Gebt ihr ihnen zu essen
Gedanken zum Evangelium des 18. Sonntags
Wir sehen eine eigenartige Darstellung der Brotvermehrung. Jesus in der Mitte ist die alles überragende Gestalt. Am Boden sitzen dicht beisammen die hungernden Menschen. Zwischen ihnen und Jesus vermitteln zwei Diakone. Woher nimmt Jesus die Brote, die er verteilt? Das Bild sucht eine Antwort auf diese Frage. Jesus holt die Brote nicht von irgendwem. - Er greift in die eigene Substanz und gibt – sich selbst.
Ob es sein Wort ist oder die Bereitschaft zuzuhören, ob er sich einsetzt oder für jemand leidet, er steht hinter allem und zu allem in seiner ganzen Person:
Er denkt nicht an sich. Er ist da für die anderen. Er behält nichts für sich, Er teilt es mit allen. Wie am Kreuz mit ausgebreiteten Armen gibt er sein Leben. „Ich bin das lebendige Brot. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Lebern der Welt.“
(Theo Schmidkonz SJ)
