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Fr. 14.11.25

Das war der Tag der Linzer Hochschulen 2025

Universität und Gesellschaft heute

Heinrich Schmidinger Rektor i.R. der Paris Lodron Universität Salzburg und ehemaliger Präsident der Österreichischen Rektor:innenkonferenz teilte seine Gedanken zu Universität und Gesellschaft heute.

 

Universitäten im Wandel
 

Nach begrüßenden Worten von Paul Grünbacher, dem Vorsitzenden des Forum St. Severin und Sarah Emberger, der Leiterin des Teams Pastorale Andersorte der Diözese Linz eröffnete Superintendent Gerold Lehner im Sinne des ökumenischen Gedankens der Veranstaltung den Abend mit seinen Überlegungen zum Thema. Er reflektierte die Veränderungen an Universitäten seit seiner Studienzeit und diagnostizierte einen Wandel hin zu mehr Standardisierung und weniger Freiheit. „Das Korsett der Universitäten ist enger geworden und die reine Freude an der Erkenntnis weniger“, so sein Fazit. Freiheit und Muße seien aber unabdingbar, um sich mit Themen tiefer auseinanderzusetzen und so Erkenntnis zu vertiefen.
 

Wiederherstellung der Kommunikationskultur
 

Wie ein positives Miteinander zwischen Institutionen der Wissenschaft und der Gesellschaft aussehen könnte und welche Bedingungen es dafür braucht, arbeitete Heinrich Schmidinger im Hauptvortrag heraus. Das Verhältnis von Gesellschaft und Universitäten war seiner Meinung nach, noch nie so eng. Es gab immer Interesse der herrschenden Systeme an den Universitäten, einerseits, um die eigene Macht zu festigen, andererseits um Unruhen entgegenzuwirken, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse, dass vorherrschende Weltbild zu stören drohten. Die Forschung wurde aber im Laufe der Geschichte immer angewandter. Wissenschaft gibt es nicht mehr nur um sich selbst willen, sondern alle Lebensbereiche sind durch Wissenschaft durchdrungen. Sämtliche Technologien, auf denen unser Leben heute basiert, sind Ergebnisse von Forschung und auch Fortschritte im medizinischen Bereich haben ihren Ausgang meist an Universitäten. So müssen sich Universitäten heute klar sein, dass sie eine Verantwortung für die ganze Gesellschaft haben. Diese wird mit Leistungsvereinbarungen vom Staat abgerufen und eingefordert, sollte aber auch als third mission in den Institutionen selbst verankert sein. Laut Schmidinger punkten Universitäten nicht nur mit Rankings und Leistungsbilanzen, sondern Engagement für die Gesellschaft sei ebenso wichtig und hier sieht er eine Wiederherstellung der Kommunikationskultur als oberstes Ziel. Zurzeit sei ein Verlust des Grundkonsens hinsichtlich verbindender Werte erlebbar. Alles steht zur Disposition, seien es Menschenwürde, Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaat, Friede oder Verantwortung. Es gibt eine Sprachlosigkeit, vor allem bei strittigen Themen und wir begegnen uns nicht mehr als Menschen. Von Universitäten erwarte Heinrich Schmidinger, dass sie eine Kultur der Argumentation überzeugend und beispielhaft leben und sich auch Wege überlegen, wie man Sprachfähigkeit über nachvollziehbare Argumentation wieder in die gesellschaftliche Kommunikation bringt.
 

Die Gefahr der Lüge
 

Bischof Manfred Scheuer konnte in seinem Abschlussstatement an viele Punkte seines früheren Studienkollegen anschließen. Er betonte die Wichtigkeit von Interdisziplinarität, um die großen Probleme zu lösen und die Gefahr von Desinformation und Lüge. Hannah Arendt analysiert in ihrem Essay „Wahrheit und Politik“, dass Lügen nicht nur falsche Geschichten verbreiten, sondern Vertrauen zerstören und dazu führen, dass eine Gesellschaft aufhört zu denken, weil sie nicht mehr weiß, was wahr und was falsch ist. Und mit einem apathischen und desinteressierten Volk kann man alles machen. Daher meint Bischof Manfred Scheuer sei es wichtig Wahrheit über Argumentation zu suchen und zu finden wozu Konsens, aber auch Dissens gehört und Wertschätzung und Empathie zu fördern. Eine positive Auseinandersetzung mit Gegensätzen und eine gesunde Streitkultur kann auch an Universitäten Pflichtprogramm sein.
 

Gedankenfutter und Genussmomente
 

Zwischen den Redebeiträgen sorgten die Musiker:innen Lorena Turkovic und Nika Jeraj für die notwendigen Pausen, um das Gesagte ordnen zu können und den eigenen Gedanken nachzuspüren. Außerdem sorgte das abschließende Buffet wieder für den geeigneten Rahmen, um sich auszutauschen und in den Diskurs zu treten. Ein großer Dank gilt dem Team der KHG Mensa für die Vorbereitung.

 

 

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Der traditionsreiche Tag der Linzer Hochschulen findet auf Einladung von Bischof Manfred Scheuer jedes Jahr in der Kath. Hochschulgemeinde im KHG Studierendenheim Franz Jägerstätter statt. Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam von Forum St. Severin, KHG und der Evangelischen Superintendentur A.B. Oberösterreich und das Ziel ist einen Begegnungsraum für Angehörige der unterschiedlichen oberösterreichischen Hochschulen zu schaffen.
 

Text: Mag.a Sarah Emberger
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