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Mesner Gemeinschaft der Diözese Linz
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Beten. Handeln. Hoffen.

In der Basilika Enns-St. Laurenz wirkt Ines Rinner ehrenamtlich seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Bereichen in der Pfarre mit: im Mesnerdienst, im Pfarrgemeinderat, im Chor, in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste und im Liturgieteam. Für sie ist dieses Engagement eine Herzensangelegenheit, die eng mit ihrer persönlichen Verbundenheit zur Pfarre und ihrem Glauben verwoben ist. Im Interview erzählt Ines Rinner von ihrem Weg zur Mesnerin, ihrer Sicht auf die Rolle der Frau in der Kirche und davon, warum Gleichberechtigung und aktive Beteiligung so wichtig sind – nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern für die Zukunft der gesamten katholischen Kirche.

Wie sind Sie Mesnerin geworden – was hat Sie zu diesem Beruf geführt?

Als in unserer Pfarre einige Mesner/innen in den Ruhestand gingen oder ihr Engagement reduzierten, wurde ein neues Modell notwendig. Gleichzeitig war ich seit vielen Jahren in unserer Pfarre engagiert – im Pfarrgemeinderat, im Chor, in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste und im Liturgieteam. Die Veränderungen habe ich wahrgenommen, und so entstand in mir der Wunsch, mich als Mesnerin aktiv einzubringen.

 

Wie sieht dieses Modell des Mesnerdienstes aus?

Wir sind nun ein fixes Team von sechs Mesner/innen und teilen uns die vielfältigen Aufgaben. Dieses gemeinsame Modell ermöglicht es, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und dennoch eine kontinuierliche Begleitung des pfarrlichen Lebens sicherzustellen.

 

Was bedeutet Ihnen Ihre Arbeit in der Kirche persönlich?

Ich bin seit meiner Kindheit in der Pfarre Enns-St. Laurenz verwurzelt – sie ist ein wesentlicher Teil meines Lebens. Ich bin überzeugt: Frauen können in der Kirche nur etwas verändern, wenn sie sich aktiv beteiligen. Deshalb ist mir diese Arbeit ein Herzensanliegen.

 

Wie erleben Sie die Rolle der Frau im kirchlichen Alltag?

In unserer Pfarre bringen viele engagierte Menschen ihre Talente ein – unabhängig vom Geschlecht. Jede Frau wirkt entsprechend ihrer Möglichkeiten und Ressourcen auf ihre Weise am Pfarrleben mit.

 

In welchen Situationen begegnen Ihnen Frauen in der Kirche, und welche Aufgaben übernehmen sie?

Frauen begegnen mir in nahezu allen Bereichen: Sie leiten Wort-Gottes-Feiern, gestalten Roraten, organisieren im Fachausschuss „Frauen in Bewegung“ fachlich fundierte Vortragsabende, begleiten im karitativen Bereich Menschen in schwierigen Lebensphasen und übernehmen eine Vielzahl pastoraler Aufgaben.
Auf diözesaner Ebene erlebe ich Frauen besonders stark im Forum Ehrenamt, das Ehrenamtliche aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern vernetzt.

 

Welche Veränderungen beobachten Sie in den letzten Jahren?

Durch den synodalen Weg hat sich die Kommunikation in der Kirche spürbar verändert. Die oft als weltfern empfundene Ebene „Rom“ wirkt plötzlich zugänglicher und transparenter. Auch wenn zentrale Anliegen – wie die Gleichstellung von Frauen und Männern oder der Frauendiakonat – noch nicht erreicht wurden, ist dennoch ein Weg des Miteinanders und des Zuhörens begonnen worden.

 

Für welche Aufgaben wünschen Sie sich mehr Beteiligung von Frauen?

Ich wünsche mir die vollständige Gleichstellung von Männern und Frauen in der Katholischen Kirche sowie gleiche Chancen für alle Menschen, die die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen – in allen Bereichen und Funktionen.

 

Gibt es Vorbilder für Sie – Frauen, die in der Kirche etwas bewegt haben oder die Sie inspirieren?

Martha Heizer ist für mich eine besonders beeindruckende Frau. Durch die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ ist sie zu einem wichtigen Sprachrohr geworden – für Menschen, die in der Kirche gehört werden möchten und unter den bestehenden Strukturen leiden.

 

Warum ist der Internationale Frauentag Ihrer Meinung nach auch für die Kirche wichtig?

In diesem Zusammenhang denke ich an den Weltgebetstag der Frauen, eine der ältesten ökumenischen Basisbewegungen weltweit. Er ruft uns bis heute dazu auf, aufmerksam hinzusehen, Missstände zu benennen und auf teils gravierende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern hinzuweisen – sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft. Die Anliegen beider Tage überschneiden sich, und ihre zeitliche Nähe macht die Verbindung noch deutlicher.

 

Was bedeutet für Sie ein gleichberechtigtes Miteinander von Männern und Frauen im Glauben?

Gleichberechtigung ist für mich eine grundlegende Haltung. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass Frauen Zugang zu allen kirchlichen Ämtern erhalten sollen.

 

Woran könnte man ein gleichberechtigtes Miteinander erkennen?

Ich glaube, wir würden es an wieder besser gefüllten Kirchen sehen. Viele junge und emanzipierte Menschen wenden sich von der Kirche ab, weil Frauen in zentralen Positionen nicht ausreichend anerkannt sind. Gleichberechtigung würde hier ein wichtiges Zeichen setzen.

 

Welche Botschaft geben Sie Frauen und Männern an diesem Tag mit?

Die Gemeinschaft der Christinnen und Christen ist eine, die keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern macht, sondern sich an Vielfalt erfreut. Für dieses Ideal lohnt es sich, aufzustehen und aktiv zu werden.

 

Was würden Sie jungen Frauen sagen, die sich in der Kirche engagieren möchten oder dies bereits tun?

Danke, dass du die Botschaft Jesu weitertragen willst: Jesu Worte, die nichts Trennendes beinhalten, sondern verbindend sind.

 

Gibt es ein Bibelwort oder ein Zitat, das Sie besonders inspiriert?

„Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einem Stein stoßest.“ (Ps 91, 11–12)

 

 

#Gedankenwelt

Ich engagiere mich als Frau in der Kirche, weil …
… der Glaube Berge versetzen kann und ich die Botschaft unseres Glaubens in unserer Pfarrgemeinschaft spüre.

 

Der Internationale Frauentag bedeutet für mich:
gemeinsam beten, gemeinsam handeln und Hoffnung schenken.

 

Für die Zukunft der Frauen in der Kirche wünsche ich mir …
… intensive synodale Gespräche ohne Ausgrenzung.

 

Ines Rinner (47) ist Mesnerin in der Basilika Enns-St. Laurenz und hauptberuflich Elementarpädagogin. Sie liebt Kirchenmusik – aber auch Rockmusik, besonders „Queen“.

 

Interview*: Ines Schaupp-Steinhäusl
Fotos: Diözese Linz | Laurenz Kaiser
*Fachmagazin "katholische mesner", Ausgabe 01.2026

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