Wir sind eingeladen, Ostern zu feiern!
Liebe Mitmenschen!
Wir sind eingeladen, Ostern zu feiern! Heuer können wir das nicht miteinander in der Kirche tun. Für viele ist es eine gute Tradition geworden, am Palmsonntag zur Palmweihe zum Altenheim zu kommen, von einem Bläserensemble zur Kirche begleitet zu werden und dort Gottesdienst zu feiern.
Auch jetzt gilt Jesu Wort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)
Darauf dürfen wir auch vertrauen, wenn wir den Palmsonntag zuhause feiern. Das mag für manche von uns ungewohnt sein. Vielleicht können uns die Zeichen des Palmsonntags helfen – vor allem die Palmbuschen.
Überall treiben jetzt die Sträucher aus. Schneiden Sie ein paar Zweige ab und segnen Sie diese mit einem einfachen Gebet: „Gott, segne diese Zweige. Schütze uns und alle, die uns anvertraut sind.“
Wir alle dürfen segnen! Einander Gutes wünschen, gute Worte zusprechen, Mut machen – wenn wir das tun, werden wir zum Segen füreinander. Das brauchen wir in dieser Zeit so sehr!
Eine Mutter hat mir vor kurzem geschrieben, dass ihre Kinder schon ganz aufgeregt seien, weil sie dieses Mal zuhause „Gottesdienst“ feiern. In vielfältigen Formen dürfen wir das tun.
Manche sind alleine, andere beten gemeinsam, für andere sind die von Rundfunk und Fernsehen übertragenen Gottesdienste eine Hilfe. Anregungen für Feiern in der Familie mit Kindern für die Karwoche bis Ostern finden Sie hier auf den Seiten der Katholischen Jungschar. Zahlreiche Vorschläge für Feiermöglichkeiten hat das Liturgie-Referat der Diözese zusammengefasst. Hier finden Sie auch die Feierhefte für die Online-Gottesdienste mit Bischof Scheuer.
Immer wieder kommen Menschen für ein paar Minuten in die stille Kirche, manche zünden Kerzen an. Die Kirche ist tagsüber geöffnet!
Wir sind verbunden in dieser Zeit der Unsicherheit, Sorge und Angst. Gemeinsam erleben wir, wie verwundbar das Leben ist. Wenn wir jetzt in die Karwoche hineingehen, wird spürbar, dass wir selbst in die Erfahrungen der Kar- und Ostertage mit Leib und Seele hineingenommen sind.
Hoffnung und Mut – das wünsche ich uns allen!
Maria-Anna Grasböck
Pfarrassistentin