Konkret handelt es sich bei der Maiandacht um einen Wortgottesdienst zu Ehren Marias, der sich durch bestimmte Abläufe und Gestaltungsmöglichkeiten auszeichnet. Und wie der Name schon sagt: Eine Maiandacht findet traditionellerweise im Mai statt. Denn der Monat Mai ist – ebenso wie der Oktober – der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet. Aus diesem Grund ist in der katholischen Kirche beim Mai vom „Marienmonat“ die Rede.
Maria gilt als Fürsprecherin. In Maiandachten bringen Gläubige ihre Bitten an Maria vor. Menschen in Not wenden sich an sie als „Trösterin der Betrübten“ und „Vorbild in schweren Zeiten“ sowie als „Heil der Kranken“ und „Hilfe der Christen“. Zugleich wird Maria als „schönste aller Frauen“, als Jungfrau, Mutter Gottes und Himmelskönigin verehrt.