Die Heimat im Herbst neu entdeckt
Start war um 14:00 Uhr beim Stift Lambach. Von dort führte uns die Route zu fünf Stationen:
Friedhofskirche – Rund um das freistehende Kreuz am Lambacher Friedhof stimmten wir uns spirituell auf die Wanderung ein. PAss. Dr. Birgit Feldbauer-Durstmüller und Dipl.-Päd. Elisabeth Steinbichler hatten den 23. Psalm („der Herr ist mein Hirte“) vorbereitet, den wir in benediktinischer Mönchstradition abwechselnd beteten. Anschließend gedachten wir noch bei einem „Vaterunser“ allen Verstorbenen.
Flößerbildstock – Der Weg führte uns entlang der Traun durch herbstliche Wiesen und Wälder, bis wir schließlich mitten in Edt beim „Flößerbildstock“ angelangten, errichtet zum Gedenken an die in 1871 in der Traun ertrunkenen Flößer Pfarl und Aufischer.
Ühlingkapelle – Diese Kapelle, ebenfalls im Zentrum von Edt gelegen, bildet seit mehreren Jahren einen wesentlichen Bestandteil unseres Pfarrlebens. Stellvertretend für Siegfried Hufnagl, welcher die Kapelle 2019 erwarb und in über 200 Arbeitsstunden eigenhändig restaurierte, stellte uns Julian Schöffl, Mitarbeiter der Pfarre Lambach, die Geschichte hinter diesem Kulturschatz vor.
Riedlbauerbildstock – Der Rückweg führte uns beim Bauernhof der Familie Riedlbauer vorbei. Rosemarie Riedlbauer wünschte sich zu ihrem 60. Geburtstag von ihrem Ehemann Maximilian einen Bildstock, um ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Überraschung und Freude waren außerdem groß, als wir überdies mit selbstgebackenen Zimtschnecken und frisch gepresstem Apfelsaft versorgt wurden. Ein herzliches Vergelt’s Gott an dieser Stelle.
Chorkapelle – Den Abschluss dieser Herbstwanderung bildete die Chorkapelle im Stift Lambach. P. Severin Großerohde brachte den Wandernden die Geschichte der Kapelle sowie die mit dem Ort verbundene klösterliche Lebensweise näher. Begleitet wurde dies durch eine wunderschöne musikalische Untermalung von „Laetamur“ sowie einer kurzen Geschichte, vorgetragen von Elisabeth Steinbichler, die uns alle zu mehr Achtsamkeit in unserem oft so schnelllebigen Alltag anhielt.
Danke einerseits an alle, die vorbereitet, mitgebetet, mitgewandert und mitgeholfen haben. Unserer großer Dank gilt andererseits den Gemeinden Lambach und Edt, welche die Realisierung sowohl der ersten Kapellenwanderung im Mai als auch dieser Herbstwanderung durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung ermöglicht haben. So wird Geschichte lebendig und Gemeinschaft spürbar.