Sensationsfund im Pfarrstüberl Linz - St. Antonius
Dass die seit ca. 6 Monaten andauernden Renovierungsarbeiten im Pfarrstüberl von St. Antonius neben Experten aus den Gebieten Trockenbau, Fliesenlegen und Installation auch für Kunsthistoriker und Soziologen relevant sein würden hätte wohl niemand gedacht.
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Passiert ist das kleine "Kunstwunder" zwischen den Weihnachtsfeiertagen als Pfarrangehörige einen der letzten Arbeitsabschnitte der Stüberlrenovierung in Angriff nahmen und den Inhalt des Lagerraums des Gastro-Teams übersiedelten. |
Dabei wurden viele Kisten und Taschen geöffnet, die in diesem Jahrhundert noch kein Sonnenlicht gesehen haben.
Die Überraschung war groß, als eine dieser Taschen einen unerwarteten Kunstfund offenbarte. Es handelt sich dabei um fünf bis zehn Handzeichnungen von einem oder vielleicht auch zwei - bisher noch nicht identifizierten - Künstlern.
| Die Fachwelt ist noch nicht einig wie die abgebildeten Szenen zu interpretieren sind. Ein streng religiöser Kontext gilt unter den Experten aber als eher unwahrscheinlich. | ![]() |
Eine vorläufige Datierung der Kunstwerke geht in Richtung des vorletzten Jahrzehnts des zweiten Jahrtausends nach Christus - also in den ersten Jahren der Amtszeit von Papst Johannes Paul II.
Diese von Laien gemachte Datierung stützt sich auf eine Jahreszahl, die auf einer der Zeichnungen gefunden wurde. Ob diese Datierung durch eine Radio-Karbon Analyse präzisiert werden kann gilt es noch zu entscheiden.
Begeistert sind die Historiker jedenfalls vom Erhaltungszustand der Kunstwerke. Dieser ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass die Bilder in einem "echten Plastiksackerl" aufbewahrt worden sind. Leider ist das Plastiksackerl derzeit nicht auffindbar was weitere Untersuchungen Richtung fortschrittlicher Konservierungstechniken verhindert.
Für das gerade in Gründung befindliche Seelsorgeteam von St. Antonius bedeutet diese unerwartete Entdeckung jedenfalls eine Menge Arbeit.
In bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen wird man in enger Einbeziehung der Pfarrmitglieder versuchen, die vielen offenen Fragen rund um die Kunstwerke zu klären.
Eine der brennendsten dieser Fragen ist wohl den oder die Künstler der Zeichnungen zu identifizieren.
Seitens des Pfarrbüros bittet man auch um Verständnis dafür, dass nicht jede Anfrage zu den Kunstwerken individuell beantwortet werden kann und verweist für diesbezügliche Fragen auf die offizielle Berichterstattung über die Homepage.
Zum aktuellen Zeitpunkt können nur wenige unscharfe Bilder die unmittelbar bei der Auffindung vom Bergungsteam gemacht wurden publiziert werden.
Wir hoffen, Sie bald mit Bildern zu jedem einzelnen der Kunstwerke und zusätzlichen Hintergrundinformationen über diesen Sensationsfund versorgen zu können.
Im Sinne der redaktionellen Sorgfalt erlauben wir uns den Hinweis, dass dieser Artikel im Kontext zur Faschingszeit zu sehen ist.

