Juli 2023

Blumenwiese
Die gute, alte Blumenwiese. Derzeit in aller Munde – Gott sei Dank. Symbol für große Pflanzenvielfalt. Angebot für unzählige Insekten. Augenweide und Wohlfühl-Faktor. Urlaubsgefühl.
Aber nun zu den Fakten.
Viele teilweise hochspezialisierte Insektenarten nutzen die Pflanzenarten der Blumenwiesen zur Nektarsuche. Darunter sind viele stark gefährdete Schmetterlings- und Hautflügler-Arten. Da nach dem Heuschnitt sämtliche Blüten plötzlich entfernt werden, profitieren solche Blütenbesucher davon, wenn eine Blumenwiese in mehreren Abschnitten gemäht wird.
Vor Einführung der Stickstoffdüngung in der Landwirtschaft wurde eine Wiese ein bis zweimal im Jahr zur Heugewinnung gemäht. Die in einer Wiese vorkommenden Pflanzenarten haben sich darauf über Jahrtausende (seit der Bronzezeit!) angepasst.
Kennen Sie die?
weiß blühend: Wiesenmargerite, Wiesen-Labkraut, Wilde Möhre, Wiesen-Kerbel
gelb blühend: Gewöhnlicher Hornklee, Wiesen-Platterbse, Scharfer Hahnenfuß, Wiesen-Pippau, Wiesen-Pastinak, Echte Schlüsselblume, Wiesen-Bocksbart, Gewöhnlicher Löwenzahn
blau, rot und violett blühend: Wiesen-Klee, Wiesen-Storchschnabel, Wiesen-Glockenblume, Acker-Witwenblume, Wiesen-Flockenblume, Wiesensalbei, Gamander-Ehrenpreis
grünlich blühend: Spitzlappiger Frauenmantel, Spitzwegerich, Wiesen-Sauerampfer
Jetzt noch zum Foto: Leider nicht auf einer Blumenwiese aufgenommen, sondern … ähhh … in einer Blumenvase …
Der Text ist ausschnittsweise entnommen von Blumenwiese – Wikipedia