Mein Gedanke zum Sonntag
„Fürchtet euch also nicht!" (Mt 10,31)
Sind Sie glaubende:r Christ:in? Ich meine, ob Sie auf GoƩes KraŌ vertrauen und sich von ihm geliebt wissen. Leben Sie aus der Überzeugung, dass GoƩ Leben schenkt; ein menschenfreundlicher GoƩ ist, der diese Welt erschaffen hat und allem immer wieder neuen Lebensatem einhaucht? Eine umfassende KraŌ, die sich mir zuwendet und will dass es mir und dieser Welt gut geht. Sie ist sichtbar und spürbar geworden in der Person Jesus. Für mich ist es ein unglaublich erhebendes Gefühl zu wissen: ja diesen GoƩ gibt es und ich bin sein/ihr geliebtes Kind (wie es uns in der Taufe deutlich gemacht wird).
Darüber kann ich mich freuen und jubeln; an anstrengenden Tagen richtet mich der Gedanke auf und in Krisenzeiten ist mir diese Zusage Halt und Anker. In guten Zeiten gibt dieses Wissen Mut und erfüllt mich mit TatkraŌ. Wenn ich das alles mit anderen Glaubenden teilen kann, wird daraus sogar noch mehr: kaum beschreibbar wie, fühle mich einer unglaublich großen und bewegenden KraŌ zugehörig; ich werde Teil unserer Kirche. Dieser Kirche – und damit auch mir persönlich – sagt Jesus:
„Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern!“ Mt 10,27
Die Freude unseres Glaubens ist keine exklusive BotschaŌ für wenige Auserwählte. Im Gegenteil, sie ist Evangelium, d.h. wörtlich „frohe BotschaŌ“, für die ganze Welt. Darum sind wir aufgerufen, unsere Glaubenserfahrungen zu teilen, die KraŌ, die unser Glaube uns gibt, zu nützen und durch unser Tun zu zeigen, wie geliebte Kinder GoƩes die Welt sehen und gestalten. Wer sich einsetzt für Frieden und GerechƟgkeit, bekennt sich zu Jesus. Wer von ihm erzählt und so handelt, dass die Welt ein bisschen besser wird, der lebt Christentum. Wer andere zum Lachen bringt oder an dunkle Orte ein Licht der Hoffnung bringt, der/die ist wirklich Christ:in.
Viele Bedenken können uns davon abhalten: ich könnte ausgelacht werden, endlose Diskussionen über negaƟve Erfahrungen mit der Kirche werden ausgelöst, … Aber Jesus sagt: „Fürchtet euch also nicht! … Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich … bekennen.“ Mt 10,31.32 Was hält uns also noch davon ab, die Nachricht Jesu weiterzugeben und zu tun, was er uns vorgelebt hat? Was hindert uns daran Kranke zu besuchen und denen zuzuhören, die niemand ernst nimmt? Was lässt uns zögern, wenn wir mit einem Projekt Menschen in schwierigen SituaƟonen unterstützen können oder Fremden zu Seite stehen wollen? Mit den Worten Jesu im Herzen und euch/Ihnen allen als GemeinschaŌ unserer Kirche an der Seite, kann alles gelingen. Fürchten müssen wir uns dabei niemals!
Sonja Höhenberger
Seelsorgeverantwortliche
