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Predigten der letzten Sonn- und Feiertage

Predigt
Predigt am Fest der Taufe des Herrn. 11. Jänner 2026, Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Zwei verschiedene Taufen, dasselbe Anliegen

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Das Fest der Taufe des Herrn ist immer auch ein Anstoß, über die eigene Taufe nachzudenken. „Ich bin getauft und Gott geweiht, singen wir in einem Tauflied, und: Fest soll mein Taufbund immer stehn.

Unsere Taufe ist der Beginn eines bewussten Lebens mit Jesus Christus und in der Gemeinschaft der Gläubigen.

Aber ist das wirklich so? Ich kann diese Frage nicht beantworten und muss sie als Frage stehen lassen, aber als eine ernste Frage. Wem vertraue ich mein Leben an? Mir selber, einem Schicksal, dem Geld, der Familie. Ich kann nur einige mögliche Antworten geben.

Wir können diese Frage auch mit dem Wort beantworten: Ich vertraue es Jesus Christus an. Das ist aber nur einem gläubigen Menschen möglich, also einem, der die Stimme des Evangeliums aus dem Himmel ernst nehmen kann: Dieser ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Es ist die Stimme der Bestätigung Gottes für Jesus Christus, als seinen geliebten Sohn.

Die Taufe Jesu im Jordan und die Taufe, mit der wir getauft sind, haben verschiedenen Charakter und gehören doch zusammen:

Jesu Taufe sagt: Ich gehöre zu euch. Ich bin einer von euch.

Unsere Taufe sagt: Ich gehöre zu ihm. Ich gehöre zu seiner Gemeinschaft und werde von ihm zu Gott, seinem Vater geführt.

Das ist aber nur eine Frohe Botschaft für den, der zu ihm gehören möchte und darin einen Weg sieht, der ihn zu seinem Lebensziel führt.

Er gehört zu uns, und ich gehöre zu ihm. Das bringt eine Lebensgemeinschaft zum Ausdruck, die das Leben bejaht und in der Hoffnung lebt, dass diese Gemeinschaft ewigen Bestand hat.

Aus diesem Grund gehen wir aus der Weihnachtszeit, der Zeit, in der wir den Eintritt Gottes in unsere Welt feiern hinaus in unser Leben, und dürfen gewiss sein, dass dort alles, was ehrlichen Herzens gelebt wird, Ewigkeitswert hat.

Wir feiern auch mit unserer Musikkapelle und dem Musikverein. Ich darf mich hier bedanken, dass ihr, unsere Musikkapelle der Lebensfreude bei den verschiedensten Anlässen dient, aber auch unseren Gottesdiensten eine Feierlichkeit verleiht, die über den Alltag hinaus zu tieferer Einsicht führt, also auch die ernsten und traurigen Momente zu Momenten der Hoffnung macht.

Amen.

Predigt am Fest der Heiligen Drei Könige, Erscheinung des Herrn, 6. Jänner 2026, Thema: Die drei Gaben

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

In einer Geschichte[1] wird folgendes erzählt:

Als die 3 Weisen das Kind verlassen hatten, näherten sich 3 Gestalten der Behausung, in der die Heilige Familie lebte.

Der eine war elend und arm, der zweite trug Ketten, die ihm die Hände wundgescheuert hatten, der dritte machte einen verwirrten Eindruck, als ob er nach etwas Verlorenem Ausschau hielte.

Die Anwesenden wollten sie abwehren, aber Josef fühlte Dankbarkeit für die kostbaren Gaben der 3 Weisen und bot sie den 3 armen Menschen als Geschenk an.

Dem ersten das Gold, damit er Essen und Kleider kaufen könne, dem zweiten die Myrrhe, damit er seine Wunden behandle, dem 3. Den Weihrauch, den Weihrauch, um seine Traurigkeit zu vertreiben.

Diese aber lehnten ab:
Der 1. fürchtete als Dieb behandelt zu werden, der 2. sagte, er sei gewöhnt an seine Wunden und das Kind werde die Myrrhe später mehr brauchen und der dritte, er möchte seine Not und Verzweiflung nicht durch Weihrauch vernebeln lassen.

Sie gaben dem Kinde ihre Gaben,

der erste die Lumpen mit dem Satz: Du wirst sie einst tragen, wenn sie dir deine Kleider nehmen,

der zweite seine Ketten mit dem Satz: Man wird sie dir später anlegen,

der Dritte: Nimm meine Zweifel und Gottverlassenheit, ich habe sonst nichts. Teile sie mit mir und trage sie vor Gott hin.

Josef wollte die Lumpen weggeben, aber sie ließen sich nicht entfernen, sie schienen wie verwachsen mit dem Kind.

Nach langem Schweigen erhoben sich die Drei. Sie hatten den Ort gefunden, wo sie ihre Last niederlegen konnten. Sie schritten mit zuversichtlichem Blick hinaus „in ihr begrenztes und mitgetragenes Leid."

Amen.

[1] In: Willi Hoffsümmer, Die 100 schönsten Weihnachtsgeschichten. Zum Vorlesen in Familie, Kindergarten, Schule und Gemeinde. Herder, Freiburg, Basel, Wien, 2008, 186ff.

Predigt am 2. Sonntag nach Weihnachten, 4. Jänner 2026
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: … in ihm hat er uns erwählt.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Die Kirche feiert noch immer Weihnachten. Die Geschäftswelt und die Gesellschaft feiern längst andere Feste. Da wird schon Fasching gefeiert, die Medien haben auch schon wieder andere Themen im Visier. Warum feiert die Kirche ihre Fest so lange Zeit. Früher dauerte die Weihnachtszeit bis Maria Lichtmesse. Offensichtlich hat die liturgische Reform dem Trende nachgegeben, Festen nicht eine so lange Wirkung zuzugestehen.

Wir sind bei der alten Form insofern geblieben, dass wir das Kripperl erst zu Maria Lichtmess wieder abbauen. Bis dorthin soll es uns an Weihnachten und den Besuch der heiligen 3 Weisen, also Erscheinung des Herrn, erinnern.

Die Kirche feiert ihre Fest so lange, weil sie uns damit nachdrücklich den Glauben stärken möchte. Weihnachten ist nicht in erster Linie ein Fest der Kinder und der Sentimentalität, sondern ein Fest des Glaubens daran, dass Gott die Welt durch sein Eintreten in die menschliche Welt als Mensch, erneuern möchte. Christus wird als der neue Mensch gefeiert, der seine Menschenschwestern und -brüder in ein neues Verhältnis des Friedens zwischen Gott und den Menschen und den Menschen untereinander mitnehmen möchte.

„Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid“, heißt es Hymnus auf Jesus Christus, den wir aus dem Brief an die Gemeinde von Éphesus gehört haben.

Dass es die große politische Welt nicht ernst nimmt, ist bedauerlich, aber wir müssen es zur Kenntnis nehmen. Aber als einzelne Menschen und als kleine Gemeinschaft in der großen Gemeinde der Gläubigen, der Kirche, können wir es ernst nehmen.

Im Evangelium haben wir noch einmal die Botschaft von Weihnachten gehört: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Der tschechische Theologe und Soziologe Tomáš Halík sagt in einer seiner Weihnachtspredigten: Die alten Kirchenväter im ägyptischen Alexandrien liebten diesen Text so sehr, dass sie glaubten, allein das fromme Vorlesen dieses Hymnus würde schon die Welt heilen."[1]

Ich habe mich bemüht, den Hymnus fromm vorzulesen. Dieser Vortrag wird vermutlich nicht die Welt heilen, aber er kann in uns doch einen Widerhall finden und die Augen unseres Herzens öffnen für die große Hoffnung, die uns das Weihnachtsfest geben will.

Der Priester spricht bei der Gabenbereitung dort, wo er Wasser in den Wein gießt, folgende Wort: Wie sich das Wasser mit dem Wein verbindet zum heiligen Zeichen, so lasse uns der Herr teilnehmen an der Gottheit Christi, der unsere Menschennatur angenommen hat, auch darauf weist Halík in seiner Weihnachtspredigt hin.

Der Mensch, also wir bekommen die Teilnahme an der göttlichen Natur geschenkt, wir müssen es nur mit den erleuchteten Augen unseres Herzens wahrnehmen.

Amen.

[1] Halík, Tomáš, Das Geheimnis der Weihnacht. Advents- und Weihnachtspredigten voller Hoffnung. Herder, Freiburg im Breisgau 2023, 71

Predigt am Neujahrstag 2026, Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen. Num 6, 27

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

In diesem Neuen Jahr wird es wieder alle möglichen Tage geben, die einen Namen tragen: einen Tag des Apfels, einen Tag der Bienen, einen Tag des Zimtes, wir können uns überraschen lassen, welche Tage wir begehen werden.

Auch unsere Wochentage tragen Namen: Sonntag, der Tag der Sonne, Montag, der Tag des Mondes, Dienstag, der Tag des Gottes Zeus, Donnerstag, der Tag des Donnergottes, Freitag, der Tag der Liebesgöttin Freia.

Papst Franziskus hat das Jahr 2025 noch als Jahr der Hoffnung ausgerufen.

Alle diese Bezeichnungen stellen den Tag in ein besonderes Licht und regen zum Nachdenken an.

Vielleicht erinnern sich noch einige daran, dass es auch die Bezeichnung: Im Jahr des Herrn, gibt. Die Zeitrechnung beginnt also mit der Geburt Jesu, auch wenn das historisch nicht genau stimmt. Wir erinnern uns dabei an die Segnung der Osterkerze, beim Segnen der Jahreszahl spricht der Priester: Sein ist die Zeit und die Ewigkeit. Heuer wird es die Zahl 2026 sein.

„So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen
und ich werde sie segnen“, heißt es im Aarons-Segen, und im Evangelium wird dieser Name auch gedeutet: Jesus, Gott hilft.

Als Menschen, die gläubig in das Neue Jahr gehen, dürfen wir diesem Jahr wieder diesen Namen geben: Jahr des Herrn 2026.

Gott hilft, dieser Name soll uns begleiten, wenn wir Angst bekommen, wenn wir traurig sind, wenn wir zuversichtlich etwas Neues beginnen, wenn wir Freude erleben, und dafür dankbar sind.

Dieser Name möge uns einfallen, wenn wir ihn nötig haben.

Amen.

Predigt am Fest der Heiligen Familie, 28. Dezember 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Die Familie ist ein Ort der gegenseitigen Achtung und der Entfaltung junger Menschen.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Das Fest der Heiligen Familie zeigt uns, wie Religion, Glaube und Gesellschaftspolitik zusammenhängen.

Das Fest der Heiligen Familie ist die das Christkönigsfest jungen Ursprungs und hat das Ziel, die gesellschaftliche, individuelle und religiöse Bedeutung der Familie zu unterstreichen.

Der christliche Glaube steht unter dem Motto: Für uns und um unseres Heiles willen ist er vom Himmel herabgestiegen. Der Glaube hat zum Ziel, die unverletzliche menschliche Würde zu fördern und zu schützen.

In der Familie geschieht das, und der Brief an die Kolósser zeigt uns, wie sehr dieses Anliegen die ersten Christen bewegt hat, vor allem in einer Kultur, in der der Mann die potestas vitae necisque innehatte, also die Gewalt über Leben und Tod in seiner Familie. Er konnte entscheiden, ob ein neugeborenes Kind angenommen wurde oder nicht.

Dem gegenüber betonten die Christen die Liebe und die Achtung innerhalb der Familie und den Rahmen, der damit für die Entfaltung der Kinder geschaffen wurde.

Die religiöse Seite dieses Festes besteht in der Betonung, dass Gott auf der Seite der Familie steht, wenn er seinen Mensch gewordenen Sohn in einer Familie aufwachsen lässt.

Wir dürfen annehmen, dass Jesus, menschlich gesprochen, in seiner Familie zu einer sehr stabilen Persönlichkeit heranwachsen konnte. Er durfte seiner Berufung folgen und als Mensch zum großen Vorbild werden.

Ein Rest von patriarchaler Herrschaft ist noch in dem Satz: Ihr Frauen, seid euren Männern untertan, zu sehen, aber es folgt der Satz: Ihr Männer, liebt eure Frauen, also auch hier Hochachtung und Anerkennung.

Diese christliche Sicht der Familie ist in einer demokratischen Gesellschaft nicht selbstverständlich und deckt sich auch nicht immer mit ihr, aber in einer demokratischen Gesellschaft dürfen und sollen Menschen auch ihr Menschenbild formulieren und es auch als Impuls sehen.

Nicht umsonst gibt es die Einrichtung: Ehe und Familie, den katholischen Familienverband und die verschiedensten Einrichtungen und Beratungsstellen

Das Fest der Heiligen Familie zeigt auch, dass die Heilige Familie keine heile Familie war. Das dürfen die Menschen, die ihre Familie als problematisch sehen, auch als Hinweis sehen, dass nicht das Gelingen im Vordergrund steht, sondern das Bemühen darum, dass Menschen in ihrer Würde geachtet und gefördert werden.

