Pfarr- und Wallfahrtskirche "Unsere liebe Frau am Berg"
Das Südportal
Die meisten Besucher betreten die Kirche von Süden. Durch den Turm führt das prachtvolle Portal von 1519 aus rotem Salzburger Marmor. Die feine Gestaltung, die geschnitzte Mittelleiste mit einer Madonna sowie die kunstvoll beschlagenen Türen zeugen von hohem handwerklichen Können und großer Hingabe.
Fresken über dem Portal
Über dem Tor befinden sich Fresken eines unbekannten Meisters, die 1910, 1936 und 1962 restauriert wurden. Sie gehören vermutlich zur Donauschule und zeigen die Kreuztragung und die Kreuzigung Christi. Besonders bemerkenswert ist die äußerst seltene Darstellung eines „Zahnwehchristus“ im rechten Fresko.
Die Kreuzigungsgruppe im Vorraum
Im Vorraum begegnet man einer eindrucksvollen spätgotischen Kreuzigungsgruppe (um 1500). Sie wird dem Künstler des Marienaltares zugeschrieben. Besonders ausdrucksstark sind das Gesicht des Gekreuzigten und die Figur des hl. Johannes.
Der Hauptraum
Der Hauptraum ist eine zweischiffige Hallenkirche, die im Osten mit einem Doppelchor abschließt. In der Mitte steht eine auffällige achteckige Mittelsäule, die sich palmenartig nach oben verzweigt und das kunstvolle Sterngewölbe trägt. Sie markiert die Grenze zwischen dem massiven Westteil mit Orgelempore und dem helleren, schlankeren Chorraum. Im Ostchor stützen drei weitere Säulen das Gewölbe. Während die tragenden Rippen aus Dachsteinkalk bestehen, sind die übrigen dekorativ aus Sandstein gearbeitet.
Archäologische Funde
Bei Grabungsarbeiten unter dem Chor wurden die Fundamente der alten romanischen Ostwand entdeckt. Zudem kamen unter den Sitzbänken romanische Gräber mit Skeletten zum Vorschein. Auch die Säulen des Musikchors stehen auf Fundamenten des romanischen Vorgängerbaus.
Restaurierungen
Der gesamte Innenraum wurde 1966/67 und 2002 umfassend restauriert und entspricht heute weitgehend dem vermuteten Zustand von etwa 1510.