Ostern führt uns zum Missionsauftrag
Ostern 2017
Liebe Freunde, Verwandte, Bekannte, liebe Wohltäter!
Mit einem herzlichen Gruß und ein paar Gedanken zum Osterfest möchte ich Dich, Euch, Sie wieder teilnehmen lassen an unserem Missionsauftrag und dies sei zugleich ein Zeichen unserer Dankbarkeit.
Die Betrachtung, der Weg von Maria Magdalena, ihre Erfahrung einer Krise, Wende, Wendepunkt-Auftrag, möge uns ermutigen in unseren täglichen Herausforderungen. Maria lernt Jesus von einer ganz anderen Seite kennen. Sie hat ihre Lebenskrise positiv überstanden, weil sie sich nicht davon abbringen ließ Jesus zu suchen. (Joh 20,1-18) Jesus gibt sich ihr zu erkennen, aber auf eine ganz andere Weise. ER zeigt sich ihr als der Lebendige - der Auferstandene. Und genau das war ja das Großartige. Jesus zeigt sich auf eine viel bessere Art und Weise. Das verändert ihr Leben in einem Augenblick. Lassen auch wir uns vom Ostergeheimnis berühren und nehmen wir die Möglichkeit wahr, Jesus in unserem Innersten zu suchen, indem wir uns bewußt einlassen in diese Gnadenzeit der Vorbereitung auf Ostern. Berührt von dieser Begegnung mit dem Auferstandenen, haben auch wir den Auftrag, wie Maria Magdalena, die Frohbotschaft zu verkünden: "DER HERR IST AUFERSTANDEN, ER IST WAHRHAFT AUFERSTANDEN! Der Osterweg führt uns zum Missionsauftrag, dort wo wir leben und so nehme ich Dich, Euch, Sie mit auf diesem Weg.
Unser Rekonvaleszenzzentrum für Alkoholabhängige versucht sich bekannt zu machen, indem wir verschiedene Aktion starten, um die Bevölkerung und die Autoritätspersonen zu stimulieren. Wir haben mit einigen Institutionen Partnerschaftsverträge abgeschlossen, um unser Angebot im Zentrum zu präsentieren und zu zeigen, wo man sich hinwenden kann, wenn Probleme aufkommen in Bezug auf "Alkoholkonsum". Im Zentrum hat sich vor gut einem Jahr ein Club gebildet und dazu kommen bis jetzt 8 Familien zum wöchentlichen Treffen. Der Club "Emanuel" ist auf 15 Familien angestiegen, wobei einige Mitglieder nicht immer zu den Treffen kommen können, aufgrund ihres Einsatzes im Ausland. 12 Familien, dies ist die Höchstzahl für ein Gruppentreffen, aber in unserem Fall eine Ausnahme. Damit die Lebenserfahrungen ausgetauscht werden können, benötigt es Zeit. Wenn die Gruppe zu groß ist, wäre diese Möglichkeit eingeschränkt. Wenn sich nun mehr Familien in Zukunft melden, so muss man die Gruppe teilen oder eine neue Gruppe beginnen. Am 27.2. wurde in unserem Zentrum ein Fortbildungskurs für unsere Familien angeboten, wo sich 18 Personen beteiligten. Das Thema war " Alkoholismus und die Zeichen der Rückfälligkeit". Was ist notwendig und wie kann man sich vor dieser Herausforderung schützen. Es war ein sehr lebendiger Kurs, wo sich jeder diesem Thema gestellt hat und dabei gestärkt wurde, in seiner persönlichen Entscheidung. Der Weg der totalen Abstinenz ist eine Lebensentscheidung und muss immer wieder erneuert werden. Diese Schulung ist ein wichtiger Teil unserer Unterstützung, was die Begleitung der Familien anbelangt.
Eine weitere Aktion vom Zentrum war, dem 8. März eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, der Welttag der Frauen und zugleich Muttertag in Rumänien.
