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Di. 07.07.26

Almmesse

Sattelalm 2026

Bei herrlichem Sommerwetter durften wir der Einladung der Familie Jeserznik folgen und auf der Sattelalm unsere Bergmesse feiern. Die Heilige Messe wurde im Gedenken an Agnes Höll, die langjährige Sennerin der Sattelalm (Mutter/Schwiegermutter und Großmutter der Gastgeber), gefeiert.

 

Für die stimmungsvolle musikalische Mitgestaltung sorgten die GiZiKoGla, die mit ihrer Musik wesentlich zur besonderen Atmosphäre der Almmesse beitrugen. 

 

In seiner Ansprache erinnerte Pfarrer Czurylo an gleich drei besondere Jubiläen und Gedenktage: 70 Jahre Heimkehrerkreuz am Plassen, 140 Jahre Alpenverein Sektion Hallstatt sowie den 130. Todestag von Friedrich Simony, dessen Wirken eng mit der Erforschung und Erschließung unserer Bergwelt verbunden ist.

 

Im Anschluss an die Heilige Messe klang dieser schöne Festtag bei einem kleinen Almfest in gemütlicher Gemeinschaft aus.

 

Im Namen des Seelsorgeteams bedanken wir uns sehr herzlich bei der Familie Jeserznik für die Einladung, die große Gastfreundschaft und die herzliche Bewirtung. Ein herzliches Dankeschön gilt auch den GiZiKoGla für die musikalische Gestaltung sowie allen, die diesen besonderen Tag auf der Sattelalm mitgefeiert haben.

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    Liebe Schwestern und Brüder!

    Wer auf einen Berg steigt, nimmt sich Zeit. Schritt für Schritt geht es bergauf. Manchmal ist der Weg leicht, manchmal steinig und anstrengend. Genau darin liegt ein schönes Bild für unser Leben.

    Von hier oben sehen wir weiter. Was unten groß und bedrückend erscheint, bekommt eine andere Perspektive. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Menschen seit jeher auf Berge steigen: um Ruhe zu finden, Gott näher zu sein und neue Kraft zu schöpfen.

    Das Gipfelkreuz hier erinnert uns an einen besonderen Grund zur Dankbarkeit. Es wurde als Dank errichtet für jene, die aus den Schrecken des Zweiten Weltkrieges in ihre Heimat zurückkehren durften. Hinter jedem Heimkehrer stand eine Familie, die gehofft, gebetet und oft lange gewartet hatte. Dieses Kreuz mahnt uns deshalb nicht nur zur Dankbarkeit, sondern auch dazu, alles zu tun, damit Frieden bewahrt wird. Frieden beginnt im eigenen Herzen, in unseren Familien und in unserer Gesellschaft.

    Ein weiterer Anlass unserer Feier sind 140 Jahre Alpenverein Sektion Hallstatt. Viele Frauen und Männer haben in dieser langen Zeit Wege angelegt, Hütten betreut, Verantwortung übernommen und unzähligen Menschen die Schönheit unserer Bergwelt erschlossen. Damit haben sie nicht nur den Bergen gedient, sondern auch der Gemeinschaft.

    Wir erinnern uns auch an den 130. Todestag von Friedrich Simony. Er war einer der großen Erforscher des Dachsteins. Doch bei aller wissenschaftlichen Neugier verlor er nie den Respekt vor der Natur. Er zeigte uns, dass Erkenntnis und Ehrfurcht zusammengehören. Gerade heute, wo unsere Schöpfung vielerorts bedroht ist, bleibt diese Haltung aktueller denn je.

    Die Berge lehren uns Demut. Kein Mensch beherrscht die Natur. Wetter, Fels und Zeit erinnern uns daran, dass wir nicht alles in der Hand haben. Zugleich erfahren wir hier oben, wie reich Gott uns beschenkt hat.

    Jesus selbst zog sich immer wieder auf Berge zurück, um zu beten. Dort fand er die Nähe seines Vaters und die Kraft für seinen Weg. Auch wir dürfen heute Kraft schöpfen. Wenn wir nach dieser Feier wieder ins Tal zurückkehren, nehmen wir hoffentlich etwas von dieser Ruhe, dieser Dankbarkeit und dieser Hoffnung mit.

    Bitten wir Gott, dass wir Menschen des Friedens bleiben, verantwortungsvoll mit seiner Schöpfung umgehen und einander auf unseren Lebenswegen begleiten. Dann wird das Kreuz auf dem Gipfel auch künftig ein Zeichen der Hoffnung sein – weit sichtbar über unsere Heimat hinaus.

    Amen.
    (Pfarrer Mag. Richard Czurilo)

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