Tag 29
Das hat sich wohl der heilige Nepomuk heute gedacht, hoch oben über den Kirchenbänken.
Alles ein Traum? Ein Albtraum?
Was sind das bloß für seltsame Kirchenbesucher? Ganz unfeierlich stecken sie ihre Köpfe unter die Bänke und holen allerlei Schrauben, Haken und Plättchen hervor.
Dann atmet Nepomuk auf: Jetzt endlich knien sie sich nieder zum Beten.
Aber weit gefehlt: Die Männer werfen sich auf den Boden und schrauben dort weiter. Andere tragen Bänke weg und berauben sie von jeglichem Metall. Zuletzt hebeln sie mit lautem Krachen hebeln die Bodenbretter aus.
Gott sei Dank bin ich ein Brückenheiliger geworden und kein Bodenbrett, denkt Nepomuk erleichtert. Hier heroben kann mir nichts passieren.
Ein herzliches Danke allen, die heute geschuftet haben auf der Kirchenbaustelle.