Wenn Jesus als Sohn einer geachteten Familie wie ein Verbrecher hingerichtet wird, ist das eine enorme Herausforderung vor allem für Maria, seine Mutter.

Aber dass Gott auf der Seite derer steht, die zum Heil der Menschen und der Welt beitragen, ist auch eine Seite der Botschaft von der Auferstehung Jesu. Gott steht auf der Seite des Menschen, und zwar über den Tod hinaus.

Der Gesang der Engel wird mit dem Satz wiedergegeben: … und Friede den Menschen seines Wohlgefallens. Friede, shalom, der Mensch in einem guten Lebenszusammenhang, ist das Ziel, das Jesus mit seinem Leben verfolgt, und zu dessen Erreichung er auch menschlich in seiner Familie befähigt wurde.

Amen.

Predigt am Stefanitag, 26. Dezember 2025;
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Was ist ein Märtyrer?

Predigt am Stefanitag 2025

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Der hl. Stephanus ist der erste bekannte Märtyrer. An seinem Schicksal ist ablesbar, was ein Märtyrer ist.

Stephanus ist für seinen Glauben gestorben. Er wurde zum Glaubenszeugen, das heißt übersetzt „Märtyrer“, nicht Blutzeuge, sondern Glaubenszeuge. Er wurde zum Zeugen seiner Hoffnung. „Steht jederzeit Rede und Antwort, wenn euch jemand nach eurer Hoffnung fragt, heißt es im Rundschreiben, das wir im 1. Petrusbrief überliefert haben.

Die Hoffnung wird im „offenen Himmel“ konkretisiert. Die Hoffnung besteht darin, dass wir mit Christus bei Gott Heimat finden.

Sanguis martyrum, semen Christianorum, ist ein Satz aus der altchristlichen Tradition. Wer solche Hoffnung hegt, wirkt mit seiner Hoffnung anziehend auf andere Menschen. Nicht der Tod steht im Vordergrund, sondern die Ausrichtung des Lebens an dieser Hoffnung.

Ein wichtiges Element dieser Hoffnung ist die Vergebungsbereitschaft: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun, dieses Wort Jesu verwendet auch Stephanus. Gewaltanwendung gegen diese Hoffnung hat auch mit Unbesonnenheit zu tun: sie wissen nicht, was sie tun.

Die Haltung des Stephanus wird zu einem Maßstab dafür, was christliches Leben ausmacht: Rechenschaft für die Hoffnung und Versöhnungsbereitschaft.

Dieses christliche Leben ist aber auch eine Botschaft in eine gewaltbereite und rachsüchtige Gesellschaft hinein.

Wir dürfen nicht vergessen, dass gerade Christen auch heute noch Gewalt erleiden, physisch und psychisch.

Amen.

Predigt zu Weihnachten, Hochamt, 25. Dezember 2025,
Thema: Das Warten auf einen König, der uns Bruder nennt.[1]

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

In einer Weihnachtsgeschichte wird von einem uralten Hirten erzählt, der aus der Sicht seiner jüngeren Kameraden einer seltsamen Erwartung huldigte, nämlich dass ein König komme, der ihn, den Ärmsten, seinen Bruder nennen würde.

In einer Nacht sahen sie ihn aus dem Bergland gebannt auf den Weg unten im Tal schauen: Dort zog ein Wanderer mit einem Esel und einer Frau auf dem Esel vorüber, und plötzlich verwandelte sich die ganze Gegend in eine glänzende und schimmernde Landschaft, deren Glanz seine Augen so blendete, dass sie beglückt und beklommen erloschen. Eine glänzende Nacht wurde von einem Stern erleuchtet, der brüderlich, die anderen an sich heranzog. Die Steine waren anzusehen wie Altäre und die Wiesen wir heiliger Boden.

Etwas Neues war aufgeleuchtet. Als die anderen Hirten zum ersten Mal zu ihm kamen, um ihm einen Morgengruß darzubringen, sahen sie, dass er tot war. Einer von ihnen sagte: Oft muss die Hoffnung sterben, weil die Erfüllung da ist.“

Für den alten Hirten hatte sich seine Hoffnung erfüllt, er hat die Geburt des Königs erlebt, der ihn Bruder nennen würde.

Wir feiern also das Fest, dass wir Gott unseren Bruder nennen dürfen. Das Wort Bruder und Schwester bekommt damit eine besondere Bedeutung. Wir freuen uns über unsere leiblichen Geschwister, es gibt aber viele Menschen, die keine haben oder keine mehr haben.

Aber wir alle dürfen uns heute in Erinnerung rufen, dass einer sich unser Bruder nennt, der an unserer Seite geht und lebt.

Die Ordensleute nennen einander Brüder und Schwestern. Für uns ist das schon eher eine Gattungsbezeichung für Ordensleute geworden, aber eigentlich soll uns diese Bezeichnung daran erinnern, dass wir einander Brüder und Schwestern sind, weil Gott unser Bruder geworden ist.

Der heilige Franziskus hat das besonders anschaulich gemacht, indem er als erster eine Krippe aufstellte, also sichtbar machte, dass Gott wie ein Mensch und als Mensch geboren wird, aufwächst, von seinen Mitmenschen geliebt und gehasst wird und stirbt.

Aber die Krippendarstellungen vergessen auch nicht zu zeigen, dass in dieser Geburt Gott zum Bruder des Menschen geworden ist.

Wir feiern das in einer Situation, die nicht die Ärmlichkeit der Krippe als Anschauungsmaterial hat, sondern eine Weltsituation, in der Mächtige ohne Rücksicht ihre Interessen durchsetzen.

… alle Menschen werden Brüder … singen wir in der Europa-Hymne, diese Hoffnung Friedrich Schillers nehmen wir heute mit am Weihnachtsfest, bei Schiller heißt es: Bettler werden Fürstenbrüder.

Da einen König zu feiern, der uns, die mit Sorge auf diese Entwicklungen blicken, Bruder nennt, soll uns dazu ermutigen, dort anzubeten, wo Gott seiner Welt zeigt, wo wirklich die Fäden der Macht zusammenlaufen, und miteinander nach diesem Vorbild zu leben.

Amen.

 

[1] Helmut Schilling, Der einsame Hirte, in: Elisabeth Hurth, (Hg.) Licht in der Finsternis. Christuslegenden zur Weihnacht. Patmos, Ostfildern 2025, 52f.

Predigt am 4. Adventsonntag 2025, 21. Dezember 2025, Pfarrer Hubert Puchberger

Thema: Bist du der Gott, der Zukunft mir verleiht?

