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Pfarrgemeinde Linz-Guter Hirte
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Baugeschichte

Vom Provisorium zum Pfarrzentrum

Die Pfarrkirche Guter Hirten markiert den Übergang von der Notlösung der Nachkriegszeit zur dauerhaften Verankerung der Pfarre im modernen Stadtteil Neue Heimat. Nach fast drei Jahrzehnten intensiven Gemeindelebens in der schlichten Barackenkirche drängten die baulichen Mängel des Provisoriums zum Neubau eines zeitgemäßen Seelsorgezentrums.

 

Den Architekten Gottfried Nobl und Othmar Kainz wurde die Aufgabe gestellt, unter dem Titel „Projekt Begegnung“ eine funktionelle Pfarranlage zu planen, die auf mehrfache Weise genutzt werden kann (für Gottesdienste, Veranstaltungen, Feste ...). 
Gleichzeitig sollten Kunst und Architektur dazu beitragen, die Verbindung zwischen den Menschen und Gott zu vertiefen. So standen von Anfang an die Lebendigkeit der Gottesdienste, Freude, Menschlichkeit und die Möglichkeit zu herzlichem Miteinander im Mittelpunkt des Bauvorhabens.

 


Die Grundsteinlegung im Jahr 1976, die bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein stattfand, blieb dem damaligen Pfarrgemeinderatsmitglied Franz Stoiber in guter Erinnerung:


„Dieses herrliche Wetter spiegelte unser aller Enthusiasmus und Freude nach den Jahren in der Barackenkirche wider: ,Wir bekommen eine neue, gemauerte Kirche, einen Pfarrhof mit Bad und WC, Pfarrheim mit Pfarrsaal und verschiedenen Räumen und alles mit Zentralheizung und auch noch einen Sportplatz.' Was für eine Veränderung und vor allem Verbesserung!“

 


Die Bauarbeiten, die vom damaligen Kaplan Alois Palmetshofer mit großem Engagement und Einsatz koordiniert wurden, schritten rasch voran. Bereits kurz vor Weihnachten 1976 konnte die Dachgleiche gefeiert werden.


Hans Arnoldner erinnert sich gern an diese Zeit zurück:


„Die Stimmung war überaus positiv, und alle haben mitgeholfen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Wir haben gewerkt und gegraben, um die Kosten für die neue Kirche zu senken. Das hat die Pfarrgemeinde zusammengeschweißt.“


Am 5. September 1977 begann schließlich der Abbau der Barackenkirche. Wenige Tage später wurde der erste Gottesdienst im Rohbau gefeiert.

 


Die Verbundenheit der Menschen mit der neuen Kirche zeigte ein Jahr später auch die Hochzeit von Christl und Herbert Karl – beide engagierte Kirchenmitglieder –, die noch vor der offiziellen Kirchweihe stattfand: 


„An unserem Hochzeitstag war in und um die Kirche noch gar nicht alles fertig. Der Altar war ein Provisorium, ebenso der Ambo, und auch die Grünanlagen waren noch nicht angelegt, aber für uns war immer selbstverständlich, dass unsere Hochzeit in der neuen Kirche stattfindet.“


Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Kirche am 15. Oktober 1978 durch Diözesanbischof DDr. Franz Zauner dem Guten Hirten geweiht. Der Weihe ging ein viertägiges Fest für Jung und Alt voraus, das die neuen Räume mit Leben erfüllte.

 

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