Kreuzweg 2026
Der Exodus beginnt mit einem Akt der ausgleichenden Gerechtigkeit:
Gott hört das Klagen der versklavten Israeliten und greift ein, um das Unrecht der Unterdrückung durch den Pharao zu beenden.
Die Erzählung von der Speisung in der Wüste (Exodus 16) ist eine wichtiges Beispiel für eine gerechte Verteilung von Ressourcen.
Es durfte keinen Überfluss aber auch keinen Mangel geben, die Hortung der Speisen war verboten und am 6. Tage wurde das doppelte verteilt um am
7. Tag zu ruhen.
Im Kontext von Exodus und der biblischen Rechtsordnung ist der Schuldenerlass (hebräisch Schmita) ein zentrales Instrument, um dauerhafte Armut und die Enstehung einer unüberwindbaren Klassengesellschaft zu verhindern.
Lazerus und das berühmte Kamel das eher durch ein Nadelöhr geht als ein Reicher in das Reich Gottes, sind nur weiter Bibelstellen die eine ungerechte Verteilung thematisieren.
Doch zum Höhepunkt kommt es zu Ostern.
Durch die Tempelreinigung legt sich Jesus mit den Reichen und Mächtigen an. Diese Stelle ist so eine Art letzter Todesstoß für ihn.
Er störte die Verteilung des Reichtums, der von den Armen zu den Reichen floss.
Wer das Kapital und die Mächtigen angreift muss um sein Leben bangen.
Eine gerechte Verteilung des Reichtums gleicht dem Reich Gottes auf Erden.
Doch auch bei uns wird von unterschiedlichen Seiten diese gemeinsame Umverteilung verraten, wird am guten Leben für Alle nicht geglaubt und der Bund der Menschen in Frage gestellt.
Die Frage des Stärkeren, der Fleißigen und der Leistungsfähigsten wird in den Mittelpunkt gestellt.
Die ungerechte Verteilung des Vermögens als Naturbedingt angesehen, jede Diskussion darüber, als Neid abgetan.
Das Leiden und Sterben der Armen und Benachteiligten wird in Kauf genommen.
Die einzelnen Station als PDF zum nachlesen