Am Anfang war das Wort
Jesus Christus - Gottes Wort an die Welt
Am Anfang, bevor die Welt geschaffen wurde, war das ewige Wort Gottes: Christus.
Von Ewigkeit her war er bei Gott, und er war in allem Gott gleich.
Durch ihn ist alles entstanden; nichts ist ohne ihn geworden.
Von ihm kam alles Leben, und sein Leben war das Licht für alle Menschen.
Darum schickte Gott einen Boten; sein Name war Johannes. Er sollte die Menschen auf das Licht hinweisen, damit alle an den glauben, der das Licht ist. Johannes selbst war nicht das Licht. Er sollte die Menschen nur auf das kommende Licht vorbereiten.
Joh 1,1-18 (Übersetzung Albert Kammermayer)
Jesus Christus - Gottes Wort an die Welt
Am Anfang, bevor die Welt geschaffen wurde, war das ewige Wort Gottes: Christus.
Von Ewigkeit her war er bei Gott, und er war in allem Gott gleich.
Durch ihn ist alles entstanden; nichts ist ohne ihn geworden.
Von ihm kam alles Leben, und sein Leben war das Licht für alle Menschen.
Er ist das Licht, das in der Finsternis leuchtet, doch die Finsternis wehrte sich gegen das Licht.
Darum schickte Gott einen Boten; sein Name war Johannes. Er sollte die Menschen auf das Licht hinweisen, damit alle an den glauben, der das Licht ist. Johannes selbst war nicht das Licht. Er sollte die Menschen nur auf das kommende Licht vorbereiten.
Christus ist das wahre Licht. Er kam in die Welt, um für alle Menschen das Licht zu bringen.
Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannten ihn die Menschen nicht.
Er kam in seine Welt, aber die Menschen nahmen ihn nicht auf.
Alle aber, die ihn aufnahmen und an ihn glaubten, machte er fähig, Kinder Gottes zu werden.
Kinder Gottes wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben bekamen sie allein von Gott.
Christus, das Wort Gottes, wurde Mensch, ein wirklicher Mensch von Fleisch und Blut, und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Macht erfahren und seinen Glanz erlebt, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In Christus sind Gottes vergebende Liebe und Treue zu uns gekommen.
Johannes wies immer wieder auf ihn hin. "Diesen habe ich gemeint," rief er, "wenn ich sagte: 'Es wird einer kommen, der viel bedeutender ist als ich. Denn er war schon da, bevor ich geboren wurde!'"
Aus seinem göttlichen Reichtum hat er uns immer und immer wieder beschenkt, er hat uns alle mit seiner grenzenlosen Liebe überschüttet.
Durch Mose gab uns Gott das Gesetz mit seinen Forderungen. Aber durch Jesus Christus schenkte er uns seine Vergebung und liebende Zuneigung.
Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in engster Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat uns gesagt und gezeigt, wer Gott ist.
Am Anfang war das Wort - Ein Prolog/Vorwort/Motto für das neue Jahr?
Um es wie unser Bundespräsident in der Neuhjahrsansprache zu sagen:
Wie wäre es, wenn wir den Prolog des Johannesevangeliums als Leitbild für das gerade begonnene Jahr verwenden?
Wie wäre es, wenn wir das ganze Jahr uns immer wieder bewusst machen:
Gott hat uns mit seinem Sohn, mit Jesus, die Liebe auf die Erde geschickt?
Und dieser Jesus bringt Licht in unser Leben?
Uns fällt es oft schwer das zu glauben.
Johannes der Evangelist hat das auch schon erkannt und schreibt daher von der Finsternis, die das Licht das durch Gott kommt, erstickt.
Die Finsternis, das sind die vielen Meldungen in den Nachrichten, die uns belasten und wenig aufbauend sind, das sind Kränkungen durch Mitmenschen, das ist mit dem was mich bedrückt und bewegt nicht ernst genommen zu werden, das ist Respektlosigkeit gegenüber meinem nächsten - die Finsternis in unserem Alltag verdrängt das Licht, die Freude, das Glück, die Leichtigkeit und Sorgenfreiheit und dämpft es ab.
Immer wieder schickt uns Gott einen Johannes, einen Menschen, der uns auf die Schönheit, auf das lebens- und liebenswerte in unserem Leben aufmerksam macht. Jemand der zuhören kann, der ein Stück meines Lebensweges weit mitgeht mit mir, der mir Aufmerksamkeit schenkt oder ein liebes Wort über hat.
Wie wäre es, wenn wir der Finsternis nicht so viel Raum geben und uns mehr an den lichten Momenten erfreuen? Wenn wir dem anderen gratulieren, wenn er etwas gut geschafft hat anstatt zu bemängeln, was nicht so optimal war?
Wie wäre es, wenn wir Licht für andere sind? Wenn wir unsere Herzen für Gott öffnen und dem Kind in der Krippe in unserem Leben einen guten Platz geben?
Manfred Huber