Die heurige Wanderung des Männerstammtisches hat bei durchwegs gutem Wetter in Bad Leonfelden zum Sternstein und Pilzstein geführt. Diese beiden Bergrücken mit knapp über 1000 Höhenmeter liegen in einer der ältesten geologischen Formation Europas, dem Böhmischen Massiv, das vor rund 300 Mio Jahren im Erdaltertum entstanden ist. Ein besonderes Phänomen in diesem alten Gebirgszug sind die an etlichen Stellen anzutreffenden „Wollsackbildungen und Blockhalden“. Es sind dies durch Erosion und Frostverwitterung insbesondere im Gipfelbereichen freigelegte, tonnenschwere Granit- und Gneis-Gesteinsblöcke, die völlig unregelmäßig wie Kissen, Matrazen und Wollsäcke über/unter- oder nebeneinander lagern. Aufgrund ihrer Form und Aussehen wurden einige dieser Gesteinsblöcke im Volksmund mit Namen wie „ Pilzstein“, „Teufelsbett“ oder „Christophorusstein“ versehen. Das verwitterte, kristalline Gestein ist wiederum die Basis für die Bildung der sauren und nährstoffarmen (aber Heidelbeer-reichen!) Böden im Mühl- und Waldviertel.
Im Gasthof Waldschenke ist dieser schöne Wandertag bei sehr gutem Essen ausgeklungen.
Text: Bernhard Springer