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

„Bist du der Gott, der Zukunft mir verleiht“, singen wir in einem Kirchenlied. Diese kritische Frage ist auch eine Frage, die im Advent Bedeutung hat, denn im Advent feiern wir „Zukunft“. Advent heißt übersetzt Ankunft, also Zukunft.

Die Lesung aus dem Buch Jesája spricht von einem König, der in frommer Form Zukunft ablehnt: Ich werde um nichts bitten
und den Herrn nicht versuchen, sagt der König Ahas, weil er sich eigentlich von Gott nichts erwartet

Diese Frage ist nicht nur eine Frage an die Vergangenheit, sondern auch an die Gegenwart: Öfter hören wir den Satz: Ich kann meinen Kindern die Zukunft nicht zumuten, daher will ich auch keine.

Der Advent und vor allem auch die Lesung aus dem Buch Jesája ist kurz zusammengefasst in dem Wort: Mut zur Zukunft. Das ist ein Buchtitel und kommt in der politischen Literatur öfter vor. Schon Bundeskanzler Schmidt hat 1980 darüber gesprochen.

Die Frage „Bist du der Gott, der Zukunft mir verleiht“, kommt auch aus einer resignativen Haltung.

Wir feiern Weihnachten eher als Fest der Vergangenheit, indem wir uns vorstellen, wie es bei der Geburt Jesu zugegangen sein mag.

Wir hören aber auch jetzt noch immer den Gesang der Engel: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden seines Wohlgefallens. Hier wird von einer friedlichen Zukunft gesprochen und gesungen.

Die Engel singen also von einem „shalom“, einer „eirene, also einem Zustand von glücklichem Zusammenleben aller Menschen.

Diese Zukunft betrifft den Weltfrieden und auch unsere persönliche Lebenszukunft. Es ist manchmal notwendig, dass uns auch Mut zur eigenen Zukunft gemacht wird. Wenn wir einander „Frohe Weihnachten“, „Gesegnete Weihnachten“ wünschen, dann machen wir einander Mut. Es scheint, als würden solche Sprüche wenig nützen, aber wenn sie ehrlich ausgesprochen sind, schwingt in ihnen euch eine Kraft mit, das Haupt wirklich zu erheben, also dem Spruch: „Kopf hoch“ zu entsprechen.

Die deutsche Benediktiner-Priorin schreibt in der Zeitung „Christ in der Zeit“ einen Artikel mit der Überschrift „Erwartet das Unerwartete“, und sagt darin auch: Zu erwarten, dass es etwas gibt, jenseits all dessen, was ich mir vorstellen kann, ist eine Haltung des Vertrauens und ein Schlüssel zu echter Innovation. Denn: Das Neue ist nun einmal eben neu. Deshalb liegt es jenseits meiner Vorstellung, die sich immer nur aus dem speisen kann, was ich schon kenne.“

Sie spricht die großen Erfinder und die spirituell suchenden Menschen an: Ein Haltung der Erwartung, die offen ist für das unbekannte Größere und eben für den „ganz Anderen“ ist der Zugang zu oder der Anfang einer neuen Wirklichkeit. Diese Form der Erwartung ist ursprüngliche Sinn des Advents“.

Dieses Neue, das eben nun einmal neu ist kann im persönlichen Leben und auch im großen Weltzusammenhang geschehen: negativ, vor allem aber auch positiv.

Amen.

Predigt am 3. Adventsonntag 2025, 14. Dezember 2025; Lesejahr A

Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Freudiges Christentum

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Unser Altbischof Maximilian Aichern hat in seinen Ansprachen und Begegnungen oft von einem „frohen Christen“ gesprochen. Offensichtlich war das für ihn eine Kernbotschaft unseres Glaubens.

Der Glaube an Jesus Christus ist ein Glaube, der die Freude im Mittelpunkt hat. Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein trauriger Heiliger, sagt Franz von Sales, der Bischof von Genf.

Das Christentum steht oft in Verdacht, eine ernste Gesellschaft zu sein, in der die Freude unter Verdacht steht, oder eine Art von Freude zu vermitteln, die fad ist und der Freudenausbrüche suspekt sind.

Die Liturgie spart auch in den ernsten Zeiten in der Advents- und Fastenzeit einen Raum für die Freude aus: im Advent „Gaudete“, in der Fastenzeit: „Laetare“.

Das Ziel dieser Zeiten ist die Freude: zu Weihnachten die Geburt Jesu, des Sohnes Gottes, die Menschwerdung Gottes, zu Ostern die Auferstehung Jesu, also die Freude über den Sieg des Lebens über den Tod.

Der Grund der Freude besteht also darin, dass Gott Mensch wird und die alle Menschen gemeinsam mit den Himmeln eine innere Erneuerung erleben, die sich auch in den Bräuchen und Liedern und Geschichten zeigt.

Das Wort „Gaudete“ lässt in unserer Sprache die Erwartung aufkommen, es handle sich bei dieser Freude um eine „Gaudi“, also eine lärmende Freude. Das lateinische Wort „Gaudium“ meint aber die stille Freude, die den Menschen von innen her erfasst.

Wir könnten sie folgendermaßen wiedergaben: Freut euch im Herrn, denn euer Leben ist bei ihm in guten Händen. Weder Tod noch Leben … noch irgendeine Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes: „Der Herr ist nahe.“

Das könnte auch als naiver Glaube abgetan werden, ist aber gerade beim hl. Paulus alles eher als naiv, denn er kannte das Leben mit aller Mühsal und mit aller Gegnerschaft der Menschen, und dennoch ermunterte er zur Freude. Sein Bekehrungserlebnis dürfte die Erkenntnis gewesen sein, dass Gott selbst den Tod kennt, ihn aber in Jesus Christus überwunden hat, ihn also besiegt. Was zu Weihnachten Idylle ist, wird zu Ostern zu einem Drama, in dem das Leben siegt.

Der 3. Adventsonntag führt zur Grundstimmung der Freude in unserem Leben. Es gibt viele andere Grundstimmungen, die schädlichste wäre die Traurigkeit, das innere Misstrauen dem Leben gegenüber. Der Grund der Freude ist also das Vertrauen in das Leben.

„Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt“, ist ein berühmter Satz des Jesuitenmärtyrers Alfred Delp.

Die Adventzeit ist eine Einladung in diesen inneren Bereich unseres Lebens einzutreten, wo Jesus Christus auf uns wartet, um sein Leben mit uns zu teilen.

Predigt zu Mariä Empfängnis, 8. Dezember 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Gnade ist das Ja Gottes zum Menschen

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

„Sag Ja zu mir, wenn alles Nein sagt“, singen wir in der Fastenzeit. Diese Bitte bringt aber auch zum Ausdruck, was wir heute feiern, nämlich das Ja Gottes zum Menschen und das Ja eines Menschen zu Gott.

