Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Pfarrteam
  • Kirchliche Dienste
  • Pfarrgemeindeleben
  • Pfarre Mühlviertel-Mitte
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Pfarrgemeinde Altenberg
Pfarrgemeinde Altenberg
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:

Predigten der letzten Sonn- und Feiertage

Predigt
Predigt am Pfingstsonntag 2026, 24. Mai
Pfarrer Hubert Puchberger,
Thema: Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes ist im Rang der Feste Nummer 2. Nummer 1 ist Ostern, das Fest der Auferstehung und des Lebens. Es spricht von Jesus Christus, dem Erstgeborenen der Schöpfung und dem ersten Menschen, der leiblich zur Fülle des Seins gelangen durfte.

Pfingsten ist das Fest der Menschen, die durch den Heiligen Geist zur Vollendung geführt werden, also zu dem, was Jesus Christus schon ist, ein vollendeter Mensch.

Wir Menschen leben noch immer in einer Welt, in der noch vieles nicht vollendet ist und zusammengefunden hat.

In den Hymnen, in denen um den Heiligen Geist gebetet wird, ist auch die Rede vom Zusammenführen der Gegensätze.

In der so genannten Pfingstsequenz, also einem Gesang, der zwischen Lesung und Evangelium vorgesehen ist, wird von diesem Zusammenführen der Gegensätze gesprochen:

Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt. …

In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, wird da gesungen und gebetet. Im Gotteslob ist der Text unter GL 344 zu finden.

Dieser Hymnus Primas der englischen Kirche um 1216, Stephen Langton. Er hatte viele Auseinandersetzungen mit dem König und war beteiligt in der Magna Charta libertatum, also der Formulierung der Freiheitsrechte der Kirche und der Menschen gegenüber dem König. Sie ist heute noch Grundlage der englischen Verfassung. Sie ist eine Verwirklichung des Gedankens, dass gegensätzliche Kräfte zusammenfinden zu einer schöpferischen Einheit.

Die Sendung des Heiligen Geistes am Pfingsttag ist eine Gegenerzählung zum Turmbau zu Babel, dort wurde durch menschliche Hybris die Sprache verwirrt, am Pfingstfest wird sie den Menschen mit offenem Herzen und offenem Geist zusammengeführt, nicht vereinheitlicht, aber die Menschen begannen, einander zu verstehen.

In den Tagen vor Pfingsten bitten wir um das Wirken des Heiligen Geistes, zu Pfingsten danken wir auch dafür und für die Wirkung des Heiligen Geistes, wo Menschen einander verstehen lernen.

Aber noch ein anderer Aspekt ist wichtig: Im Menschen selbst gibt es widersprüchliche Bestrebungen, die einander hemmen. Zu Pfingsten danken wir dafür, dass es auch Momente gibt, in denen Menschen zu sich selbst finden und sich darüber freuen.

Wo Menschen gar nicht zu sich selbst finden, wird das zur Krankheit, zur Schizophrenie. Wir müssen also neben dem Gebet um Frieden auch für diese Menschen und solche Entfremdungen beten, sie mögen zu sich selber finden können.

Die große Versöhntheit wird ein Werk des Heiligen Geistes sein.

In jeder Eucharistiefeier beten wir: … lass uns eins werden durch den Heiligen Geist. Wir beten heute darum, danken aber auch dafür, dass der Geist Gottes in der Schöpfung, in Sehern und Propheten, in Jesus Christus und in der Kirche, die das Pilgerkleid Jesu Christi ist, wenn er durch die Zeit schreitet.

Amen.

Predigt am 7. Sonntag der Osterzeit, 17. Mai 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Das hohepriesterliche Gebet Jesu

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Die Zeit zwischen Christi Himmelfahrt ist die Zeit des gemeinsamen Gebetes um den Heiligen Geist, den Jesus nach seinem Weggang von der Erde den Seinen versprochen hat.

Der Geist Gottes ist der schöpferische Geist Gottes. Er schwebte über den Wassern, dem Chaos, am Beginn der Schöpfung und er ist die Kraft, die die Schöpfung und den Menschen hervorbringt zu einem freudvollen schöpferischen Dasein: Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein, erfüll uns all mit deiner Gnad, die deine Macht erschaffen hat“, haben wir gesungen.

Dieser schöpferische Geist möge in all unseren Gedanken, Worten und Werken wirken.

Um diesen Geist haben die Jünger gemeinsam mit der Mutter Jesu gebetet, und um diesen Geist beten auch wir. Unsere Welt und unsere Gesellschaft haben ihn bitter nötig.

Wir haben heute aber auch noch ein anderes Gebet gehört, nämlich das Gebet Jesu vor seinem Tod, bei seinem Abschied von den Jüngern. Dieses Gebet wird auch das „hohepriesterliche Gebet“ Jesu genannt. Er ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen, und er bittet vor allem für die Seinen, und zu diesen Seinen dürfen wir uns zählen.

Er bittet darum, dass die Seinen die Herrlichkeit Gottes erkennen und wissen, dass sie mit Jesus Christus dazu berufen sind, die Schönheit und Kraft zu erleben. Ausdruck dieser Herrlichkeit Gottes ist aber die von seinem Geist erfüllte Welt. Papst Benedikt sagte: Allein die schönen Werke der Musik – wir dürfen dazu sagen: der Kunst, die durch den Glauben entstanden sind und entstehen, sind schöpferisches Wirken Gottes in seiner Welt, aber auch alle Bemühungen um Frieden und Eintracht und alle Bemühungen darum, dass Menschen gut miteinander leben können: Sorge für die Jugend, die Alten, die Kranken, für die Menschen, die den rechten Weg verloren haben.

Jesus bittet für die Seinen im Gegensatz zur Welt. Das klingt widersprüchlich, aber die Gemeinde des Johannes, also des Verfassers des 4. Evangelium sieht sich im Gegensatz zu einer Welt, der Gott und Jesus Christus nichts bedeuten. Für die zerstörerischen Kräfte dieser Welt möchte Jesus nicht beten, sehr wohl aber darum, dass der schöpferische Geist Gottes sie verwandelt.

„Sendest du aus deinen Geist, so wird alles neu geschaffen, und du wirst das Antlitz der Erde erneuern“, heißt es in einem Gebet um den Heiligen Geist. Wir haben es im Petrinum als Schulgebet gebetet.

