Wie unsere Palmbuschen entstehen
Die Palmbuschen-„Werkstatt“ unserer Pfarre ist in Reith – zum Glück gibt es bei den Schmitzbergers ausreichend Platz und auch die Temperatur passt. Kühl genug, dass das Material nicht gleich welk wird und doch warm genug zum Arbeiten für Hermine Schmitzberger, Zäzilia Ramsebner und Maria Kreuzwieser.
Zuerst braucht es einmal Haselnussstecken, möglichst gerade und schwach fingerdick, 30, 40 cm lang. Dann sollte neben den obligaten Palmkatzerl noch verschiedenes Grün vorhanden sein: Eibe, Buchsbaum, Haselnuss, Stechpalme, Thuje/Segensbaum und Wacholder/Kranawetten stapeln sich in großen Mengen – schließlich werden ungefähr fünf- bis sechshundert Palmbuschen unter den Händen der drei Frauen hervorgehen! Oft ist es eine Herausforderung, ausreichend Material zusammen zu bekommen, erzählt Hermi. Besonders ein gesunder Buchsbaum ist inzwischen rar geworden.
Wenn alles in passende Stücke geschnitten und hergerichtet ist, geht es ans eigentliche Binden. Auf den passenden Stecken kommen ein paar Zweigerl von jeder Sorte, die Anschnitte werden mit grünem Krepp umwickelt, am Schluss bindet Zilli noch bunte Bändchen in die Spitzen, rot, gelb, weiß, grün und violett.
Die drei Frauen sind geschickte Palmbuschen-Binderinnen, sie machen es auch gerne und immer wieder „rennt auch der Schmäh“ zwischen ihnen. Sie sagen, sobald einmal alles da und passend zugeschnitten ist, geht es eh flott voran. Doch „flott“ ist relativ: Insgesamt gerechnet, kann man von einer Woche Arbeit – ehrenamtlich! – ausgehen, bis die vielen hundert Palmbuschen dann fixfertig für den Verkauf in den Kisten stehen.
Ein schöner Anblick!
Und ein großer Dienst, kommt doch der gesamte Erlös des Palmbuschenverkaufs der Pfarre zugute, herzlichen Dank dafür Hermi, Zilli und Maria!
Die Palmbuschen können am Samstag, den 9. April 2022, von 10.00 – 12.00 Uhr auf dem Kirchenplatz und am Sonntag, den 10. April 2022, ab 9 Uhr ebenfalls am Kirchenplatz und beim Altenheim erstanden werden.
(elza)