Lange Nacht der Bibliotheken in Schwertberg: Vorlesen, Japan-Erlebnis und Musik
149 oberösterreichische Bibliotheken öffneten am Freitag, 24. April 2026 bei der fünften „Lange Nacht der BibliOÖtheken“ wieder ihre Türen bis in die Abendstunden hinein.
Auch die Bibliothek Schwertberg ist bereits zum fünften Mal dabei. Heuer erwartete die Besucher:innen ein vielfältiges Programm, das Literatur, Kultur und Musik miteinander verband. Von 14 bis 21 Uhr wurde ohne Unterbrechung vorgelesen. Dabei wurden dem Publikum von 17 Erwachsenen und 15 Kindern ausgewählte Lieblingsbücher präsentiert. Für viel Abwechslung war gesorgt.
Auch viele junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer – teils noch Leseanfänger – präsentierten ihre Texte vor Publikum. Einige lasen gemeinsam mit einem Elternteil, Felix und Leo trugen ihre Beiträge sogar auswendig vor.
Silvia Taschler erzählt das Märchen „Der dankbare Kranich“ gemeinsam mit ihren Kindern als Papiertheater. Andrea Guttmann ergänzte das Programm mit einem selbst verfassten Märchen.
Für musikalische Akzente sorgte das Blockflöten-Ensemble „Jololenka“, das vier Stücke präsentierte und sich damit bereits den ersten Platz beim Wettbewerb „Prima la musica“ erspielt hatte. Besonders großen Anklang bei den Kindern fand das Stück „Der Hecht“, basierend auf dem gleichnamigen Gedicht von Christian Morgenstern.
Die zwei wunderschön blühenden Kirschblütenbäume am Schwertberger Marktplatz luden nebenbei zum „Schwerberger Hanami-Fest“ ein: Seit Anfang April widmete sich die Bibliothek Schwertberg bereits dem Land der aufgehenden Sonne, nämlich Japan: Ein großer runder Tisch lud zum gemeinsamen Verweilen ein und griff die Stimmung einer Teezeremonie auf. Passend dazu gab es auch neue „Heilsame Bücher“ von japanischen Schriftsteller:innen, deren Ziel es ist uns in aufwühlenden Zeiten zu trösten, zu beruhigen und innerlich voranzubringen.
Für Kinder gab es bei der Langen Nacht noch weitere Mitmachangebote: Sie konnten Sakura-Blütenkränze basteln, Origami falten sowie Omamori, Kumihimo und Omikuji gestalten. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, sich an Ikebana, der japanischen Kunst des Blumenarrangierens, zu versuchen. Ergänzt wurde das Angebot durch Informationsbereiche, die in der gesamten Bibliothek verteilt waren und Einblicke in Kultur, Natur und Tradition Japans gaben. Kleine Snacks wie Algencracker, Glückskekse und Matcha-Kuchen rundeten das Angebot ab.