Baubericht
Was ist geschehen:
Die Aufbahrungshalle wurde völlig neu gestaltet.
Der vorher dahinschlummernde hintere Bereich wurde links zur Gedenkstätte für die Verstorbenen und rechts zur Dankesstätte für unsere Täuflinge mit der Hl. Anna.
Die Ölberggruppe wanderte in die Evangelistenkapelle, die nun einen Blickfang darstellt.
Der Hl. Ägidius, der Namenspatron unserer Kirche wurde vom Dachboden geholt und restauriert. Er hält nun in der früheren Annakapelle – jetzt Ägidiuskapelle – seine schützende Hand über uns.

Im Nebenraum wurde eine kleine Spielecke für die Kinder eingerichtet.
Die Orgel und der Kirchenchor sind wieder auf die Empore gezogen. So können die Sänger wesentlich besser am Gottesdienst teilnehmen. Von der verbesserten Akustik konnten wir uns bereits überzeugen.
Sämtliche Bänke wurden vollständig abgebaut, angeschliffen, gestrichen und wieder montiert. Die Kirche wurde vollständig ausgemalt.
Auch ist es viel heller geworden. Die gesamte Beleuchtung wurde erneuert.
Was gleich ins Auge sticht: Das Presbyterium erstrahlt in neuem Glanz. Die Restauratoren haben die Ursprungsfarbe aus der Gründerzeit gesucht und in 10-wöchiger Kleinarbeit wieder aufgetragen. So sah unsere Kirche bei der Eröffnung im Jahre 1556 fablich aus.
Große schadhafte Flächen des Putzes wurden abgestemmt und erneuert. Sämtliche Kabel, die seit dem Umbau 1968 nur auf die Mauer genagelt waren, sowie alle neuen Elektroleitungen wurden unter das Mauerwerk gelegt.
Da wir den schönen Natursteinboden nicht aufreißen wollten, haben wir alle Leitungen über das Gewölbe verlegt. Das heißt, jede Leitung bis zu 10m in der Steinmauer hinaufstemmen und durch das Gewölbe in den Dachraum bohren. Dabei wurden auch mehrere Steinsäulen durchbohrt.
Von der Ägidiuskapelle bis zum Zählerkasten in der Sakristei haben wir eine Kabellänge von über 43m. Vier Personen zogen und schoben an einem Kabel, die gegenseitige Verständigung erfolgte über das Handy.
Bohrer mit eine Länge bis 1,50 m waren unser tägliches Werkzeug.
Ich habe es geschafft, einige Kabel abzubohren. So musste der Altar (4 Tonnen) angehoben und der Sockel gekippt werden, damit die Leitungen wieder repariert werden konnten.
Ich habe es mit meiner rohen Gewalt auch geschafft, einen Meterbohrer abzureißen.
Bisher wurden schon 1.946 freiwillige Arbeitsstunden geleistet für die ich mich bereits jetzt bei allen Helfern und denen die uns zum Mittagessen eingeladen haben sehr herzlich bedanke. Dazu gibt es aber eine eigene Dankesfeier.
Erstaunt und erfreut war ich sehr, als Kardinal Schönborn unsere Baustelle besuchte.
Die Ideen über die Art und Weise dieser Umgestaltung kamen nicht nur von uns. Zwei Künstler Sarah Decristoforo und Thomas Kluckner haben sich um die Neugestaltung unserer Kirche angenommen und uns sehr bei der Umsetzung ihres künstlerischen Projektes unterstützt.
Sie sind heute unter uns. Ich bitte die beiden freischaffenden Künstler heraus zu kommen.

Liebe Sarah, lieber Thomas!
Wir danken Euch sehr herzlich für Eure Ideen und die Begleitung dieses gelungenen Projektes.
Ihr habt die Anfertigung der Kunstgegenstände selber in Auftrag gegeben und mit eigene Händen montiert. Ihr seid nicht nur Künstler sondern auch sehr geschickte Handwerker.
Wir sind aber noch nicht ganz am Ende der Renovierung:
Was fehlt noch:
Die wärmenden Bankauflagen fehlen.
Die Außentüren der Nebeneingänge werden noch erneuert.
Die dringend notwendige Absturzsicherung auf der Empore ist auch zu machen.
Was fehlt weiters noch: einiges an Geld
Trotz der Zuschüsse von Diözese und Denkmalamt bleibt für die Pfarre ein ziemlich
großer Brocken zur Bezahlung übrig, und werden in nächster Zeit nochmals eine Sammelaktion durchführen.
Wir ersuchen euch jetzt schon um Eure großzügige Unterstützung für dieses gelungene Projekt.
Wir haben schon so viel geschafft, wir werden auch - mit Eurer Unterstützung – die finanzielle Hürde noch meistern.
Danke!
Spenden Konto der Pfarre Schenkenfelden
AT24 3427 7000 0221 1506
Raiffeisenbank Schenkenfelden
Verwendungszweck: Spende Kirchenrenovierung