Um diese äußere und innere Erneuerung der Welt und von uns selbst beten wir in diesen Tagen vor Pfingsten, auch im Bewusstsein, dass schon das Gebet allein ein Teil dieser erneuerten Welt ist, weil Menschen einander nicht verurteilen und bekämpfen, sondern füreinander beten.

Amen.

Ansprache am 3. Bitttag, Vorabend von Christi Himmelfahrt, 13. Mai 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: "ankommen"

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Wir haben in der Kirche eine Kreuzwegstation mit der Aufschrift „angekommen“.

Sie bezieht sich auf Franz Jägerstätter. Er ist „angekommen“, und zwar nach einem langen Leidensweg, auch seine Gattin Franziska Jägerstätter ist im 101. Lebensjahr angekommen.

Wir feiern morgen Christi Himmelfahrt: Jesus ist angekommen, angekommen beim Vater, sein Leben ist vollendet.

Aber er lässt die Seinen nicht allein. Er sendet seinen Heiligen Geist, die Kraft der Liebe, die alle verbindet.

Wir beten auch für die Familien, jenen Ort, an dem Menschen ankommen und sich geborgen wissen dürfen.

Er sagt auch: Ich lasse euch nicht als Waisen zurück und „ich bin bei euch alle Tage…

Mit dieser Zuversicht dürfen wir Christi Himmelfahrt feiern.

Predigt am 6. Sonntag der Osterzeit, 10. Mai 2026
Pfarrer Hubert Puchberger Thema: Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,
der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“

Bei uns heißt es oft etwas einfacher: Sei bereit, dich zu deinem Glauben zu bekennen, also auch zur Kirche, zur Gemeinschaft der Glaubenden.

Abgesehen von vielen Kirchenaustritten, ist das oft eine Herausforderung, wenn es darum geht, sich als gläubiger Mensch zu bekennen. Es ist oft nicht ganz einsichtig, warum diese Scheu besteht.

Gründe waren bei uns oft politischer Art, Angst vor Verfolgung und Nachteilen, Angst davor, als rückständig und unselbständig zu gelten, Angst als „Frömmler“ dazustehen, der mit verdrehten Augen zum Himmel blickt und auf seine Mitmenschen vergisst oder Angst vor ihnen hat.

Genau besehen, müsste es aber als Auszeichnung gelten, für eine Hoffnung zu stehen, die uns beseelt, Natürlich muss die Hoffnung begründet sein, sonst wird sie wirklich zum frommen Geschwätz.

Es scheint oft einfacher zu sein, in den Tag hineinzuleben und zu sagen. Ich lege mich nicht fest, die Dinge kommen ohnehin so, wie sie kommen. Es ist auch einfacher, aber es ist auch eine Eigenart der Menschen, über die eigenen Grenzen hinauszuschauen und zu fragen, Wer das macht, übt eine menschliche Fähigkeit aus, die doch einmalig ist und die Welt auch menschlicher macht.

Hoffnung zu suchen und sich von Hoffnung anstecken zu lassen, ist also nicht eine primitive Geisteshaltung, sondern eine menschliche Fähigkeit, auf die wir stolz sein können. „Nichts Gewisses weiß man nicht“, ist zunächst einsichtiger, der vornehme Agnostiker ist eigentlich schlau, denn er legt sich nicht fest und kann sich schließlich doch anhängen.

Wir sollen Rechenschaft von der Hoffnung geben, die uns erfüllt. Menschen, die keine Hoffnung haben, geben sich selbst auf, aber auch eine Gesellschaft, die keine Hoffnung mehr hat, gibt sich selbst auf.

Der hl. Paulus zitiert in seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth ein Lied, das zu seiner Zeit gesungen wurde: Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot. Es ist schon beim Propheten Jesája zu finden.

Diese Haltung ist uns nicht fremd, aber sie zerstört eine Gesellschaft. Schon der Prophet Jesája schreibt dazu: Nicht durch einen Bogenschuss getötet, habe ich einen gefunden. Die damalige Gesellschaft hat sich selbst ausgeliefert.

Der Muttertag ist ein Tag der Zukunft und der Hoffnung, denn Mütter haben Freude daran, das Leben weiterzugeben und sich darum zu sorgen. Aus Dankbarkeit dafür ist der Muttertag entstanden.

Gebt Rechenschaft von eurer Hoffnung, ist eine Aufgabe im Dienst an der Menschheit.

Amen.

Predigt am 4. Sonntag der Osterzeit, 26. April 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Ich bin die Tür.

4. Sonntag der Osterzeit
26. April 2026

Eine Tür öffnet und schützt.
Seelsorger als Türöffner – Freundschaft mit Jesus Christus.
Seelsorge als persönliche Beziehung.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Der 4. Sonntag der Osterzeit ist der Tag der Geistlichen Berufe, weil an ihm das Evangelium von Jesus, dem Guten Hirten gelesen wird.

Nach dem Vorbild Jesu, des Guten Hirten, sollen also auch Seelsorger und Seelsorgerinnen sich um die Menschen kümmern.

Früher war es der Tag, an dem um Priesterberufe gebetet wurde. Mittlerweile gibt es auch Seelsorgerinnen und Seelsorger, die nicht Priester sind und sich dennoch um Menschen und Ihre Beziehung zu Gott und Jesus Christus kümmern.

Im Evangelium nennt sich Jesus selbst die Tür zu den Schafen. Die Schafe, also die Menschen, die sich von Jesus führen lassen, werden auch durch eine Tür geschützt. Jesus ist diese Tür, durch die niemand gehen soll, der den Menschen innerhalb schadet.

Menschen, die zu Jesus gehören, sollen nicht durch falsche Versprechen und Ideologien verführt werden. Welche Folgen Ideologien haben, kennen wir aus der Geschichte und auch unsere Zeit ist nicht gesichert davor. Zeugnisse dafür haben wir genug.

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger sind Türöffner. Das sind sie für die, für die die Tür zu schwer aufgeht und auch für die, die die rechte Tür noch finden müssen.

Das bedeutet für die Seelsorgerinnen und Seelsorger, um die wir beten, dass sie selbst dir richtige Tür finden und sie verantwortungsvoll öffnen oder schließen.

Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass jeder Mensch für den anderen Verantwortung trägt, also Seelsorger für seine Mitmenschen ist, das gilt für die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer, für Menschen, die auf dem Arbeitsplatz zusammenkommen und auch für die, die die Freizeit gemeinsam gestalten.

Wir beten also um Menschen, die sich verantwortungsvoll mit dem Leben und mit Jesus Christus, der Tür zum Leben, auseinandersetzen. Das ist für die einzelnen Menschen wichtig, aber auch für eine Gesellschaft und Gemeinschaft, deren Mitglieder einen guten gemeinsamen Weg gehen möchte.

Gemeinsam beten wir darum, dass wir die richtige Tür finden, der in eine gute gemeinsame Zukunft führt.

Amen.

Predigt am 3. Sonntag der Osterzeit, 19. April 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, …

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

… losgekauft von einer nichtigen Lebensweise dürfen sich Christen sehen.

Es gibt also eine nichtige ererbte Lebensweise, nicht nur zur Zeit der Abfassung des 1. Petrusbriefes, sondern auch heute. Die Welt braucht eine ständige Erneuerung und ebenso das Leben jedes einzelnen Menschen.

Wo es bei uns „In jener Zeit“ heißt, steht im fortlaufenden Evangelium „danach“. Für einen geistlichen Schriftsteller heißt das an dieser Stelle, dass hier eine Situation der frühen Christengemeinde beschrieben ist, die auf Grund von Misserfolgen mutlos geworden ist und eine Ermutigung braucht.

Jede Zeit brauch auch ihre Ermutigung, weil immer wieder neue Generationen entstehen, immer wieder junge Menschen dazukommen und alt wegsterben. Die Menschheit erneuert sich ständig in ihrem Bestand und jede dieser neuern Generationen braucht auch wieder eine Orientierung, denn allzu schnell schleichen sich Überzeugungen und Verhaltensweisen ein, die als „unsinnige nichtige Lebensweise“ bezeichnet werden könnten.

Der erste Petrusbrief, aus dem wir heute einen Teil als Lesung gehört haben, ein Rundbrief, eine Enzyklika, die den Glauben erneuern sollte, spricht von diesem Glauben als erlösende Haltung.

Dieser Glaube muss immer wieder erneuert werden, weil weitergegeben werden muss.

Im Evangelium vom reichen Fischfang nach der Auferstehung Jesu ist davon die Rede, dass die Jüngerinnen und Jünger Christi immer wieder auf sein Wort hin die Netze auswerfen müssen, also den Glauben weitergeben müssen als Brot des Lebens, also als Nahrung des Lebens.

Wir werden wohl eine gewisse Müdigkeit des Glaubens in unserem Land und in unserer Zeit zu geben müssen.

Lesung und Evangelium mögen uns helfen, die Müdigkeit zu überwinden.

Amen.

Predigt am Weißen Sonntag, 12. April 2026, Vorabendmesse
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Der Glaube formt Gemeinschaft

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Der Apostel Thomas fordert ein eindeutiges Zeichen für seinen Glauben, vor allem für den Glauben an die Auferstehung.

Jesus gewährt ihm dieses Zeichen, er hat es ja auch den anderen gewährt, indem er ihnen erschienen ist. Er geht auch auf die trotzige Forderung des Apostels Thomas ein.

Wir brauchen einen Anhaltspunkt für unseren Glauben und unser Vertrauen.

Für die, die nicht sehen und doch glauben, gibt es andere Anhaltspunkte: Sie haben vielleicht ein Gemüt in die Wiege gelegt bekommen, das den guten Zusammenhalt der Welt begreifen kann. Andere haben vielleicht ein Erlebnis in ihrem Leben haben dürfen, das dieses Vertrauen in ihnen festigt.

In der Apostelgeschichte wird etwas erzählt, was auch erstaunlich ist, nämlich, dass sich eine Gemeinde bildet, die auch gesellschaftlich vom Glauben geformt ist.

Die urchristliche Gemeinde, wird als eine Gemeinde geschildert, die unter sich ein so großes Vertrauen aufbaut, dass sie alles gemeinsam hat. Sie feierten täglich Gottesdienst, und zwar Brotbrechen, und hatten großes Ansehen in ihrem Umfeld.

Ihr Gottesdienst war die Eucharistiefeier, also die Gegenwart des auferstandenen Christus.

Wir hören aber auch, dass diese Gemeinde nicht so ideal war, wir sie am Anfang geschildert wird. In der Geschichte von Hananias und Saphira wird schon von Betrug berichtet, und manche vermuten, dass diese Gemeinde schließlich auf Grund ihrer gemeinsamen Gebarung so in Not geriet, dass der hl. Paulus für sie eine Sammlung in ganz Kleinasien und in Griechenland einleitete.

Es gab auch Nachahmer. Diese erste Gemeinde wird auch die erste kommunistische christliche Gemeinde genannt. Wir wissen, dass der Kommunismus an seinen eigenen Grundsätzen, auch an seinem Atheismus, zu Grunde gegangen ist. Diese Bewegung hat also ein Gegenbild zu einer christlichen Gemeinde schaffen wollen. Wir sind versucht zu sagen: Auch Atheismus ist eine Religion, die ihre Bestätigung in der Gesellschaft, also nach Zeichen, sucht.

In München hat sich eine Gemeinde gebildet, die nach dem Vorbild dieser ersten christlichen Urgemeinde leben wollte und ist meines Wissens in sehr diktatorischen Strukturen gelandet. Sie nannte sich „Integrierte Gemeinde“.

Aber die Sehnsucht nach einem Zeichen für den Sinn von Auferstehungsglauben ist geblieben. Sie könnte nur durch Gleichgültigkeit verschwinden, eine Haltung, die für unsere Zeit und unser Gesellschaft eine Bedrohung ist.

Worin ist diese christliche Gemeinde dann für uns Vorbild und Zeichen für die Sinnhaftigkeit des Glaubens. Sie bleibt ein Zeichen dafür, dass der Glaube an Jesus Christus Vertrauen unter den Menschen und daher zu Gott aufbaut und fördert. Er wird damit zu einem Friedensprojekt, das zwar immer wieder zu scheitern droht, aber dennoch die Kraft hat, Menschen zusammenzuführen.

