Wir trauern um Frau Judith Doppler
Nach dem Tod von P. Sailler am 17. August 2015 blieb sie nach einer Phase des Überlegens im Pfarrhof wohnen. Sie wurde als Sekretärin und Hausmeisterin angestellt, leistete aber dazu viele ehrenamtliche Stunden in der Seelsorge. Krankenbesuche, die Leitung von Wortgottesdiensten und Begräbnissen und vieles andere mehr, waren ihr große Anliegen.
Als Religionslehrerin hat sie viele Menschen über Jahre begleitet und sie zum Sakrament der Versöhnung und der Erstkommunion hingeführt.
Auch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Pfarrgemeinderat und Finanzausschuss sei hier erwähnt.
Mit 1. September 2020 wollte sich Frau Doppler verändern. Eine offene Stelle als Religionslehrerin in Frankenmarkt war ausgeschrieben. Für sie eine Chance ihr Leben noch einmal neu zu gestalten. Sie fand eine neue Wohnung blieb aber Aurach als Lehrerin und Wortgottesfeierleiterin erhalten.
Doch dann kam alles ganz anders, um das Weihnachtsfest herum wurde eine bösartige Krankheit festgestellt.
Irgendwo spürte sie, dass durch diese Krankheit ihr Leben bald zu Ende gehen wird. Sie verabschiedete sich von den Kindern in der Schule und gab
Bescheid, dass sie nun keine Wortgottesdienste mehr übernehmen könne.
Unterstützt von ihren Gefährtinnen aus Aurach wurde sie immer schwächer. Vor wenigen Tagen kam sie auf die Palliativstation im KH Vöcklabruck.
Heute, zu Mittag, ist sie im 62. Lebensjahr verstorben.
Die Pfarre Aurach bedankt sich bei ihr für 25 Jahre seelsorgliches Wirken!
Gott vergelte ihr das viele Gute, das sie für uns getan hat.
O Herr, gib ihr die ewige Ruhe!
Und das ewige Licht leuchte ihr.
O Herr, lass sie ruhen in Frieden.
Amen
Noch Gedanken von Dietrich Bonhoeffer
Sterben
Wir treten aus dem Schatten
bald in ein helles Licht.
Wir treten durch den Vorhang
hin vor dein Angesicht.
wir legen ab die Bürde,
das müde Erdenkleid.
Sind fertig mit den Sorgen
und mit dem letzten Leid
Wir treten aus dem Dunkel
nun in ein helles Licht.
Warum wir’s sterben nennen?
Ich weiß es nicht
(D. Bonhoeffer)
Hans Ortner, Pfprov.