Gesprächsabend mit Zeitzeugen
Bau der Fatimakapelle und Entwicklung der Wallfahrt -
Gesprächsabend mit Zeitzeugen
Am Donnerstag, den 17. September 2026 fand im Pfarrsaal ein Gesprächsabend mit Zeitzeugen zum Bau der Fatimakapelle und die Entwicklung der Wallfahrt statt.
Als Zeitzeugen waren eingeladen:
Josef Bachmair, damals Mesnerkind, später über 50 Jahre selbst Mesner
Rudolf Fuchs, damals Kind des Baupoliers, später Volksschuldirektor der VS Schardenberg
Karl Bachmair, damals Mesnerkind, später Vizebürgermeister und Buchautor
Matthias Huber, damals Kind des Tischlers der Kirchenbänke und direkter Nachbar, seit vielen Jahren Heimatforscher der Marktgemeinde Schardenberg
Andrea Kasbauer und Lukas Hofmann leiteten die Gesprächsrunde.
Zu Beginn stellte Andrea die Personen vor und Lukas gab den Überblick über die wichtigsten Geschichtsdaten unserer Fatimakapelle.
„Heute wird nicht der Text des aufgelegten „Fatimaführers“ vorgelesen werden, sondern die Zeilen daraus - sollen mit den Zeitzeugen lebendig gemacht werden.“
Zum Einstieg wurde die Situation der damaligen Zeit angesprochen. Es war die Vorzeit des beginnenden 2. Weltkrieges. Es wurden dramatische Einblicke in das Leben der Menschen vor Ort und die Schwierigkeiten der Katholischen Kirche mit der politischen Situation dieser Zeit gegeben.
Der Alltag des Krieges war in den Familien und auch in der Pfarrgemeinde überall spürbar. Geschichten von den einzelnen Personen, die zum Bau der Fatimakapelle beigetragen haben, wurden erzählt: Vom damaligen Pfarrer Michael Mayr, der Ortsverbot für Schardenberg bekam; Kooperator P. Berthold Haberfellner, der aus dem Kloster Hamberg kam und in dieser Zeit die priesterliche Vertretung inne hatte, die Männer, die erst im Geheimen das Gelöbnis für den Bau der Fatimakapelle abgelegt hatten: Alois Doppermann, Josef Knonbauer, Johann Knonbauer.
Auch an die damalige Pfarrersköchin, Fr. Anna Steindl, konnte man sich noch gut erinnern. Schließlich der Bau mit allen Mühen und Sorgen, der benötigten Geldsumme, die großzügigen Schenkungen von Baugrund, geleisteter Robotarbeit, intensiven Gebeten und die Schenkung der Mutter Gottes Statue durch den Bischof von Fatima war Teil der Erzählungen. Schlussendlich auch die Entwicklung der Wallfahrt, wo immer mehr Menschen nach Schardenberg zu diesem Gnadenort pilgerten.
So viele Erinnerungen dieser 4 Personen machten den Abend so lebendig. Geschichtliches, Tragisches, Denkwürdiges, Ehrenwertes, Lobenswertes, Lustiges und Humorvolles belebten den Abend in den unterschiedlichsten Erzählungen. Alle Besucher bedankten sich für diesen informativen, emotionalen und gelungenen Abend.
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