Wir feiern ein Fest der Gnade Gottes, also der bedingungslosen Annahme des Menschen durch Gott, seinen Schöpfer. Eigentlich wäre es logisch, dass Gott sein Geschöpf annimmt, sonst hätte er es nicht geschaffen. Dieser Meinung ist auch das Buch der Weisheit, wenn es sagt: Hättest du etwas gehasst, hättest du es nicht geschaffen.

Gott hat allerdings den Menschen nicht als willenloses Werkzeug geschaffen, sondern als ein Wesen, das auch Nein sagen kann. Gott hat also im Menschen einen Partner, der zu ihm auch Nein sagen kann und das auch oft genug tut. Aber der Mensch ist nicht dazu verurteilt, in Freiheit Nein zu sagen, sondern er kann auch dem Willen Gottes bedingungslos zustimmen.

Einen solchen Menschen feiern wir heute. Der Engel begrüßt Maria mit der Anrede: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Wir übernehmen dieses Gruß als Gebet: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

Dass Maria dem Willen Gottes bedingungslos zustimmt, hören wir heute im Evangelium auch: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast. Auch diese Antwort ist bei uns zum Gebet geworden.

Wir verehren Maria als den Menschen, der das Ja Gottes mit seinem Ja beantwortet.

Eine der Definitionen des Glaubens lautet: Zustimmung zum Willen Gottes, Zustimmung zum Leben, Zustimmung zu meinem Leben und zum Leben um mich herum. Diese positive Sicht des Lebens feiern wir heute.

Ein sehr kurzes Glaubensbekenntnis sprechen wir oft, auch wenn es uns als Glaubensbekenntnis gar nicht bewusst ist, nämlich Amen: So sei es, also Zustimmung.

Mit diesem Bekenntnis möchte ich auch meine Predigt beenden: Amen.

Predigt am 2. Adventsonntag, 7. Dezember 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, 
Thema: Wegbereiter
Bereitet den Weg des Herrn!
Macht gerade seine Straßen!

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Der 1. Adventsonntag mahnt zur Wachsamkeit in unserem Leben, der 2. ruft mit Johannes dem Täufer dazu auf, dem Herrn die Wege zu bereiten.

Die Wege des Herrn müssen immer von Neuem bereitet werden, weil er immer wieder kommt, denn es kommen immer neue Menschen und neue Generationen.

Die Botschaft des 2. Adventsonntags lautet: Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe, und: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!

Das Himmelreich ist nahe, aber um seine Nähe zu sehen, müssen wir umkehren, also die Blickrichtung ändern.

Oft sind die Blickrichtungen, die einmal richtig waren, nicht mehr punktgenau, die Welt dreht sich, nicht nur jeden Tag 24 Stunden lang, so dass die Sonne für uns ihre Stellung ändert. Dort, wo früher Licht war, ist jetzt Schatten.

Wir leben uns in einer säkularisierten Gesellschaft. Es werden viele neue Wege bereitet: Menschen suchen in vielen Bereichen das Himmelreich. Sie wollen ein besseres Leben haben – also wir wollen ein besseres Leben haben: In der katholischen Wochenzeitung „Die Furche“ wird ein solcher Bereich besseren Lebens angesprochen: Die Freiheit. Die Freiheit der Lebensgestaltung, die Freiheit des Denkens, die Freiheit persönlicher Entfaltung gehören zu den hohen Gütern unserer Gesellschaft.

Damit ist aber ein Beispiel dafür angesprochen, wie sehr Umkehr notwendig sein kann, nämlich dann, wenn diese Freiheit zur Beeinträchtigung für andere wird.

Johannes bringt einen wichtigen Aspekt der Umkehr ins Spiel: Er spricht von der Nähe des Himmelreiches. Wir müssen nicht den Weg zu ihm bahnen, sondern seinen Weg zu uns.

Wir erwarten den, der mit seinen geistigen Gütern die Gerechtigkeit und die Freiheit bringt, aber er muss wahrgenommen werden und ankommen dürfen.

Wo zu viele Himmelreiche, die von Menschen gemacht sind, den Blick verstellen, kann er nicht ankommen.

Den Weg des Herrn bereiten, bedeutet, die vielen vermeintlichen Reiche Gottes als vermeintliche zu durchschauen und sich vom Geist Gottes leiten zu lassen: der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Stärke, der Erkenntnis, der Frömmigkeit und der Furcht des Herrn. Das sind die Leitlinien zu einer Gesellschaft, in der Menschen sich entfalten können und eine Ahnung vom Frieden entsteht, wie sie in der Vision des Propheten gesehen wird, eine versöhnte Gesellschaft in einer versöhnten Schöpfung.

Amen.

Predigt am 1. Adventsonntag, 30. November 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. (Röm 13, 11)

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

„Das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.“

Der Beginn des Advents ist der Beginn einer Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, der Geburt des Herrn und der Ankunft des Herrn.

Die Geburt des Herrn ist ein historisches Ereignis, indem Jesus als Mensch geboren wurde, die Ankunft des Herrn, Advent, ist ein Blick in die Zukunft. Wir erwarten, dass Jesus die Welt vollendet.

Die Gegenwart wird auch angesprochen: „Das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.“ In ihr treffen einander Vergangenheit und Zukunft.

Mit Jesus hat schon eine neue Zeit begonnen, aber sie muss auch immer wieder erneuert werden, sonst schläft die Zeit ein und Kräfte werden wach, die zerstörerisch wirken.

Mit Jesus Christus hat eine große Zeit der Erneuerung begonnen. Manche sprechen von einer Achsenzeit, in der sich Dinge weitergedreht und weiterentwickelt haben. Immer wieder wurde auch dieser Impuls erneuert, es gab immer wieder Erneuerungsbewegungen auf dem Hintergrund der Botschaft Jesu.

Ordensgründungen, Konzilien, Erneuerungsbewegungen sind Anlässe, die Welt und das Leben neu zu sehen und in seiner Wahrheit zu erfassen.

Wir wollen den Advent aber vor allem im persönlichen Leben zu einer Zeit der inneren Erneuerung werden lassen, in der Sprache des Advent ausgedrückt, Jesus Christus mit seiner erneuernden Kraft in unserem persönlichen Leben ankommen lassen.

Das heißt, nicht selbstzufrieden den schützenden Mantel einer trügerischen Sicherheit umzuwerfen, sondern die offenen Stellen im eigenen Leben zu sehen. Dort kann Jesus ankommen und Wunden heilen oder bestätigend Freude am eigenen Leben bewirken.

