Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Wir
  • in der Diözese
  • in der Welt
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Missionsstelle der Diözese Linz
Missionsstelle der Diözese Linz
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:
Di. 05.05.26

Sr. Friederika Kühnel ist Missionarin und Krankenschwester in der Demokratischen Republik Kongo

Im November dieses Jahres wird Sr. Friederika Kühnel ihren 80. Geburtstag feiern. Die Ordensfrau aus der Gemeinschaft der Töchter der christlichen Liebe (auch Vinzentinerinnen oder Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul genannt) strahlt Freude und Herzlichkeit in ihre Umgebung aus.

Seit nunmehr 51 Jahren wirkt sie als Missionsschwester im Krankendienst in der Demokratischen Republik Kongo – ein Lebenszeugnis von Hingabe, Mut und gelebter Nächstenliebe.

 

Geboren wurde Sr. Friederika als Waltraud Kühnel in Linz. Ihre Volksschulzeit war dann von häufigen Ortwechseln geprägt: Steyr, Bad Ischl und Wels, bevor die Familie schließlich in Salzburg sesshaft wurde. Der Grund für das ständige Umziehen lag in den beruflichen Herausforderungen der Nachkriegsjahre, die ihren Vater immer wieder zu einem Stellenwechsel zwangen.

 

Schon im Alter von etwa zwölf Jahren verspürte die junge Waltraud den Wunsch, in die Mission zu gehen. Mit der Firmung festigte sich dieser innere Ruf. Zunächst folgte sie jedoch der Erwartung ihres Vaters und absolvierte eine Ausbildung zur Verkäuferin. Bald jedoch entschied sie sich für einen Weg, der ihrer eigentlichen Berufung entsprach: Sie erwarb das Krankenpflegediplom, stets getragen von dem Wunsch, irgendwann später in der Mission „Gottes Güte sichtbar zu machen“.

 

Eine prägende Station auf ihrem geistlichen Weg war die Zeit als Luisenschwester in Salzburg, einer Laiengemeinschaft, der sie sich angeschlossen hatte. Dort kam sie erstmals in Kontakt mit den Vinzentinerinnen und mit deren Gründerin, der heiligen Luise von Marillac. Das Leitmotiv lautete: zuerst die völlige Hingabe an Gott – und wenn es sein Wille ist, die Mission. „Und so war es auch“, blickt Sr. Friederika heute dankbar zurück.

 

Von 1967 bis 1974 war sie als Barmherzige Schwester im Krankendienst in Österreich tätig, am 30. Mai 1974 erfolgte der Start in die Mission. Es ging zunächst ins Mutterhaus nach Paris, um Französisch zu erlernen, danach nach Antwerpen, wo sie sich in Tropenmedizin ausbildete. Am 19. März 1975 landete sie schließlich per Flugzeug in Kinshasa, Dem. Rep. Kongo, damals noch Zaire.

 

Ihre ersten Missionsjahre verbrachte die junge Missionarin in der Diözese Wamba, nahe Kisangani. Dort arbeitete sie als Krankenschwester in einer internationalen Gemeinschaft. Seit 1979 wirkt Sr. Friederika in der Erzdiözese Mbandaka im Äquatorgebiet. Ihr Dienst führte sie in Krankenhäuser, Buschstationen und Gesundheitszonen – meist inmitten der armen Bevölkerung, auch unter die Pygmäen. Neben ihrer pflegerischen Tätigkeit übernahm sie auch verantwortungsvolle Verwaltungsaufgaben. Acht Jahre stand sie als Direktorin dem Koordinierungsdienst der medizinischen Werke der Erzdiözese Mbandaka vor.

 

Ein besonderer Meilenstein folgte dann 2009 mit der Eröffnung des Centre DREAM (Drug Resource Enhancement against Aids and Malnutrition) in Mbandaka. Diese Tagesklinik für HIV / Aids Patienten wurde von der Laiengemeinschaft Sant’Egidio gegründet und wird von der Gemeinschaft der Filles de la Charité Paris (Töchter der christlichen Liebe) bis heute getragen. Sr. Friederika leitet das Zentrum von Anfang an.

Nach mittlerweile tausenden Aids-Tests werden derzeit rund 1.700 Menschen im DREAM-Programm dauerhaft aktiv betreut. Die Patientinnen und Patienten erhalten medizinische, anfangs auch ernährungsmäßige und soziale Unterstützung.

 

Ein eigenes Labor in der Klinik überprüft regelmäßig die Virenlast. Alle Leistungen sind so weit wie möglich kostenlos – denn die Armut der Menschen ist groß, und ohne diese Hilfe wäre die Sterberate dramatisch hoch. „Früher sind die Menschen an Aids gestorben“, sagt Sr. Friederika, „heute haben sie mit den neuen Medikamenten eine große Überlebenschance und können ein gutes Leben führen – und so auch ihre Familien versorgen.“ Zwar übernimmt der Staat die Kosten für Aids- und HIV-Medikamente, doch für alles Weitere müssen die Schwestern selbst aufkommen.

 

Die Notwendigkeit der präventiven Arbeit ist groß: Aufklärung über das Virus in Schulen oder Radio-Programmen ist immens wichtig und hilfreich. Laufend werden im Labor Menschen auf das Virus getestet. Unter den Infizierten sind gut die Hälfte Kinder im Alter von 0-15 Jahren. Tragen werdende Mütter eine hohe Viruslast in sich, kann das Kind bereits infiziert geboren werden. Auch Alltagspraktiken wie das Haareschneiden mit gemeinsam verwendeten Rasierklingen können zur Übertragung beitragen.

In der internationalen Ordensgemeinschaft ist Französisch die Alltagssprache. Darüber hinaus spricht Sr. Friederika Swahili und in Mbandaka auch Lingála.

 

Derzeit hält sich Sr. Friederika noch bis Ende Mai auf Heimaturlaub in Österreich auf. Vor wenigen Tagen erreichte sie jedoch eine überraschende Nachricht aus dem Kongo: In Itipo, rund 120 Kilometer südlich von Mbandaka, wo die Schwestern ein weiteres Krankenhaus mitten im Busch betreiben, wird sie dringend als Krankenschwester benötigt. Unmittelbar nach ihrer Rückkehr soll sie dort ihren Dienst antreten.

 

Nach einem kurzen Moment des Erstaunens darüber, dass sie als beinahe 80‑Jährige noch einmal eine neue verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen soll, fand Sr. Friederika rasch zu ihrer gewohnten inneren Gelassenheit. Den bevorstehenden Schritt vertraut sie dem Schutz der Gottesmutter an, wie sie dem Leiter der Missionsstelle der Diözese Linz, Andreas Reumayr, mit ihrem typischen Frohmut erzählte. Und sie fügte hinzu: „Wir gehen immer dorthin, wo die Menschen am ärmsten sind.“

 

    zurück
    weiter

    Seit vielen Jahren wird Sr. Friederika von der Missionsstelle der Diözese Linz unterstützt.

     

    Wer helfen möchte, kann dies tun über:

     

    Missionsstelle der Diözese Linz

    Kennwort: Sr. Friederika

    IBAN: AT71 5400 0000 0038 3117

    zurück

    nach oben springen
    • Kontakt
      • Impressum
      • Datenschutz
    Missionsstelle der Diözese Linz


    Herrenstraße 19, Postfach 251
    4021 Linz
    Telefon: +43 732/772676-1168
    mission@dioezese-linz.at
    Katholische Kirche in Oberösterreich
    Diözese Linz

    Herrenstraße 19
    4020 Linz
    Ihr Kontakt zur
    Diözese Linz
    anmelden
    nach oben springen