Wenn die Päpste ihre Friedensbotschaften aussenden, sieht das zunächst auch eher nach hilflosem Zureden aus, und dennoch bleibt es ein Stachel im Fleisch und regt dazu an, dem Frieden auch eine Chance zu geben.

Dass wir nicht in der heilen Welt, also nicht im Paradies leben und auch hier nicht leben werden, gehört auch zu Ostern.

Jesus sagt zu Maria Magdalena: Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zu meinem Vater hinaufgegangen. Jesus geht voraus und holt nach. Amen.

Predigt am Ostersonntag, 5. April 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Die Angst lässt weglaufen, das Leben zieht an.
Lasst uns hinlaufen.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Die Angst bringt Menschen zum Laufen – meistens zum Weglaufen.

Das hören wir in der Passion nach Markus: Da verließen ihn alle und flohen, heißt es mi Markus-Evangelium. Ein junger Mann lief nackt davon und Petrus verleugnete ihn, ein Flucht, die noch viel schlimmer ist.

Heiner Wilmer, der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Bischof von Hildesheim, sagt dazu, die Männer waren von der Grundangst aller Menschen erfasst, nämlich von der Angst vor dem Tod.

Das ist eine Angst, die wir selbst kennen, die Mutter aller Ängste, wie Bischof Wilmer sagt.

Wir haben heute von Menschen gehört, die zum Grab laufen, eine Art von Osterlauf zum Grab. Zuerst laufen sie vor Angst weg, dann beginnt ein Wettlauf zum Grab, vor dem sie auch noch einmal fliehen, weil sie nicht begreifen, dass sie bei diesem Grab dem Leben begegnen.

Die Angst vor dem Tod kannte auch Papst Johannes XXIII. als Patriarch von Venedig, nach dem Begräbnis seiner geliebten Schwester Ancilla in Sotto il Monte spricht er auf der Rückfahrt im Zug den Satz zu seinem Sekretär: Wehe, wenn alles eine Täuschung wäre.

Bischof Wilmer sagt in seinem Aufsatz: Was müssen diese Männer gesehen haben, dass sie, ohne auf ihr Leben zu achten plötzlich in die ganze Welt gehen und die Auferstehung verkündigen.

Sie müssen das Leben gesehen haben, den Menschen, der den Tod besiegt hat.

Nun beginnt der Wettlauf zum Leben, den der gewinnt, der mehr Liebe zum Leben hat.

Der Evangelist Markus, oder einer seiner Schüler, sieht sich bemüßigt von einer Begegnung zu erzählen, die von einer Begegnung mit Jesus spricht.

Die Apostelgeschichte weiß von Zeugen der Auferstehung, und auf Grund dieses Zeugnisses glauben auch wir an eine endgültige Begegnung mit dem Leben, und darum laufen wir nicht ziellos durch unser Leben, sondern um Jesus, dem Lebendigen, zu begegnen.

Amen.

Predigt am Karfreitag, 3. April 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

„Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.“

Wir beten diesen Satz in jedem Kreuzweg. Durch sein Kreuz hat Jesus die ganze Welt erlöst. Wir versuchen diesen Satz nachzuvollziehen, indem wir ihn beten, das Kreuz als unser Erkennungszeichen auf die Kirchtürme setzen, in unseren Wohnungen anbringen, es als Segenzeichen selbst am Körper tragen.

Wir könnten es auch als Schmuckstück sehen, aber das allein wäre zu wenig. Es wird auch als Segenszeichen gesehen.

Es ist zunächst alles eher als ansprechend. Wir dürfen nicht vergessen, dass es ein Folterwerkzeug ist, das dem, den es trifft, auch alle Ehre nimmt.

Zum Segenszeichen wird es durch Jesus Christus.

Im 1. Petrusbrief haben wir gehört: Ihr hattet euch verirrt wie Schafe. Jeder Mensch geht also auch Irrwege, und jeder Mensch trägt auch Wunden der Schuld an sich. Wir getrauen es uns nicht zuzugestehen, weil wir meinen, damit nicht leben zu können.

Am Karfreitag wird uns gesagt: Du darfst die Zerbrechlichkeit deines Lebens, auch die ethische und moralische anerkennen, du musst sie nicht vor dir selbst und vor Gott verstecken, denn Jesus Christus führt die Welt und auch dich auf den Weg, der in die richtige Richtung führt, und zwar deshalb, weil er die tiefste Erniedrigung des Menschen kennt. Darum erkennen wir die Wahrheit unseres Lebens, hinter allen Irrwegen gibt es auch einen richtigen Weg.

Hinabgestiegen in das Reich des Todes, bekennen wir von Jesus Christus. Er ist also an die Ränder menschlicher Existenz gegangen, „und führt Gefangene mit sich“, beten wir im Ps. 68.

Auch dort, wo Menschen unschuldig leiden müssen, wird das Kreuz zum Zeichen des Segens, weil Jesus selbst der Unschuldige ist, der Leid und Tod besiegt hat und „und erhaben und sehr hoch sein wird.“

Jesus wird in einem Garten begraben. Diese Bemerkung erinnert an das Paradies, den Zustand, in dem das Leben regiert.

Amen.

Predigt am Palmsonntag, 28. März 2026, Vorabend
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Jesus wird als König begrüßt und vorgestellt.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Zwei Mal wird heute Jesus als König vorgestellt.

Beim Einzug in Jerusalem: Jesus wird als König begrüßt. Er wird auch noch von seinem königlichen Programm sprechen. Er wird noch den Tempel reinigen und fordern, dass er ein Haus des Gebetes sein soll. Er wird aber auch die Zerstörung des Tempels und der Stadt Jerusalem ankündigen.

Jesus wird die Frage, ob er der Messias, der Sohn Gottes sei, mit dem Satz beantworten: Du hast es gesagt. bedeutet für ihn den Tod. Der Hohepriester verteidigt die Ehre Gottes und verletzt sie dadurch, weil er Jesus nicht anerkennt. Auch vor Pilatus bejaht Jesus die Frage, ob er der König der Juden sei mit: Ja.

Jesus wird als König verspottet und mit Dornen gekrönt.

Nach dem Tod Jesu bekennt Pilatus mit der Aufschrift: Jesus von Nazareth, König der Juden, die Königsherrschaft Jesu.

