Tag 52
Die Stadt Steyr war im Spätmittelalter der wichtigste Umschlagplatz für Eisen. Mit langgestreckten Häusern, in denen Eisen und Waren aller Art deponiert wurden. Vor kurzem hat Steyr einen Umschlagplatz der besonderen Art dazubekommen. Das ehemalige Stift Gleink ist nach wechselhafter Geschichte als Kunst- und Mobiliendepot der Diözese Linz adaptiert worden. Hier werden Kunstgegenstände und Möbel aufbewahrt, die in unserer Diözese nicht mehr gebraucht und aus Platzmangel nicht in den Pfarren aufbewahrt werden können. Andererseits können Pfarren, die z.B. eine bestimmte Heiligenfigur oder passende Kerzenleuchter suchen, hier fündig werden. Das Depot versteht sich als Drehscheibe für Pfarren, damit Kunstgegenstände möglichst bald wieder „verwendet“ werden. Im Rahmen des Dekanatsausfluges konnten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende unseres Dekanates die vielfältige Sammlung an Kunstgegenständen bestaunen, Kuriositäten inklusive. Die Pfarre Offenhausen nutzte diese Gelegenheit, um den nicht mehr benötigten Tabernakel der Seitenkapelle der Leiterin des Kunstdepots, Frau Ulrike Parzmair-Pfau, zu übergeben. Eingepackt in weichen Tüchern, damit er auf der Fahrt mit dem Bus nicht beschädigt wird. Der Tabernakel im Hochaltar bleibt selbstverständlich in Verwendung. Dass unsere Pfarrkirche zwei Tabernakel hatte, war eigentlich gegen die liturgischen Vorgaben. Wieder mal was dazugelernt ;-)))))