Sommer für die Seele
Mit dem Projekt „Sommer für die Seele – Kirchen im Salzkammergut“ öffnen auch die Pfarren Hallstatt und Obertraun ihre Kirchen als Orte der Ruhe, der Stille und der Begegnung mit Gott. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, dem Alltag für einen Moment zu entfliehen, innezuhalten und neue Kraft zu schöpfen.
Einen besonderen Akzent setzen die Stationen in Hallstatt und Obertraun durch den Schöpfungszyklus des Hallstätter Künstlers und emeritierten Pfarrers August Stögner. Seine Bilder ergänzen das diözesane Projekt „Sommer für die Seele“ auf einzigartige Weise und führen wie ein roter Faden durch mehrere Kirchen. Sie laden dazu ein, die biblische Schöpfungsgeschichte neu zu entdecken und mit dem eigenen Leben in Verbindung zu bringen. Meditationstexte, Gebete und biblische Impulse eröffnen dabei neue Zugänge zu Glaube, Schöpfung und persönlicher Spiritualität.
In der Michaelskirche Hallstatt steht das gotische Kreuzrippengewölbe im Mittelpunkt. Unter dem Leitgedanken „Nach oben streben“ führt das Bild des ersten Schöpfungstages – Es werde Licht – den Blick nach oben und erinnert daran, dass Gott Licht und Hoffnung in das Leben der Menschen bringt.

August Stögner, aus dem Schöpfungszyklus, "Adam und Eva", 2003.
Die Gruftkapelle Hallstatt lädt unter dem Leitgedanken „Der Erde so nahe“ dazu ein, über den Ursprung des Menschen nachzudenken. Das Bild von Adam und Eva erinnert daran, dass der Mensch von Gott aus der Erde genommen und zum Leben gerufen wurde. Tief unter der Pfarr- und Wallfahrtskirche Hallstatt wird so die Verbundenheit des Menschen mit der Schöpfung auf eindrucksvolle Weise erfahrbar.
Auf dem Kalvarienberg Hallstatt lädt der siebte Schöpfungstag unter dem Titel „Im Licht geborgen“ dazu ein, über Ruhe, Vollendung und die Hoffnung der Auferstehung nachzudenken. Der Sonntag als Tag der Auferstehung Jesu wird hier als Beginn der neuen Schöpfung sichtbar.
Ein besonderer Höhepunkt befindet sich auf über 2.200 Metern Seehöhe: Die Krippensteinkapelle trägt den Titel „Dem Himmel so nahe“. Vor der beeindruckenden Bergkulisse eröffnet das Bild des fünften Schöpfungstages mit den Vögeln des Himmels und den Fischen des Meeres einen weiten Blick auf Gottes Schöpfung. Die Stille der Berge und die Weite des Himmels laden dazu ein, Gottes Gegenwart neu zu erfahren.

August Stögner, aus dem Schöpfungsmythos, "Wassertiere und Vögel", 2003.
Auch die Benefiziumskirche Obertraun ist Teil des Projektes. Unter dem Leitgedanken „Stille genießen“ stehen die Bilder des dritten und vierten Schöpfungstages im Mittelpunkt. Erde, Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne erinnern daran, dass die ganze Schöpfung Gottes Größe widerspiegelt und der Mensch eingeladen ist, inmitten dieser Schöpfung zur Ruhe zu kommen und Gottes Gegenwart wahrzunehmen.
Alle Stationen sind frei zugänglich. In den Kirchen laden eigens gestaltete Meditationstafeln, Gebete und Folder dazu ein, die einzelnen Orte selbstständig zu entdecken. So entsteht ein spiritueller Weg durch Hallstatt und Obertraun, der Natur, Kunst, Architektur und Glauben auf besondere Weise miteinander verbindet.
Die Pfarren Hallstatt und Obertraun laden Einheimische ebenso wie Gäste herzlich ein, sich auf den Weg zu machen – zu Orten der Stille, des Gebetes und der Hoffnung!
Hier geht es zum WEB-AUFTRITT:
Sommer für die Seele - Kirchen im Salzkammergut