Sie verwirklicht sich im Tod Jesu, der Hauptmann und die Soldaten bekennten: Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!

Langsam begreifen die Menschen um Jesus, in welcher Form er König ist, nämlich als einer der die Last der Menschen auf sich nimmt und in Liebe verwandelt.

Predigt am 4. Fastensonntag, 15. März 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Die Augen des Glaubens

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Ein Hymnus aus dem Stundenbuch der Kirche beginnt mit folgendem Text: Öffne meine Augen, Herr, für die Wunder deiner Liebe.
Mit dem Blinden rufe ich: Heiland mache, dass ich sehe.

Die Wunder Jesu sind mehr als körperliche Heilungen. Aus moderner Sicht würde man sagen: Sie sind Beispiele eines leib-seelischen Zusammenhanges. Sie heilen den ganzen Körper und öffnen die Sinnesorgane für mehr als nur physische Gegebenheiten.

Im zitierten Hymnus öffnen sie für die Wunder der Liebe Gottes. Sie öffnen die Augen für die Schönheit der Welt und lassen sie auch als solche erkennen. Diese geöffneten Augen vermitteln Freude und Staunen.

… die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden, haben wir aus dem Mund Jesu gehört.

In der Lesung haben wir von der Erwählung des Königs David durch Gott gehört. Sein Vater Isai, also Jesse, wie es im Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen heißt, meinte auch, dem Propheten zuerst die stattlichsten Söhne vorführen zu müssen, und dieser war selbst davon überzeugt, einen von ihnen als König salben zu müssen.

Von Gott selbst wird gesagt: Der Herr sieht auf das Herz, also auf das Innerste des Menschen, und so sollen auch die Menschen auf die Welt und auf ihre Mitmenschen schauen.

In einer Betrachtung und Beschreibung des Glaubens wir von den „Augen des Glaubens“ gesprochen, also von Zusammenhängen, die erst nach längerem Schauen die tieferen Zusammenhänge erkennen. Dort wird auch von der Physik gesprochen, in der auch Naturzusammenhänge erst nach längerer Forschung erkannt werden.

Wir kennen auch Suchrätsel, in denen zwischen gleich aussehenden Bildern die Unterschiede erkannt werden sollen, oder auch Vexierbilder, die z.B. im selben Bild einen jungen und einen alten Menschen erkennen lassen, je nachdem wie es betrachtet wird.

Diese Vergleiche sollen auch dazu führen, mit den Augen des Glaubens auch die Wunder der Liebe Gottes erkennen zu lernen.

Der 4. Fastensonntag, der Sonntag „Laetare“ ist eine Art von Sehschule und Anleitung, die Wunder der Liebe Gottes sehen zu lernen und sich daran zu freuen. Laetare heißt: Freue dich. Freue dich Jerusalem, fährt der Text fort, aus dem dieses Wort genommen ist.

Unsere Welt bietet ja auch eine Art von Vexierbild, je nachdem wir es betrachten, bietet es Bilder, die uns eher verzweifeln lassen, aber auch Bilder als Zeichen der Liebe Gottes – die können wir mit den Augen des Glaubens sehen.

Die Augen des Glaubens sind nicht die Augen einer verbindlichen Glaubenslehre, sondern eines Blickes auf die Welt und unser Leben, der uns mit Hoffnung erfüllt. Die Verbindlichkeit besteht darin, uns Menschen zur Hoffnung und nicht zur Verzweiflung zu führen.

„Freue dich, Stadt Jerusalem!
Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung“, lautet der ganze Text aus dem Propheten Jesája, der als liturgischen Eingangslied vorgesehen ist.

Es handelt sich um einen Text, der Menschen Mut zuspricht, die immer wieder auch zur Versuchung einer negativen Sicht des Lebens neigen neigen.

Amen.

Predigt am 3. Fastensonntag, 8. März 2026,
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Wasser – Symbol göttlichen Lebens

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Wasser hat in unserem Glaubensleben eine hohe Bedeutung.

Es ist das Zeichen, mit dem wir getauft wurden, wir erinnern und daran mit dem Weihwasser und mit dem Taufgedächtnis an den Sonntagen.

Es ist Zeichen für göttliches Leben.

Die Lesung erinnert daran, dass Gott sein Volk in der Wüste nicht verdursten lässt. Das heißt für uns: Gott lässt unser Leben nicht verdorren.

Wasser ist schon für unser leibliches Leben unverzichtbar. Wenn Wasser knapp wird, steht die Alarmstufe auf „rot“.

In den trockenen Ländern wird Hilfe durch das Errichten von Brunnen angeboten und als wertvolle Hilfe gesehen. Die Initiative von Othmar Weber und seinen Helfern hat bei uns in Altenberg ein lebendiges Beispiel dafür, wie lebensnotwendig Wasser ist.

Wasser wird aber auch zu einem Symbol für Jesus Christus. Das haben wir im Evangelium gehört. Im Gespräch, das Jesus mit der Samariterin führt, weist er auf sich selbst als Quelle des Lebens hin.

Der Vergleich sagt: Ich bin für euer gesamtes Leben so wichtig wir Wasser für euer leibliches Leben.

Ohne diese Verbindung mit Jesus Christus trocknet das Leben aus und verdorrt. Diese Überzeugung tragen wir auch in unsere Welt hinein. Das ist nicht Mission als kulturelle Kolonialisierung, sondern eine Botschaft des Lebens, die Menschen aufrichtet und Kraft zum individuellen und gemeinsamen Leben gibt.

Würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!. Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba, wie in der Wüste am Tag von Massa, beten wir im Psalm 95, dem Eröffnungspsalm des Stundengebetes. Dieser Vers nimmt Bezug auf das, was wir in der Lesung gehört haben.

Das Herz nicht verhärten, sondern aufweichen lassen, ist ein Beitrag zum Frieden. Stellen wir uns vor, die Friedensappelle des Papstes würden wirklich gehört werden, die Welt sähe anders aus.

Das ist das traurige Beispiel des Gegenteils von dem, wie der Glaube an Jesus Christus die Welt lebendig macht.

Wo ist in meinem Leben diese lebenspendende Wirkung des Glaubens spürbar und wo vertrocknet um mich herum das Leben, diese Frage dürfen wir mitnehmen, aber auch, wo wird um mich herum alles lebendig, weil ich aus einer gläubigen Lebenshaltung heraus mein Umfeld zum Leben bringe?

