Mit dem wachsenden zeitlichen Abstand zur NS-Diktatur und dem allmählichen Verschwinden der Generation der Zeitzeug*innen stellt sich die Frage nach Zukunft und Stellenwert der Erinnerungskultur neu: Woran, wozu und wie erinnern?
Vor dem Hintergrund eines wachsenden Antisemitismus und zugleich einer Erinnerungskultur, die bisweilen zur „Wohlfühl-Erinnerungskultur“ (Jens Christian Wagner) wird, lädt die Veranstaltung dazu ein, über einen zeitgemäßen Umgang mit Erinnerung und Gedenken nachzudenken. Wie kann Gedenken lebendig bleiben? Welche Verantwortung erwächst für das Individuum und für unsere Gesellschaft? Und wie kann Erinnerung dazu beitragen, demokratische Werte zu stärken?
Univ.-Prof. Dr. Gerald Lamprecht, Leiter des Centrums für jüdische Studien und Professor für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Graz,
und der Fotograf und Künstler Ouriel Morgensztern bringen unterschiedliche Perspektiven aus Kunst und Wissenschaft miteinander ins Gespräch und denken darüber nach, wie Gedenken heute gestaltet werden kann.
Im Zusammenspiel von wissenschaftlicher Auseinandersetzung und künstlerischer Annäherung eröffnen sich dabei unterschiedliche Zugänge zu Erinnerung und Gedenken und die Frage, was diese Perspektiven voneinander lernen können.
