Hast du heute schon deine Seele in die Sonne gehalten?
Welche Nahrung ich zu mir nehmen sollte, damit mein Körper gut und gerne funktioniert, weiß ich jetzt ziemlich genau. Auf Tipp einer Freundin habe ich eine Ernährungsapp ausprobiert. Ausgewogen sollte sie sein mit einer guten Menge an Proteinen, ein paar Kohlenhydrate und nicht zu viel Fett. „Hast du heute schon genug getrunken?“ erinnert mich die App, damit es mir gut geht.
„Tu deinem Leib Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Dieser Ausspruch wird meiner Namenspatronin, der Heiligen Teresa von Avila zugeschrieben. Es ist die Erkenntnis, dass Leib und Seele zusammenspielen. Das kennt man auch in der Medizin: Manchmal meldet sich der Körper, wenn die Seele leidet. Was braucht meine Seele um gut sein zu können? Was nährt sie und gibt Kraft?
Als Christinnen und Christen können wir hier auf einen guten „Werkzeugkasten“ zurückgreifen: Meditation und Gebet, Pilgern, Musik und Lieder, Erzählungen und Geschichten (aus der Bibel oder von inspirierenden Menschen), Gemeinschaft. Hier dürfen wir zugreifen und auch ausprobieren. Manches bedarf vielleicht sogar der Übung. Gerne schiele ich zu den Mystikerinnen und Mystikern, die von der nährenden Erfahrung erzählen, ganz im Jetzt gegenwärtig zu sein und „bei Gott zu verweilen, wie bei einem Freund“. (Heilige Teresa v. Avila)
Manchmal stärkt es vielleicht schon, sich auch mitten im Alltag bewusst in die göttliche Gegenwart zu stellen und sich ein paar Atemzüge lang zu verbinden mit dem „Urgrund allen Seins“. Wie wärs mit einer wiederkehrenden Erinnerung am Smartphone: „Hast du heute schon deine Seele in die Sonne gehalten?“