Das Wahlrecht gehört zu den zentralen Elementen der Demokratie. Doch nach welchen Maßstäben ist es gerecht? Wer soll etwa wählen dürfen und wer nicht? Hat jede Stimme auch dasselbe Gewicht? Wie können technische Details des Wahlsystems das Wahlverhalten beeinflussen? Welche Auswirkung haben sinkende Wahlbeteiligungen für die Demokratie? Welche Relevanz kommt dem Wahlergebnis hinsichtlich der Regierungszusammensetzung und der Regierungspolitik einer Legislaturperiode zu? Der Vortrag beleuchtet in diesem Sinne das Spannungsverhältnis von Wahlrecht, demokratischer Legitimation und einer „gerechten“ Gesellschaftsordnung.
Univ.-Prof. Dr. Klaus Poier ist Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft, Studiendekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie Leiter des Zentrums für Hochschulrecht und Hochschulgovernance an der Universität Graz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Fragen der Demokratie und der politischen Repräsentation an der Schnittstelle zwischen Recht und Politik. Er ist zudem Mitglied des Beratenden Ausschusses des Europarats zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten. Für seine Forschungen wurde er unter anderem mit dem Margaretha-Lupac-Wissenschaftspreis des österreichischen Parlaments sowie dem Kardinal-Innitzer-Förderungspreis ausgezeichnet.
Dienstag, 20. Oktober 2026, 19:00 Uhr
KHG-Zentrum, Mengerstraße 23, 4040 Linz
Redebeiträge von Gerold Lehner, Superintendent der evangelischen Kirche und Manfred Scheuer, Bischof der katholischen Kirche Linz
Anschließend herzliche Einladung zum Buffet.
Die Einladungskarte finden Sie hier.
Anmeldung bis zum 14. Oktober 2026