Wort des Pfarrers
Liebe Astnerinnen und Astner!
Vorbemerkung: Die Juden und Christen waren sich immer bewusst,
dass Gott der Schöpfer allmächtig ist, ihm also nichts unmöglich ist!
Der Apostel Paulus zitiert in seinem 1. Brief an die Korinther im Jahr 53/54
einen viel älteren Bekenntnistext (ca. 36/37) der Kirche, bald nach der
Auferstehung Jesu: „Denn vor allem habe ich euch überliefert was auch
ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben und ist
begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden und erschien
dem Kephas (Petrus), dann den Zwölf (Aposteln). Danach erschien er mehr als
500 Brüdern zugleich. Danach erschien er dem Jakobus. Als Letztem von allen
erschien er auch mir.“ (vgl. 1. Kor 15,3-8)
Später schreibt Paulus: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden,
dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos (...)
dann sind wir erbärmlicher dran, als alle anderen Menschen.“ (1.Kor 15).
Auch das leere Grab gibt Zeugnis. Wenn der Leichnam Jesu noch da
gewesen wäre, wäre es den Juden ein Leichtes gewesen, die Apostel einer
Lüge zu überführen. Es wäre völlig unwahrscheinlich gewesen,
dass sich das Christentum trotz Verfolgung so schnellverbreitet hätte,
wenn nicht auch viele andere Christen erfahren hätten, dass Christus lebt.
Auch heute kann man das im Gebet oder der heiligen Messe erfahren.
Die Berufung durch Gott zum ewigen Leben in seiner ewigen Liebe
und Herrlichkeit.
Im späten Judentum gibt es bereits Hinweise der Hoffnung auf das ewige
Leben. Aber erst Jesus von Nazareth spricht als Offenbarer Gottes ganz
klar vom Ewigen Leben des erlösten Menschen in der Ewigkeit der
Herrlichkeit Gottes. „Das Reich Gottes ist nahe, bekehrt euch und glaubt
an das Evangelium.“ (Mk. 1,15) Welches Reich Gottes? Das Reich Gottes
wird verwirklicht für alle die Menschen, die sich zu Christus bekehren,
ihm nachfolgen und den ewigen Lohn empfangen.
„Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt,
wird leben, selbst wenn er gestorben ist,“ sagt er im Johannesevangelium
(Joh. 11,25).
„Wer mein Fleisch isst und mein Blut (hl. Kommunion) trinkt, hat das ewige
Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ (vgl. Joh 6,54).
Durch die hl. Messe, durch den würdigen Empfang der hl. Kommunion
wird in uns die Arznei der Unsterblichkeit gelegt, sagt der Johannesschüler
Ignatius von Antiochien (†107).
Der Christ wird alles tun, um eine schwere Sünde sofort zu bereuen und
zu beichten, damit er das Ewige Lebennicht verliert. Der wirklich gläubige
Christ lebt deshalb in einer gewissen inneren Freude, weil er das ewige Ziel,
die ewige Freude und Herrlichkeit Gottes inmitten aller Engel und geliebten
Menschen erwartet.
Frohe Ostern,
euer Pfarrer Franz Spaller