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Pfarrgemeinde St. Florian am Inn
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So. 16.08.26

Abschied- und Dankesworte Michael Brandstätter

Pfarrgemeindeseelsorger für St. Florian am Inn

Liebe Pfarrgemeinde!
 

Das dritte Kapitel von Kohelet beginnt mit den Worten: Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit. Und weiters steht: eine Zeit zu umarmen und eine Zeit die Umarmung zu lösen. Eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen.

 

Im Laufe eines Lebens gibt es viele Zeiten. Auch mein Leben hat in den vergangenen 45 Jahren schon verschiedenste Zeiten gesehen und demnächst beginnt in meinem Berufs- und Familienleben wieder eine neue Zeit.

 

Mit Ende Juli beendete ich meinen Dienst als hauptamtlicher Pfarrgemeindeseelsorger in der Stadt Schärding und St. Florian.

Die Elternkarenz und eine Zeit des Urlaubes unterbrechen meine Erwerbstätigkeit.

 

Auf diesem Weg möchte ich mich bedanken für jeden Vertrauensvorschuss, jedes wertschätzende Wort, jede freundliche Geste und jede ehrliche konstruktive Kritik, jedes gute Wort für die Arbeit und Aufgaben in der Pfarrgemeinde untereinander. Ob das, wofür sich einige Menschen engagieren, ankommt und wirkt, hängt stark davon ab wie wir anderen darüber untereinander reden. Danke für die Nachsicht mit den Ecken und Kanten meiner Person und manchen „Schniatzer“ den ich mir geleistet habe.

 

Eine Zeit des Loslassens, des sich Lösens und auch Wegwerfens, oder besser gesagt Verwerfens mancher noch unausgereifter Idee, die herumliegt. Bruchstückhaft ist und bleibt unser Leben.

Ich gehe mit einem fröhlichen und einem weinenden Auge. Wie einer meiner Lieblingsmusiker in einem Lied singt: „Wo meine Liebe hinfällt, bleibt sie gerne liegen, war immer schwierig sie da wieder weg zu kriegen.“ So scheint es mir auch diesmal zu gehen. Aufzubrechen und Liebgewonnenes zurückzulassen, ist eine Herausforderung der wir uns im Leben immer wieder stellen müssen. Wo dies gelingt, bricht Segen hervor, wird Lebendigkeit neu erfahrbar. Auf die intensive Zeit mit meiner Familie freue ich mich.

 

Der Pfarrgemeinde und damit den Florianer*innen wünsche ich,

das Bemühen um den Zusammenhalt und die Verbundenheit untereinander, den wachen Blick und die gemeinsame Sorge für eine lebenswerte Erde, ein Herz für den unmittelbar nächsten Menschen im Sinne der Nächstenliebe, Freude an den vielfältigen Aufgaben, die das Leben bereithält und stets einen Anker im Glauben, wenn stürmische und schwierige Zeiten kommen.

 

Als Pfarrgemeindeseelsorger verabschiede ich mich, als Christ, Mitmensch und Schärdinger mit einer beruflichen Geschichte hier und demnach sehr vielen Erlebnissen und Erfahrungen werden mich manche wieder sehen.

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