiern und „Kinder-Kirche“ sprechen unterschiedliche Generationen an.
Außerdem engagieren sich die Ehrenamtlichen auch in enger Zusammenarbeit mit vielen Vereinen und besonders den Nachbargemeinden Adlwang, Pfarrkirchen und Rohr. Hier sind die Gemeinschaft, die Schöpfungsverantwortung, Mission und Caritas – Sozialkreis ein verbindendes Anliegen.
So verbindet die Pfarrgemeinde Bad Hall auf besondere Weise das, was diesen Ort insgesamt prägt: Heilung für Körper und Seele, Gemeinschaft über Generationen hinweg – und einen Glauben, der Menschen Raum gibt, zur Ruhe zu kommen und neue Orientierung zu finden.
Heilige Kirche Bad Hall
In unserer Kirche stehen neben Aposteln und anderen Heiligen auch einige Frauenfiguren,
Heilige Frauen, Märtyrerinnen sie lebten im 3. Jhd. n. Chr.
Wir möchten sie heute ganz besonders betrachten.
Am Seitenaltar, dem sogenannten Marienaltar, sehen wir rechts von Maria Imakulata oder wie
man früher sagte, der Mondsichelmadonna, die Heilige Barbara von Nikomedia.
Barbara bedeutet die Fremde.
Der Legende nach wurde sie von ihrem Vater in einem Turm gesperrt. Sie war eine bekennende
Christin und so ließ sie ein drittes Fenster in den Turm schlagen als Zeichen der Dreifaltigkeit
Gottes. Sie ließ sich nie von ihrem Glauben abbringen. Als ihr Vater das hörte wollte er sie töten
lassen. Auf der Flucht öffnete sich eine Felsspalte vor ihr und sie konnte sich darin verstecken.
Daher ist sie heute die Patronin der Bergleute. Sie wurde aber verraten und zur Hinrichtung
geführt dabei verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid der am Tag ihrer Enthauptung zu blühen
begann, darum stellen wir an ihrem Gedenktag, den 4. Dezember Kirschzweige in eine Vase, die
zu Weihnachten erblühen.
Links der Gottesmutter steht die Heilige Katharina von Alexandria, sie war die Tochter eines
Heidnischen Königs. Auch sie bekannte sich zum Christlichen Glauben, auch sie weihte ihr
Leben Gott. Katharina wurde vor den Kaiser geführt, der sie zum Tode verurteilt hatte. Katharina
verwickelte den Kaiser in eine Glaubens Diskussion. 50 Gelehrte und Philosophen wurden
dazugeholt doch die Überzeugungskraft und Argumentation von Katharina war so stark, dass sie
alle zum christlichen Glauben bekehrte. Selbst die Kaiserin war so zum Christentum gekommen.
Katharina wird mit einem Rad dargestellt, denn sie sollte mit eisernen, mit Nägeln besetzten
rädern getötet werden, diese zerbrachen aber und so wurde auch sie enthauptet.
Ihre Reliquien wurden am Sinai gefunden, dort wo heute das Katharinenkloster steht.
Am Hochaltar steht neben Christus dem Welterlöser die Heilige Margareth aus Antiochien
unsere Pfarrpatronin.
Sie sollte einen heidnischen Statthalter heiraten. Doch auch sie ließ nicht vom Christentum ab.
Sie blieb standhaft trotz Folter.
Eines Nachts erschien ihr im Gefängnis ein Drache, der sie verschlingen wollte. Sie schlug ein
Kreuzzeichen und begann zu beten, worauf der Drache sich niederlegte und wieder verschwand.
An ihrem Gedenktag, den 20. Juli 1862 wurde der Grundstein für unsere Kirche gelegt.
Auch sie gehört wie die Heilige Barbara und die Heilige Katharina zu den 14 Nothelfern.
