Willi Derflinger, Sprecher des Friedhofskonzeptteams, eröffnete die Feier mit bewegenden Worten zum neuen Konzept. Er betonte, dass dieser Ort eine Stätte der Erinnerung für die Verstorbenen und für alle Trauernden sei. Im Schatten der Linde und unter dem Zeichen des Bronzekreuzes, das von der Hoffnung auf Auferstehung erzählt, können hier sowohl die Verstorbenen als auch die Trauernden zur Ruhe kommen.
Die liturgische Leitung übernahm Harald Ehrl, musikalisch begleitet vom Ebelsberger Bläserquartett. In der Andacht wurde Gott für das Geschenk des Lebens gedankt, um Trost gebeten und der Ort unter seinen Segen gestellt.
Die Gedanken zum Evangelium „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“ verglich Pastoralassistentin Christine Ede den Lebenszyklus der Blätter mit unserem eigenen Leben. Der Blättergarten – ein Ort, an dem sich Trauer und Hoffnung begegnen – trägt seinen Namen nicht zufällig. Sie formulierte: „Geboren werden, wachsen, loslassen, sterben – und in Gottes Hand geborgen sein.“ Ihre Worte schlossen mit dem Gedanken, dass unsere Verstorbenen weiterleben – in unserer Liebe, in Gott und in der Hoffnung auf das ewige Leben. Wir dürfen glauben, dass das Leben weitergeht – in der Gemeinschaft mit Gott.
Die Fürbitte, in der wir Gläubigen dazu aufgerufen wurden, wachsam und dankbar zu leben – im Wissen, dass unsere Zeit in Gottes Händen liegt – berührte die Herzen der Anwesenden tief.
Im Anschluss lud eine Agape zum gemeinsamen Austausch ein. Eine Führung zu den besonderen Orten des Friedhofs rundete den Abend ab und gab Einblick in die neue Friedhofsgestaltung.
Text: Monika AUER