In einem Vortrag über die Spiritualität der hl. Terese von Ávila wird Sören Kierkegaard zitiert, dass Existenz immer Voranschreiten in die Zukunft ist, also nicht Selbstsicherheit, sondern Neugier auf das, was noch möglich ist. Darin wirkt die erneuernde Kraft Jesu und seiner Ankunft in unserem Leben.

Die erneuernde Kraft Jesu in seiner Lebenszeit lag in der Zuversicht, dass Gott das menschliche Leben ohne Einschränkung liebt und daher der Mensch seinem Leben ohne Angst ins Auge blicken kann. Daher so oft: Deine Sünden sind dir vergeben. Das wird dort gesagt, wo Menschen, die Jesus begegnen, ihrer eigenen Wahrheit und Wirklichkeit ins Auge blicken können.

Mit dem Wunsch, durch die Ankunft Jesu einen wachsamen Blick auf das eigene Leben werfen zu können und so seine erneuernde Kraft zu erfahren, wünsche ich allen einen guten Advent.

Amen.

Predigt bei der Jubiläumsmesse in Grein, 23. November 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Christus - der König an der Seite der Menschen

Liebe feiernde Gemeinde in Grein, liebe Schwestern und Brüder aus Altenberg, liebe Verwandte, werte Anwesende!

Gestern war der 55. Jahrestag meiner Primiz hier in Grein und vorgestern der Tag meiner Priesterweihe! 55 Jahre ist ein ungewöhnliches Datum für einen Jubiläumsgottesdienst, aber der 50. Jahrestag ist in die Corona-Zeit gefallen, damals habe ich hier einen Gottesdienst gefeiert, an dem 10 – 15 Personen teilgenommen haben.

Mir ist es wichtig, dass ich auch mit meiner Heimatgemeinde Grein so feiern kann, dass es wahrgenommen wird. Hier wurde ich getauft, und hier habe ich die Erstkommunion empfangen. Die Firmung wurde mir in St. Marienkirchen an der Polsenz gespendet, dem Heimatort meiner Mutter.

Mit ist es also wichtig, dass ich dort, wo ich viele Glaubensimpulse bekommen habe, auch den Glauben an einem für mich so wichtigen Gedenktag feiern kann.

Ich freue mich aber auch, dass aus meiner Pfarrgemeinde Altenberg so viele gekommen sind. Wir haben auch in Altenberg „50 Jahre“gefeiert, auch dort unter ähnlichen Umständen wie hier in Grein, die musikalische Umrahmung gestalteten damals das Ehepaar Deutsch mit dem Waldhorn und dem Cello und Herr Keplinger an der Orgel.

Wenn wir zurückblicken, muss ich feststellen, dass die Menschen, die damals 10 Jahre alt waren, jetzt 65 Jahre alt sind, dass also viele derer, die damals dabei waren, schon gestorben sind, und die, die heute hier sind, damals sehr junge Leute waren. Viele werden damals noch gar nicht auf der Welt gewesen sein.

Maßgeblich an der Gestaltung dieses Festes beteiligt war damals meine Mutter, mein älterer Bruder Karl, Ernst war damals gerade 22 Jahre alt und im Studium in Innsbruck. Wir hatten also denselben Studienort. Er ist leider krank und kann heute hier nicht mitfeiern.

Maßgeblich beteiligt war aber auch der damalige Stadtpfarrer von Grein Dechant Karl Thöne, der damalige Kaplan und spätere Pfarrer von Königswiesen Alfred Kapplmüller, der sehr jung gestorben ist.

Besonders hervorheben möchte ich meinen Primizprediger, den Jesuitenpater Josef Müllner, der damals Spiritual im Canisianum in Innsbruck war.

Aus seiner Primizpredigt möchte ich den Hauptgedanken hervorheben, der mich auch durch mein ganzes Leben begleitet hat. Eigentlich war es eine Frage: Warum Priesterweihe und Primiz am Christkönigsfest? Soll es eine Ansage einer triumphalistischen Lebensgestaltung sein?

P. Müllner gab damals die Antwort: Christus ist König der Welt, weil er das Amen, die Zusage Gottes an die Menschen ist, dass er auf und an der Seite der Menschen steht, und zwar in allen Lebenssituationen, und dass er als König der Welt, die Welt auch in all ihren Ausprägungen bis in den Tod aus eigener menschlicher Erfahrung kennt, aber auch das Ja Gottes zum Menschen in seiner Auferstehung erlebt hat.

Ein kleines Erlebnis, das ich selber von meiner Mutter erzählt bekam, war folgendes: Wir haben in Grein eine sehr schöne originelle Krippe, geschnitzt vom damaligen Kaplan Johannes Moser. Ich war noch ein ganz kleiner Bub, als meine Mutter mit mir das Kripperl besuchte. Vor dem Kripperl griff ich gleich nach dem Jesuskind und sagte: Dieses Bubi nehmen wir mit. Das Bubi in der Krippe nahmen wir selbstverständlich nicht mit, Jesus Christus nahm ich offensichtlich mit, oder besser gesagt, er mich.

Dieser Gedanke, dass Christus König der Welt ist, weil er an der Seite der Menschen steht, hat mich immer begleitet. Ich möchte ihn aber auch noch durch eine andere Geschichte sichtbar machen. Selma Lagerlöf, eine schwedische Schriftstellerin, die ich sehr schätze, erzählt folgende Geschichte:

Sie spricht davon, dass Gott das Leben der Menschen behütet, also nicht direkt von Jesus Christus, aber er ist ja der sichtbare Gott für uns Menschen.

Hatto, ein Eremit, der in seinem Leben viel Böses erfahren und selber verübt hatte, wollte auf Grund seiner Erfahrungen, Gott um die Vernichtung der Welt und der Menschen bitten.

Er machte das Gelübde, die Hände so lange zum Gebet zu erheben, bis Gott ihm dieses Anliegen, die Zerstörung des Menschen und der Welt, erfülle und sein Gericht über die Welt halte. Als er im Gewitter seine Hände erhoben hatte, kam ein Bachstelzenpärchen und nistete in seiner hohlen Hand, weil es ihn für einen Baum hielt.

Der raue Eremit war dann mit dem Schutz der Vögel so sehr beschäftigt, dass er die Arme sinken ließ, um sie sich immer wieder anzuschauen, und diese ständige Behutsamkeit verwandelte ihn so sehr, dass er am Ende zu Gott sagte: Du bist frei, ich habe mein Gelübde nicht gehalten, weil ich die Arme sinken ließ. Er wurde vom Menschenhasser und Weltverächter zu einem Menschen, der begriff, dass Gott die Menschen liebt und behütet, so wie er durch das Nest der Vögel, die er behutsam begleitet hat, zu einem liebenden Menschen wurde.

