Kunst im Advent 2017
Rund 300 Besucherinnen und Besucher unternahmen bei drei Terminen des „Deep Space Live“ im Advent 2017 im Ars Electronica Center in Linz einen virtuellen Ausflug nach Hallstatt und ließen sich vom Kunsthistoriker Dr. Lothar Schultes und vom Theologen Dr. Michael Zugmann durch die reiche Bilderwelt von zwei gotischen Flügelaltären der katholischen Pfarrkirche Hallstatt begleiten.
Die heimgekehrten Tafelbilder
Der ältere, kleinere Kreuzaltar wurde gleich zweimal gerettet: 1750 von einem Bergmann, der ihn verheizen hätte sollen, und 2017, als seine 1987 gestohlenen acht Tafelbilder in Italien sichergestellt und nach Österreich zurückgebracht wurden.
Diese Tafelbilder erzählen auf der Außenseite die aus den Apokryphen bekannte Erzählung von Joachim und Anna, der Eltern Marias, und zeigen auf der Innenseite die heiligen Wolfgang, Rupert, Christophorus und Anna.
Biblische und apokryphe Darstellungen
Der Marienaltar von Leonhard Astl (1515–1520) ist ein Doppelflügelaltar mit drei Schauseiten. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu und Mariens, wie sie sich im Matthäus- und Lukasevangelium, aber auch im apokryphen Protevangelium des Jakobus finden. Neben bekannten Szenen wie der Anbetung der Könige sind auch seltene Darstellungen vertreten, etwa der Traum Josefs, in dem ein Engel ihm sagt, er solle Maria als seine Frau zu sich nehmen (Mt 1,18–25).
Fortsetzung folgt ...
Die Reihe „Kunst im Advent“ wird auch im Jahr 2018 mit einem sehr interessanten Projekt fortgesetzt. Bereits bei der Eröffnung sagte uns Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer die weitere Kooperation mit der Stadt Linz zu.
Am Gründonnerstag 2018 wird „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci präsentiert. Anschließend laden wir zu einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Urfahr ein.