Amen.

Ansprache am Anbetungstag, 5. März 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Gebetssolidarität mit der ganzen Diözese und dem ganzen Land.

Thema: Gebetssolidarität für die ganze Diözese und das ganze Land

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Heute, am Anbetungstag übernehmen wir Verantwortung für die ganze Diözese.

Bischof Doppelbauer hat für die Diözese Linz die Anbetungstage eingeführt. Es sollte eine durchgehende Anbetung vor Jesus in der Hostie sein. Am Tag war sie in den Pfarren vorgesehen, in der Nacht in den Ordenshäusern.

Wir nehmen heute die Anliegen unserer Diözese mit in diese Anbetung, auch die der Pfarre und die jedes Einzelnen von uns.

Die Anbetung ist aber nicht nur Bittgebet, sie ist Anbetung also ehrfurchtsvolles Gebet vor Gott und Jesus Christus und der Liebe, die uns mit Gott und Gott mit uns verbindet.

Die Geschichte, die Jesus vom Armen Lazarus und dem Reichen Prasser erzählt gipfelt in dem Satz: Wenn sie Mose und Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

Jesus ist von den Toten auferstanden, wir verweilen vor ihm und bestaunen die Liebe Gottes, die die Menschen leben lässt, und hören auf seine Botschaft des Lebens.

Sie erzählt aber auch von den Menschen, denen das Leid ihrer Mitmenschen gar nicht auffällt, deren Leben aber vor Gott wertvoll ist..

„Ach kein Mensch, der Engel keiner, kann dir gleich an Liebe sein,
ewig soll mein Herz sich deiner, o du ew’ge Liebe freun“, werden wir noch singen.

Amen.

Predigt am 2. Fastensonntag, 1. März 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Der Neue Mensch – Produkt menschlicher Technik oder göttliche Vollendung

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Das Erlebnis der 3 Jünger auf dem Berg, den Jesus mit ihnen erstiegen hatte, war für sie bedeutsam, es ist aber auch für uns von Bedeutung. Es ist eine Ermutigung für alle, die den Eindruck gewinnen, der Weg der Nachfolge sei nur ein Kreuzweg und das Kreuz und der Tod Jesu seien das Ziel dieses Weges mit Jesus.

Wir betonen in der Fastenzeit immer, dass es sich um eine Vorbereitung auf das Osterfest handelt. Ostern ist das Fest, das den Sieg des Lebens begeht. Der Sieg des Lebens ist der Sieg über Sünde und Tod.

Unser Glaube ist ein Blick in die Zukunft des Menschen und nicht in die Vergangenheit. In die Vergangenheit blicken wir nur insofern, also auch Menschen vor uns schon diesen Blick in die Zukunft gerichtet haben und wir daraus etwas lernen können.

Kurz zusammengefasst, können wir die Verklärung Jesu als Erfahrung der herrlichen Zukunft Jesu und damit aller Menschen sehen. Jesus ist der Mensch, der als Urbild der Schöpfung und damit auch Urbild der Menschen gesehen werden kann.

Dieses Hoffnungsbild steht zu einem anderen in Gegensatz, das ist das Bild des Menschen, der sich selbst erschafft. Die künstliche Intelligenz gibt vor, dem Menschen ein ebenbürtiger Partner zu sein und ihn zu vollenden. Sie ist aber bei aller Raffinesse ein Produkt des Menschen, und dieses Produkt dürfen wir nicht anbeten, das wäre in modernen Form Götzendienst, selbstgemachte Götter anbeten.

In der Verklärung Jesu wird das wiederholt, was bei der Taufe Jesu schon gesagt wurde: Du bist mein geliebter Sohn. Das ist zu Jesus gesprochen. Die Vollendung kommt also von Gott. Jesus ist der vollkommene Mensch, aber auch ihm ist das geschenkt

In der Verklärungsgeschichte wird den Jüngern aufgetragen, niemandem davon zu erzählen, bis der Menschensohn auferweckt ist. Das Erlebnis der Verklärung soll nicht dazu verführen, den normalen Weg des Lebens mit seinen Herausforderungen zu vernachlässigen.

Es hat diese Versuchungen auch immer wieder gegeben. Religiöse Bewegungen haben die Menschen dazu verleitet, ihr tägliches Leben zu vernachlässigen. Es muss gelebt werden, aber in der Hoffnung, dass in den oft mühseligen und traurigen Momenten des Lebens immer die Hoffnung mitschwingen darf, dass das Leben des Menschen ein Pilgerweg ist mit Beschwernissen, aber auch mit der Aussicht auf ein schönes Ziel.

Vielleicht sind Pilgerwege aus diesem Grund so beliebt, weil sie den christlichen Lebensweg abbilden: Beschwernisse, schöne Momente, ein erfüllendes Ziel.

In der Taufe werden wir auf diesen Weg gestellt. Sie ist symbolische Verbindung mit Jesus und seinem Weg des Lebens.

Abraham – so haben wir in der Lesung gehört – wurde zu einem Leben in der Fremde geführt. Er sollte mit diesem Leben ein Segen sein, ein Segen für die Mitmenschen und ein Segen für die Welt.
Auch unser irdischer Pilgerweg sei ein Segen. Amen.

Amen.

Predigt am 1. Fastensonntag, 22. Februar 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Der neue Mensch

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

In den Gebeten für heilige Ordensleute wird darum gebetet, „vor allem Gott zu suchen und als neue Menschen in dieser Welt zu leben.“

In der Präfation wird von ihnen gesagt, dass sie in ihnen der Ratschluss Gottes sichtbar wird, uns Menschen die ursprüngliche Heiligkeit neu zu schenken.

Das Wort „neu“ ist ein Zauberwort, wenn etwas Bedeutung haben soll, wird es mit dem Wort „neu“ versehen.

In der Lesung hören wir von dieser ursprünglichen Heiligkeit, die der Mensch verliert, weil er sein will wie Gott. Er will sich das selbst aneignen und nicht, wir vorgesehen, von Gott schenken lassen.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der inneren Erneuerung. Unsere Fastenvorsätze gehen in diese Richtung: Innerlich und äußerlich Erneuerung und Reinigung zu vollziehen.