Ein verbitterter Mensch wird durch die ihm auferlegte Behutsamkeit zum liebenden Menschen und begreift, was Gott mit den Menschen vorhat.

Ich glaube, dass auch die Kirche einen solchen Wandlungsprozess durchgemacht hat und wir und ich mit ihr.

P. Müllner hat auch noch den Wunsch ausgesprochen, man möge es mir am Ende meines Lebens abnehmen, dass ich sage: Ich glaube an Gott. Sein Wunsch für mich, möge in Erfüllung gehen, und: ich glaube an Jesus Christus, der um unseres Heiles willen vom Himmel herabstieg. Dieser Satz wurde auch zum Leitgedanken der Linzer Diözesansynode 1970 – 1972, also genau zu der Zeit, in der ich zum Priester geweiht wurde.

Für mich ist mein Lebensweg als Priester und Pfarrer auch ein Weg, den das II. Vatikanische Konzil vorbereitet hat und der von Papst Franziskus in einmaliger Weise gelebt wurde.

Auch unser ehemaliger Bischof Aichern ist diesen Weg gegangen. Von ihm soll ich ausdrücklich alle, die hier feiern, grüßen.

Amen.

Predigt am Fest der hl. Elisabeth, unserer Pfarr- und Kirchenpatronin, 19. November 2025,
Pfarrer Hubert Puchberger: Thema: Die hl. Elisabeth, eine Revolutionärin?

Predigt am Fest der hl. Elisabeth, unserer Pfarr- und Kirchenpatronin

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Das Fest einer Patronin gibt Anlass, über den Sinn eines Patronates und über seine Bedeutung nachzudenken.

Der Sinn eines Patronates liegt in der Vorbildwirkung eines heiligen Menschen. Die Kirche von Altenberg hat im Zusammenhang mit Gallneukirchen in der hl. Elisabeth eine besondere Patronin gefunden. Eine Elspeth-Zeche, also ein Fachausschuss Soziale Dienste hat am Kirchenbau in Altenberg mitgewirkt.

Das soziale Anliegen muss für die Menschen damals eine große Bedeutung gehabt haben.

In unsere Zeit versetzt, heißt das, über soziale Gerechtigkeit unter anderen Voraussetzungen nachzudenken.

Wir merken zunehmend, dass unsere Strukturen nicht mehr stimmen. Sowohl im gesundheitlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich werden Probleme sichtbar, die zu Rücktritten und dem Ruf nach Veränderung führen.

Hat uns die hl. Elisabeth in diesem Zusammenhang etwas zu sagen? War sie eine Revolutionärin?

In gewisser Weise können wir diese Frage mit ja beantworten. Elisabeth war eine Revolutionärin, aber nicht auf Kosten anderer, sondern sie hat bei sich selbst begonnen, und zwar in einer Radikalität, die erschreckend ist.

Ihre Hilfsmaßnahmen verstießen gegen die Hofetikette, aber gerade das war für bedürftige Menschen hilfreich, denn sie bekamen auf diese Weise zu essen und konnten so die hilfreiche Nähe eines Menschen spüren. Unser Hochaltarbild zeigt eine solche Situation.

Sie ist mit 24 Jahren an Erschöpfung durch ihren Dienst im von ihr selbst gegründeten Spital gestorben. Vorher hat sie ihre Stellung am Fürstenhof aufgegeben und das sichtbar gemacht, was sie vorher schon gelebt hat. Sie wurde allerdings dazu auch gezwungen, nachdem ihr Gatte, Landgraf Ludwig, im Kreuzzug das Leben verloren hatte.

Fürstenhöfe, politische Sonderstellungen, haben naturgemäß die Tendenz, sich zu verfestigen und den Kontakt zur Wirklichkeit zu verlieren.

Elisabeth hat das durchschaut und ihre Erkenntnis umgesetzt. Hilfreich war ihr dabei ihr Zeitgenosse, der hl. Franziskus, der die Herausforderungen ebenfalls gespürt hat.

Elisabeth machte also eine damals moderne religiöse Zeitströmung mit.

Die Bedeutung Elisabeths wurde auch von höchster Stelle bei ihrem Begräbnis gewürdigt. Der Kaiser war zugegen, als ihre Gebeine aus dem Grab erhoben wurden und stiftete eine kostbare Krone für ihre Reliquien.

Für uns in Altenberg ist noch interessant, dass ihre Tochter Gertrud als Prämonstratenserin des Klosters Altenberg im deutschen Bundesland Hessen schließlich Äbtissin wurde und das Kloster neu erbauern ließ, sie heißt im Heiligenkalender Gertrud von Altenberg.

Elisabeth ist für uns unter Anderem auch darin Vorbild, dass sich den Blick für veraltete Strukturen bewahrte und mit ihrem eigenen körperlichen und seelischen Einsatz neue anstieß.

Amen.

Predigt am 33. Sonntag im Jahreskreis, 16. November 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Ende oder Ziel?

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

In den letzten Tagen des Kirchenjahres wird auch vom Ende der Welt, vom Ende des Tempels in Jerusalem und vom Ende einer humanen Kultur gesprochen.

Der Prophet Mal’achi prangert die Überheblichkeit mächtiger Persönlichkeiten an, das Evangelium spricht von einem allgemeinen Verfall einer geordneten Gesellschaft, aber sowohl in der Lesung als auch im Evangelium gibt es Hoffnung: „Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung.“

Das Ende eines Kirchenjahres spricht also nicht vom Weltuntergang, sondern von der Besinnung auf wahre Werte, also nicht von einem Ende, sondern von einem Ziel.

Die Zustände zur Zeit des Propheten Mal’achi im 5. Jahrhundert vor Christus und zur Zeit des 1. Jahrhunderts nach Christus wieder holen sich.

Es handelt sich aber nicht um eine Drohung, sondern eine Ermunterung und um mögliche Heilung und Erlösung.

„Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen“, ist der Schlusssatz, den wir heute im Evangelium gehört haben.

Der Weg in die richtige Richtung steht also immer offen, sowohl für den Einzelnen, für Gruppen und kleine Einheiten, und das ist eine Botschaft für uns.

Wir werden nicht die Politik ändern, aber wir können ein wachsames Auge darauf haben und wir können „standhaft“ bleiben und uns also auf den Grund besinnen, auf dem wir stehen, und dieser Grund ist auch unser Hoffnung darauf, dass dort, wo die Menschen auf die Stimme Gottes hören, und das ist das Gewissen des Einzelnen und die gemeinsame Überzeugung aus dem Glauben, das wahre Leben zu Tage tritt.

