Sternenkinder
Leider ist der frühe Verlust eines Kindes immer noch ein großes Tabuthema. Die betroffenen Mütter/Väter sprechen kaum darüber und leiden im Stillen, da eine Früh-oder Totgeburt oft auch mit Schuldgefühlen verbunden ist. „Hätte ich nicht Tennis spielen/Joggen/…sollen?“, „Hätte ich das kleine Gläschen Sekt/…zum Geburtstag nicht trinken dürfen?“ und bei Schwangerschaften, die nicht geplant waren ev. auch „Habe ich mich zu wenig auf das Kind gefreut?“
Dabei sind in Österreich viel mehr Frauen betroffen, als man meint. Eine offizielle Statistik gibt es nur für jene Kinder, welche nach der 24. SSW versterben. Schätzungen zufolge endet aber jede 7te erkannte Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt.
Um diesem Thema mehr Beachtung zu schenken und um den Betroffenen, einen Platz zu schaffen, wo den Kindern gedacht werden kann, wurde bereits vor einiger Zeit in der Kirche ein Platz für die Familien der Sternenkinder gestaltet. Hier kann eine Kerze unter dem Regenbogen entzündet oder ein Stern mit dem Namen des Kindes im Regenbogen platziert werden und auch ein Buch mit leeren Seiten liegt auf, für all jene, die ihre Gefühle auch in Worte fassen möchten.
Im Zuge der Errichtung des Generationenparks in Schwertberg 2024 wurde nun auch im Park eine Gedenkstätte geschaffen.
Beide Orte sollen ein Platz sein, wo alle Emotionen, die im Zuge dieser schmerzhaften Erfahrung aufkommen sein dürfen, denn jeder trauert anders. Gefühle wie Trauer und Schmerz aber auch Wut und Verzweiflung. Es soll aber auch ein Ort sein zum Erinnern und Kraftholen und vielleicht auch für den Austausch mit anderen Betroffenen.

Gedenkplatz für Sternenkinder in der Pfarrkirche Schwertberg