Ehrung von Friedrich Donninger
Laudatio
13. April 1963 – was geschah an diesem Tag in Utzenaich, das es wert ist, am heutigen Hochfest der kath. Kirche, erwähnt zu werden.
Der Historiker kann folgendes dazu mitteilen:
Die Pfarrbevölkerung versammelte sich in der Kirche und feierte mit Pfarrer Dr. Johannes Marböck in der Osternacht die Auferstehungsfeier. Ein 14-jähriger Bursche tritt erstmals als Lektor vor die Gläubigenschar, um Texte aus der Bibel vorzulesen – sein Name war Fritz Donninger.
Lieber Fritz!
Diese Tätigkeit übst Du seit diesem Tag an vielen Sonn- und Feiertagen seit nunmehr 50 Jahren aus. In dieser langen Epoche hat sich in der Pfarre Utzenaich viel verändert, ein Fixpunkt bei der Feier der Hl. Messe war und ist der Lektor Fritz Donninger.
Du hättest in diesen Jahren viele verständliche Gründe gehabt, dieses Ehrenamt zu beenden. Ich denke hier an Deinen Arbeitsunfall und den damit verbundenen Berufswechsel, den Aufbau und die Sicherung der Existenz für Deine Familie, die Erziehung der Kinder, Dein Engagement in der Kommunalpolitik und bei verschiedenen Vereinen.
Aber genau das Gegenteil war der Fall. Wenn es in der Pfarre Personen bedurfte für besondere Aufgaben, auf DICH konnte man sich verlassen. Mir fällt beispielsweise ein die Übernahme des Amtes als Kommunionspender, als Wortgottesdienstleiter, als Obmann des Pfarrgemeinderates, als Moderator beim Pfarrfasching oder als Fotograf bei diversen Feierlichkeiten.
Du hast den Grundgedanken des II. Vatikanischen Konzils, -„Das gemeinsame Priestertum des Volkes Gottes“- welches zu dieser Zeit in Rom stattfand, von der ersten Minute an in Deinem Glaubensleben umgesetzt.
Im Namen der Pfarrleitung und der Pfarrbevölkerung, aber auch als Dein Pfarrer und Freund sage ich Dir heute DANKE für diese 50 Jahre, die Du der Pfarre Utzenaich geschenkt hast.
Utzenaich, 30. März 2013