Amen.

Predigt bei der Hubertus-Messe am 8. November 2025
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Hubertus – ein Glaubensbote

Liebe Mitglieder unserer Jägerschaft, liebe Damen und Herren der Jagdhornbläser, Schwestern und Brüder!

Die Hubertus-Messe aus Anlass des Gedenktages des hl. Hubertus ist Anlass über die Bedeutung dieses heiligen Bischofs nachzudenken, der auch zu den 4 heiligen Marschällen gehört. Dieser Ausdruck ist bei uns weithin unbekannt, bekannter sind die 14 heiligen Nothelfer. Die 4 heiligen Marschälle werden als dem Throne Gottes besonders nahestehende Heilige verehrt. Ein Marschall ist im Militär beheimatet, also in der Verteidigung von Menschen. Das Wort hängt mit „Mähre“ also Pferd und Knecht zusammen. Ursprünglich war der Marschall also für die Reiterei zuständig.

 

Für uns ist daran der Vorbildcharakter wichtig.

Der Aspekt „Natur“ und „Bewahrung der Schöpfung“ wird immer dringlicher. Das Kreuz im Geweih des Hirsches, der der Legende nach dem jungen Hubertus auf der Jagd erschienen ist, spricht von der Heiligkeit, der Unantastbarkeit, der Natur. Sie kann nicht einfach ausgebeutet werden, sondern hat auch in sich einen Wert. Der Mensch ist ein Teil davon.

Es hat den Anschein, als würde dieses Anliegen zu Gunsten wirtschaftlicher Überlegungen wieder in den Hintergrund gedrängt. Es ist klar, dass wirtschaftliche Überlegungen auch wichtig sind, aber sie müssen allen Menschen dienen.

Aus dem Lebenslauf des hl. Hubertus, soweit er uns zugänglich ist, wird ersichtlich, dass er fähig war, die Akzentsetzung seines Lebens zu ändern. Er wird so zu einem Mahner, sich nicht selbst die Lebensgrundlage zu entziehen. Die Sage vom Hirsch mit dem Kreuz im Geweih ist zwar eine spätere Übertragung aus der Legende des heiligen Eustachius, aber als Mahnung bleibt sie gültig: Du gehörst selbst zu dieser Natur, du lebst in ihr und von ihr, sie lebt aber auch von dir, und deshalb sollst du sie auch wertschätzen.

Der hl. Marschall Hubertus ist auch ein Fürbitter am Thron Gottes mit einer Bitte darum, dass der Hl. Geist Gottes die Menschen ihre eigenen Lebensbedingungen nicht vergessen lässt.

Hubertus war auch Bischof, aus seiner Ehe hatte er einen Sohn, nämlich Floribert. Er wurde sein Nachfolger als Bischof von Lüttich. Hubertus war die Verbreitung des Evangeliums offensichtlich so wichtig, dass er auch seinen Sohn von dieser Wichtigkeit überzeugen konnte. Er wird daher auch als Apostel der Ardennen in Belgien und in Frankreich verehrt. Das Kloster St. Hubert wurde in der französischen Revolution säkularisiert, die Kathedrale, die seinen Namen trägt, ist eine mächtige gotische Kathedrale in im gleichnamigen Ort St. Hubert. Die französische Aussprache kommt daher, dass die Kirche sich im französisch sprechenden Teil Belgiens befindet.

Die Frohe Botschaft von Jesus Christus verkünden, heißt auch, ein Gespür dafür zu entwickeln, dass der Mensch in Ehrfurcht vor Gott, vor den Menschen und auch vor der Schöpfung zu leben, die ihm als Geschenk anvertraut ist.

Der hl. Paulus nennt das: Nicht ziellos laufen.
Im Evangelium lautet das: Seid wachsam!

Amen.

Predigt am 30. Sonntag im Jahreskreis, 26. Oktober 2025, Staatsfeiertag
Pfarrer Hubert Puchberger, Thema: Ein gemeinsames Ziel haben

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Ein Nationalfeiertag hat die Aufgabe, über das gemeinsame Ziel eines Staates nachzudenken.

In einem Staat zu leben, habe hat sich ein Staatsbürger oft nicht selbst ausgesucht. Die meisten von uns sind hier geboren und haben hier ihre Wurzeln, weil ihre Vorfahren und ihre Verwandten hier leben.

Es gibt auch viele Menschen, die haben sich Österreich als ihren Lebensraum ausgesucht, weil sie als Flüchtlinge hierhergekommen sind oder weil sie durch eine Heirat österreichische Staatsbürger geworden sind.

Was hält uns zusammen und was wollen wir gemeinsam?

Die Geschichte hält uns vor Augen, dass wir ein Grenzgebiet sind. Die Herrscher wurden als Markgrafen, also als Grenzgrafen bezeichnet. Die Mark ist ein Grenzgebiet. Österreichs Identität besteht in der Vermittlung, also Verständigung.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können, braucht der Vermittler allerdings auch selbst einen Standpunkt – buchstäblich und im übertragenen Sinn.

Wir befinden uns in vielen Diskussionen über die Staatsfinanzen, die Neutralität, also die Sicherheit, die Rolle in der Europäischen Union und das wird heute alles ausführlich in verschiedenen Festakten besprochen werden.

Hier befinden wir uns in der Feier des Glaubens, heuer noch dazu im Sonntagsgottesdienst. Zur österreichischen Identität gehört auch der Glaube, zum Großteil die Glaubensgemeinschaft der Katholischen Kirche, aber auch die Evangelischen Kirchen, der Islam und der Buddhismus gehören zu dieser Identität, und zwar schon Jahrhunderte. – Zu dieser Identität gehört aber auch der Zweifel und die religiöse Gleichgültigkeit.

Karl Popper würde das eine offene Gesellschaft nennen, die sich in einem Dialog befindet.

Wir haben heute im Evangelium ein Gleichnis Jesu gehört, in dem er 2 Menschentypen einander gegenüberstellt. Auf der einen Seite der selbstbewusste Pharisäer, der vor Gott seine Leistungen aufzählt, auf der anderen Seite der demütige Zöllner, der sich seiner Unzulänglichkeit bewusst ist. Als Zöllner war er in den Augen der Pharisäer ein Kollaborateur mit der römischen Besatzungsmacht.

Jesus sagt von ihm, dass er gerechtfertigt nach Hause ging. Er war beeindruckt davon, dass ein Mensch vor Gott auch seine Grenzen erkennt und sich ihm an

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