Wir orientieren uns damit auch an Jesus Christus, der unsere Welt erneuert: Jesus Christ, Feuer, das erhellt, du erneuerst unsre Welt, singen wir.

Er begann seine Sendung mit einer inneren Erneuerung an sich selbst. Die Wüste wurde für ihn zu einem Ort dieser Erneuerung.

Als wahrer Mensch hat er das auch an sich selbst gespürt. Die 3 großen Versuchungen sind die großen Versuchungen, denen Menschen ausgesetzt sind: Der Reichtum, die Macht und der Ruhm.

Im großen Stil erleben wir sie: Die Macht, die die Welt mit Kriegen und Ungerechtigkeit überzieht, der Reichtum, der andere Menschen arm macht und der Ruhm, um den zu erlangen, sich Menschen von sich selbst entfremden.

Im Kleinen kennen wir das auch: Die Macht, die keine Rücksicht mehr nimmt, der Reichtum, der über Leichen gehen lässt und der Ruhm, der zur Fassade werden kann.

In diesen Versuchungen dürfen wir den Wunsch, wie Gott zu sein, sehen.

Der neue Mensch Jesus widersteht diesen Versuchungen und erneuert die Welt damit. Er verzichtet schließlich auf die Macht, die er vor dem Gericht des Pilatus hätte,
er widersteht dem Reichtum und führt sich selbst und seine Jünger auf das zurück, was wir zum Leben brauchen, dabei ist der Überfluss kein Widerspruch, wie die Brotvermehrung zeigt,
er widersteht dem Ruhm, indem er den Jüngern einschärft von Heilungen nicht zu sprechen.

Aber all das macht ihn glaubwürdig und Gott gleich.

Der heilige Paulus sagt von ihm: Er war wie Gott, hielt aber nicht fest daran, wie Gott zu sein, sondern entäußerte sich …

Menschen, die aus diesem Geist leben, erneuern nicht nur ihr eigenes Leben, sondern verändern auch die Welt im Kleinen: Wo also Menschen auf Macht verzichten, mit der sie andere in Bedrängnis bringen, wo Menschen nicht Reichtümer aufhäufen, sondern teilen, wo Menschen nicht ständig die eigene Ehre suchen, sondern anderen ehrlich Anerkennung zollen.

Die Fastenzeit ist eine Zeit persönlicher Erneuerung, aber auch eine Zeit, in der ein kleines Stück Welt erneuert wird, wo es kleine Zellen gibt, in denen erneuertes Leben Platz findet.

Diese Erneuerung ist aber dort möglich, wo Menschen sich für Gottes Geist öffnen: Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt und nicht, um dort geistige Heldentaten zu vollführen.

Wir gehen damit auf Ostern zu, das große Fest einer erneuerten Welt, die uns Menschen als Geschenk gegeben wird.

Jesus meinte nicht, über seiner Gottheit, wie über einen Raub wachen zu müssen, schreibt Paulus an die Philipper. Erneuerung öffnet für das Geschenk des Lebens, das wir mit dem Fest der Auferstehung Jesu feiern werden.

Im Philipperbrief heißt es weiter: Darum hat ihn Gott über alle erhöht. Wie Gott zu sein, nimmt nicht der Mensch sich selbst. Er bekommt es als Geschenk von Gott.

Amen.

Faschingspredigt am 6. Sonntag im Jahreskreis, A, 15. Februar 2026
Franz Paminger am Faschingssonntag

Liabe Leit, jetzt spitzt’s die Ohr’n,
da Fraunz kummt – koa Grund zum Schmorr’n!
Heit predig i net von Sünd und Pein,
heut muaß es des Kircha- und des Weltgescheh’n sein.

 

2025, da hat ma net laung g´fackelt
es hat an vülen Orten g’wackelt,
wei schau im Jänner hat begonnen da Trump sei erneutes Aumt
und er zoagt, das des betrifft jedes Laund.

 

Und mit earm hat se verändert die Politik
es zöhlt nur mehr oans, der Sieg.
Er schert sie nimma um die Diplomatie
a Fremdwort ist mittlerweile a: Demokratie.
Ma red a nimma mitanaund,
altfaderisch is a sowas wia da Vostaund.

 

Und so is Politik im Jahr zweitausendfünfundzwanzig,
laut, verwirrt und meistens a ranzig.
Tweets statt Taten, Streit im Minutentakt,
während die Wahrheit scheinbar koana mehr packt.

 

Wir Alten kennan uns bei all dem nimma aus
waun i all de Diktatoren jetzt denk, kimmt ma a Graus.
Alle reden, keiner heart nu wirklie zua,
i sag: der Wahnsinn hat Hochsaison ohne Rua.

 

Drum die Rüstungsausgaben steigen, Jahr für Jahr,
2,5 Billionen Dollar – des neiche Rekordniveau ja klar.
Aus Aungst, fliaßt, wo einst gezögert, heite vü Geld,
für Sicherheit, Macht und die angebliche Ordnung der Welt.

 

Milliarden marschieren im Gleichschritt davon,
für Panzer mit WLAN und Raketen mit Ton.
Je größer das Arsenal, so die Logik im Raum,
desto kleiner angeblich der bleibende Albtraum.

 

Achtzig Jahr san seit dem letzten Krieg bei uns vogaunga
doch net alle kinnan damit etwas aufaunga
die Opfer von Mauthausen mahnen uns: Frieden bewahr’,
und Freiheit ist kostbar – wirkle wahr!

 

D´rum wolln wir in Altenberg a Mahnmal fir den Frieden
als Gegen-Part zur Aungst vor den Kriegen.
I bin überzeugt, fir den Frieden muass ma heit wirkle kämpfen
oba net mit Waffen, sondan mit ehrlichen Einsatz von vüle Menschen.

 

I frag mi mitunta a, was is des alls, was gült als modern
oba meistens nur macht recht vü Lärm
wichtig ist, dass etwas is auf jeden Fall digital
a waun der Nutz´n davo is mitunta nur marginal.

 

Wissenschafter reden mittlerweile von einer Omnikrise
des is was, wo i nur sag´n kau, des is fiese:
Digitalisierung, Globalisierung, Klimakrise – alles is total komplex
und es gibt koan mehr, der sag´n kau: i check´s.

