20. Juni 2026
Ein Bericht von Michael Haunschmied
Am 20. Juni war es wieder soweit: Die Wallfahrt der Blindenseelsorge der Diözese Linz nach Frauenstein im Steyrtal fand statt. Monika Aufreiter hat die Wallfahrt wieder in bewährter Weise organisiert. Sie versteht es, dass bei solche Fahrten für jeden etwas dabei ist. So wurde die Wallfahrt wieder erlebnisreich. Blindenseelsorger Mag. Franz Lindorfer hat uns seelisch sehr gut betreut.
15 TeilnehmerInnen trafen sich am Hauptbahnhof. Um 8 Uhr fuhren wir mit dem Bus der Fa. Hehenberger los. Das erste Ziel war das Maultrommelmuseum in Molln, wo noch noch etwa 10 Personen aus der Umgebung dazukamen. Nach einem kurzen Verweilen startete der Besitzer der Maultrommel-Manufaktur, Herr Roland Bades, mit der Führung durch den Betrieb.
Dieser Betrieb besteht schon über 300 Jahre. Herr Bades zeigte und erklärte wie Maultrommeln produziert werden. Für die Nichtsehenden wurden die einzelnen Teile durchgereich, um diese auch angreifen zu können.
Herr Bades ist nicht nur der Produzent der Maultrommeln; er beherrscht auch dieses Instrument und kann schöne Klänge damit hervorbringen. Jährlich werden etliche tausend Trommeln hergestellt und diese in alle Welt versandt.
Nach der Führung stand das Mittagessen am Programm. Monika hat ein gutes Lokal ausgesucht. Alle waren zufrieden und sind auch satt geworden.
Nach dem Mittagessen kam der spirituelle Teil der Wallfahrt dran. Wir haben in der Wallfahrtskirche Frauenstein, wo im Hochaltar die Schutzmantelmadonna dargestellt ist. In der Predigt ging Herr Pfarrer Franz Lindorfer auf die Lesung aus dem Buch Jeremia ein: Jeremia ist verfolgt worden, weil er die Botschaft, die ihm aufgetragen war, verkündet hat. Er hat die Menschen davor gewarnt, ohne Vertrauen auf Gott ihren Weg zu gehen. Mit Gottvertrauen ist hingegen Jeremia seinen Weg gegangen, obwohl er dafür von den Menschen verfolgt wurde. Er war von der Hoffnung erfüllt, dass Gott ihn retten würde. Im Evangelium betont Jesus sehr deutlich, dass wir uns nicht vor den Menschen fürchten sollen. Durch den Glauben überwinden wir jede Furcht. Die Gottesmutter Maria, die als Schutzmantelmadonna dargestellt ist, ermutigt uns durch ihr Glaubenszeugnis zu einem unerschütterlichen Gottvertrauen. Wir brauchen uns als Glaubende nicht fürchten, weil Gott mit uns ist. Die Schutzmantel-Madonna gewährt vielen, die sich unter ihrem Mantel sammeln, Schutz. So können auch wir im Leben bei Ihr Zuflucht finden.
Nach dem Gottesdienst hat uns Herr Harald Luckerbauer aus Pettenbach die Kirche erklärt, und hat mit Hilfe der Figuren von der Kindersendung Barbapapa das Thema der Schutzmantelmadonna. Eine Decke veranschaulichte den Schutzmantel. Die Figuren aus der Fernsehsendung, die bei der Erklärung durch Herrn Luckerbauer betastet werden konnten, wurden unter der Decke aufgestellt, um zu verdeutlichen, dass wir bei Maria unter dem Schutz Gottes geborgen sind.
Der Kirchenbau wurde vor 1500 erbaut und unter Kaiser Maximilian I., der 1519 in Wels verstorben ist, vollendet. Die Schutzmantelmadonna (ca. 1510 geschnitzt) wurde von ihm gestiftet.
Auf der Heimfahrt haben wir uns noch eine Stärkung genehmigt. Daher war die Geselligkeit Teil dieses Tages. Vielen Dank unserem Blindenseelsorger Mag. Franz Lindorfer und Monika Aufreiter für die schöne Gestaltung dieses Tages.

Gruppe vor dem Maultrommel-Museum

Herr Roland Bades reicht Frau Lotte Lepschy eine Maultrommel

Erklärung der Schutzmantelmadonna durch Harald Luckerbauer