Jesus verkündet das Reich Gottes, gründet aber keinen Gottesstaat, sondern setzt eine Glaubensbewegung in Gang, die sich nach Ostern „Kirche“ zu nennen beginnt.
Durch diese Bewegung kommt eine Differenzierung in die zerklüftete Landschaft von Politik und Religion, ohne die sich die spätere Geschichte nicht erklären lässt. Gerade in der Gegenwart darf diese Differenzierung aber nicht als gegeben angesehen werden, sondern muss erstritten werden, weil der Fundamentalismus neue Macht entfaltet und sich der politische Laizismus als ohnmächtig erweist.
Das Seminar zeichnet die Mission Jesu in die jüdische Theologie der Antike ein und markiert wichtige Stationen der Orientierung im frühesten Christentum. An
zentralen Feldern politischen Handelns wird erprobt, wie durch eine neutestamentliche Ethik Gerechtigkeit gefördert werden kann. Die politische Arbeit soll sich jenseits von Heilsversprechen an Tugenden, Werten, Prozessen und Zielen orientieren, so dass sie Gottes- und Nächstenliebe verbindet.
Referent:
Univ.-Prof.em. Dr. Thomas Söding; Professor für Neues Testament an der Ruhr-Universität Bochum
Termin/Ort:
Do, 22. Apr. 2027, 9.00–16.30 Uhr; Priesterseminar Linz
Zielgruppe:
Hauptamtliche Mitarbeiter:innen und Diakone in der Pastoral
Für Mitarbeiter:innen in der Pastoral anrechenbar für:
- QQ5 (Spiritualität)
- Priester/Hauptamtliche in der Pastoral (Theologische Reflexion)
- Diakone (Spiritualität)
Kosten:
Übernahme der Kosten laut Weiterbildungsrichtlinie