 

Drum is de Sehsucht nach oafachen Auntworten groß.
Nur - wo find i de bloß?
De geb´n uns Populisten und Autokraten und san deshalb sehr gefragt.
Nur mit de san ma halt daun a sehr geplagt.

 

Der moderne Mensch lebt in seiner eigenen Realität
und find durch Abgrenzung sei Identität.
D´rum miass´n di a nimma mitanaund kommunizier´n
es war vielleicht gscheit, des ab und zua wenigstens z´probier´n.

 

A is de Beziehung zwischen Mensch und Technik aungespannt,
wei die KI macht angeblich all´s schneller und mit mehr Vostaund.
Und drum braucht es aungeblich bald den Menschen nicht mehr
und fir alte und net so gscheite wird des b´sundas schwer.

 

Oba a die junga flüchten davau in a virtuelle Welt
und da is aundares wichtig, net mehr nur des Geld.
Work-Life-Balance ist da Begriff dafir.
Nur manchmal denk i ma, es fehlt dabei des G´spir.

 

Vor all´m, waun es geht vor allem ums Leb´n!
Des is ja was, wo I net bin dageg´n.
Oba waun de Work – also de Arbat ma nimma wirkle schafft,
daun fehlt in da Gesellschaft doch einiges an Kraft.

 

Modern san a jetzt die sozialen Netzwerke
i gesteh, i ma da gar net alle mehr merke.
I woass, Ebay und Facebook san mittlerweile schau alt.
X, Insta, WhatsApp, Twitter, und Youtube lasst neamt mehr kalt.

 

Viele Follower und Klicks san wichtig
und es ist nimma so wichtig, was is richtig.
Es gibt se nimma die wirkliche Wahrheit
und es hat a koana mehr a Interesse an Klarheit.

 

De letzt´n Jahr hab´m uns aa g’lernt,
dass des Geld aus dem Geldbeidl se sehr schnö entfernt.
De Preise san g’stieg´n und g´stieg´n
und ma fragt se, was is ma davau blieb´n?

 

Da Leberkäs kost schau fast so fü wia frira a Schnitzal,
und wofir´s frira an Brat´n gebn hat, kriag i heit nu a Kipfal
bei mancher Zech fragst di mit recht
war des net a Aunzahlung fir a Eigentumswohnung - net schlecht?

 

I muass a nu was sagn zur neichen diözesanen Struktur.
De is jetzt gaunz aundas als wir i war nua a Bua.
Es hot ghoassn: mir moch’n alles nei!“
Net wei es oafacher wird, aber modern ausschaut daun glei.
Pfarren san jetzt die frianen Dekanate.
Dafir hat ma Zukunftsforscher gezogen zu Rate.

 

Friaher hot da Pfarrer g’wusst, des is mei Pfarr!
Des san meine Leit, des warn nur a paar.
Da kennt i jede Oma, jeden Hund beim Namen
und zumindest de Hälfte vo erna, sag´n in meina Kircha des Amen.

 

Jetzt betreut er zwölf Kirchen und zwölf Pfarrsekretariate
und vüle kennan erm nur mehr auf der Homepage als Standarte.
Wei er muass sie kümman mehr um Excel-Tabell´n,
als um des Leb´n in seine Kapell´n.

 

De Diözese sogt: „Mir moch’n des, damit ma näher bei de Leit san.“
Und da Leit sog’n oft: was geht denn des uns an?
Ma red’t von Zukunft, Aufbruch und Synergien,
oba woher kemman dafir die Energien?

 

De liefan jetzt die Ehrenamtlichen, das Seelsorgeteam
de san wirkle fir uns a Riesengewinn!
Wei worum de se jetzt alles kümmern miassn?
I hoff, es bleibt erna dabei de Freid und miassns net biassn.

 

Wichtig ist fir uns a des neiche Pfarrheim.
Darauf mach i ma gaunz leicht an Reim
Vozeihung, Elisium hoasst ja des Wunderwerk.
Treff-Punkt-Pfarre i ma dazua merk.

 

Da Goggi, de Lotte und vüle spucken in die Hände,
das des Riesenprojekt bald kummt zu an Ende.
Aufaung Juli gibt´s zur Einweihung a dreitägiges Fest.
Des sicha koan in Altenberg dahoam lässt.

 

Leida is letztes Jahr da Papst Franziskus g´storb´n.
Drum haum se um des Papstamt vüle Kardinäle beworb´n.
Oba schon in Runde vier wurde der Rauch daun weiß,
wo nu alle lutschten am Petersplatz am Eis.

 

Der gaunze Platz ist mit Menschen voll,
„Habemus Papam!“ hoasst´s – jetzt wird es ernst und toll.
Der Name hallt über Rom gaunz froh:
Unsa neia Hirte is der vierzehnte Leo.
Er winkt, er lächelt, sich wirklich bedaunkt
und betet leis: „Herr, gib mir Kraft für mei Aumt!“

 

Erst letzte Woche mussten wir um wen aunderen trauern,
dessen Tod uns alle erfüllte mit großem Bedauern.
Bischof Maximilian, ein Licht so wunderbar,
führte viele Herzen, war immer für uns da.

 

Er vermochte es immer, zu bringen alle an an Tisch.
Was er bis ins hohe Alter machte, war frisch.
Sein Wort, sein Tun, voller Güte und Macht,
bleibt uns Erinnerung – immer als hell´s Liacht in der Nacht.

 

Doch jetzt kuma ma zu aundare Sachan
de schen warn und unsa Herz groß machan.
Im Februar a große Schi-WM
bei uns – in Saalbach Hinterglemm.

 

Sogar im ESC war Österreich vom Erfolg gekrönt
als JJs „Wasted Love“ in Basel ertönt
Die Jury staunt, die Fans flippen aus,
Europa - die Eurovision - tanzt – und jubelt JJ Applaus!

 

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Pfarrgemeinde Altenberg


Schulstraße 2
4203 Altenberg
Telefon: 07230/7208
Mobil: 0676/8776-5190
Telefax: 07230/7208-18
pfarre.altenberg@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/altenberg
Sprechstunden Seelsorgeverantwortlicher:

Mittwoch 9:00 - 11:00 und nach Vereinbarung (Montag freier Tag)

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen