Ein Garten voller Entdecker: Es grünt und blüht in der Krabbelstube!
Das Frühjahr hat in unserer Krabbelstube eine besonders schöne Veränderung gebracht. Dank einer großzügigen Pflanzenspende der Gemeinde Altenberg verwandelt sich unser Garten Schritt für Schritt in ein kleines Naturparadies für die Jüngsten.
Ob duftende Kräuter wie Minze, Thymian und Schnittlauch, der faszinierende Cocastrauch oder leckere Naschereien wie Himbeeren, Ribiseln, Erdbeeren und Säulenäpfel – unsere neuen grünen Mitbewohner sind ein absolutes Highlight im Krabbelstuben-Alltag. Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Altenberg für diese wunderbare Unterstützung!
Mit allen Sinnen die Welt begreifen
Unsere Kinder sind seither zu echten Meistergärtnern herangewachsen. Mit kleinen Gießkannen bewaffnet wird täglich fleißig gegossen, es wird Unkraut gezupft und die Pflanzen werden ganz genau beobachtet. Besonders das Riechen und Verkosten hat es den Kleinen angetan. Die Begeisterung war riesig, als die allerersten roten Erdbeeren reif waren und direkt vom Strauch genascht werden durften!
Ein besonderes Highlight gab es auch bei unserem diesjährigen Familienfest: Hier konnten wir bereits die Früchte unserer Arbeit mit den Eltern teilen. Als köstliche und gesunde Erfrischung wurde ein Kräuterwasser aus eigenem Anbau serviert. Die selbst geerntete Zitronen-, Schoko- und Pfefferminze kamen bei Groß und Klein hervorragend an und zeigten allen, wie schmackhaft unsere Natur ist.
Warum die Arbeit im Garten für Kleinkinder so wertvoll ist
Die Beschäftigung mit der Natur ist für unsere Jüngsten weit mehr als ein reiner Zeitvertreib – sie ist ein elementarer Baustein in ihrer frühkindlichen Entwicklung. Gerade im Kleinkindalter entfaltet sich das sensorische Gedächtnis besonders intensiv. Wenn die Kinder an frischer Minze reiben oder ein herbes Thymianblatt probieren, schulen sie ihre Sinne weit abseits von industriell geprägten Geschmäckern. Diese frühen Sinneserfahrungen fördern eine gesunde, neugierige Offenheit gegenüber den verschiedensten Lebensmitteln.
In einer zunehmend digitalisierten Welt ist zudem das Verständnis dafür, woher unsere Nahrung eigentlich kommt, keine Selbstverständlichkeit mehr. Zu erleben, dass eine Erdbeere oder ein Kräuterblatt Zeit, Erde, Wasser und viel Sonne braucht, um zu wachsen, schafft von klein auf eine tiefe Wertschätzung für unsere Nahrungsmittel. Gleichzeitig stärkt die Gartenarbeit den Naturbezug und die Achtsamkeit: Wer schon als Krabbelkind lernt, vorsichtig mit zarten Knospen umzugehen und Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, baut eine grundlegende Empathie und eine lebenslange, innige Verbundenheit zur Natur auf.
Unser neuer Garten ist mehr als nur eine Grünfläche – er ist ein lebendiger Bildungsraum, ein Sinnesparcours und vor allem ein Ort, der den Kindern unzählige Glücksmomente schenkt. Wir freuen uns schon auf alles, was in den nächsten Monaten noch wachsen und geerntet werden darf!
Edith Jarosik, Juni 2026