Wir haben mit dem Personal und auch mit den Klienten vom Zentrum Glückwunschkarten gebastelt und besondere Anhänger wurden für diesen speziellen Tag vorbereitet. Sr. Lioba hat bei ihrer Beschäftigungstherapie diese Idee von Glückwunschkarten eingebaut. Am 8. März, wie geplant, wurden die selbstgebastelten Geschenke an die Bewohnerinnen eines Altersheims ausgeteilt. Die Männerwelt hat sich zusätzlich erkenntlich gezeigt mit einer Rose. Es wurden an die 40 Heimbewohnerinnen besucht. Das Pflegepersonal, vorwiegend Frauen, wurde ebenfalls mit unserem Geschenk überrascht. Der karitative Einsatz soll auch unserem ACAR-Zentrum zugute kommen, indem wir uns bekannt machen. Zugleich ist es für unsere Familien wichtig, ihre Kreativität zu entdecken, welche sie austeilen durften. Unsere Aktion wurde sogar dem Bürgermeister mitgeteilt, und dieser war sehr positiv beeindruckt von unserer Idee.
Der Einsatz von Sr. Lioba ist ebenfalls geprägt von vielen Herausforderungen, und die Resultate sind nicht immer gleich sichtbar. Es benötigt viel Geduld, den Roma-Familien in ihrer Lebensform beizustehen und die Wichtigkeit von Bildung für ihre Kinder zu vermitteln. Es wird auf diesem Weg auch für die Eltern der Kinder immer wieder einmal ein Treffen organisiert. Dieses Angebot soll unterstützend wirken in der Kindererziehung.
Unser Haus ist nebenbei offen für verschiedene Gruppentreffen, wie Einkehrtage von Jugendgruppen, spirituelle Weiterbildungskurse für Pfadfinder- und Schülergruppen usw.
Am 28. Dezember ist zu uns eine Neumissionarin aus Indonesien gekommen und darüber haben wir uns sehr gefreut. Derzeit ist sie noch im Sprachstudium und versucht, langsam in die rumänische Sprache und Kultur hineinzuwachsen. Unsere Kommunikation ist noch sehr viel in Englisch und so sind auch wir herausgefordert, in dieser Sprache auf dem Laufenden zu bleiben. Unsere Mitschwester Oktaviana ist Sozialarbeiterin und so hat sie viele Möglichkeiten, als Missionarin in diesem Beruf einzusteigen.
In diesen Tagen vor Ostern, werden in unserem Haus noch einige Besinnungstage organisiert und wir freuen uns, dass diese Möglichkeit jedes Jahr wahrgenommen wird.
Leider hat sich unsere Sr. Severine im Februar bei einem Sturz beim Schneeräumen die Hand gebrochen. Sie ist derzeit in Österreich, damit der Heilungsprozess in Ruhe ablaufen kann. Wir wünschen ihr natürlich eine baldige Besserung und viel Geduld in dieser Rekonvaleszenzzeit. Sie fehlt uns sehr, da sie im Haus der gute Geist war, der alles geschaukelt hat, so wie es ihr möglich war. Nun sind wir gefordert und es ist nicht ganz einfach, alles über die Runde zu bringen. Es ist auch bei uns die Geduld gefragt ...
In unseren Herausforderungen ist das Ostergeheimnis eine Kraftquelle, eine Orientierung, ein neuer Wegweiser hin zu IHM, der unser aller Leben erfüllt. Wie Maria Magdalena nicht aufgegeben hat, IHN zu suchen, der ihr ALLES war, sollen auch wir diese innere Sehnsucht lebendig halten. Dort wo wir vor dem leeren Grab stehen ... dort wird ER sich zeigen als der Auferstandene. So möchte ich mit dem rumänischen Ostergruß schließen " CHRISTUS IST AUFERSTANDEN! "ER IST WAHRHAFT AUFERSTANDEN!"
In Dankbarkeit und in der Freude des Auferstandenen verbunden
Eure Sr. Patrizia u. Mitschwestern
(ar)
13.04.2017